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Gartenarbeiten im August: Das ist jetzt zu tun

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Junger Fenchel wächst in lockerem Boden im Gemüsebeet bei Sonnenlicht.
Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»

Monat für Monat versorgen wir dich mit aktuellen Tipps und Inspirationen für dein Gemüsebeet, Obstgarten, Ziergarten und Balkon.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fenchel ist ein empfindliches Sommergemüse, das lockeren Boden, genügend Abstand und gleichmässige Feuchtigkeit braucht, damit es keine unerwünschten Blütenschosse bildet. Setze Jungpflanzen erst mit drei bis vier Blättern ins Freiland.
  • Kontrolliere deinen Obstgarten regelmässig auf Monilia-Fruchtfäule, besonders bei Steinobst wie Kirschen oder Pfirsichen. Entferne befallene Früchte und Zweige konsequent und sammle Fallobst auf, um die Ausbreitung der Pilzkrankheit zu verhindern.
  • Die Kugeldistel bringt mit ihren stahlblauen Blüten Struktur ins Staudenbeet und zieht viele Bestäuber an. Kombiniere sie mit kontrastreichen Blattformen oder verdecke den unteren Bereich mit niedrig wachsenden Pflanzen.
  • Nutze freie Töpfe auf dem Balkon, indem du im August Schnittsalat, Rucola oder später Nüsslisalat säst. So bleibt der Boden geschützt und du kannst dich über eine weitere Ernte freuen.

Gemüsegarten im August

Fenchel sind empfindliche Pflanzen

Fenchel ist sowohl als Kraut als auch Gemüse vielfältig verwendbar. Er ist im Anbau jedoch ein wenig empfindlich, vor allem, wenn seine Wurzeln gestört werden. Fenchel sind empfindliche Pflanzen, weshalb es einige Kenntnisse benötigt, um mit dieser vielseitigen Gartenpflanze Erfolg zu haben.

Der Fenchel ist ein typisches Sommergemüse und macht sowohl roh im Salat als auch auf dem Grill eine gute Figur – und das nicht nur, weil er zu den eher kalorienarmen Gemüsen gehört. Fenchel sind empfindliche Pflanzen: Besonders die Sämlinge sind empfindliche kleine Pflänzchen, die sehr anfällig auf Schneckenfrass sind. Deshalb empfiehlt es sich, sie erst dann ins Freiland zu setzen, wenn sie bereits drei bis vier Blätter ausgebildet haben.

Fenchel liebt einen leichten, lockeren Boden, auf dem im Idealfall 2 bis 3 Jahre zuvor keine anderen Doldenblütler wie etwa Rüebli angebaut wurden. Der Abstand der Pflanzen in einer Reihe beträgt etwa 20 cm. Dabei ist darauf zu achten, dass die Stielbasis, die später die Knolle bildet, oberhalb der Erde liegt.

Ist das Wetter während der Wachstumsperiode heiss und trocken, bildet der Fenchel gerne einmal unerwünschte Schosse aus – dabei geht die ganze Kraft in die Blütenbildung. Um das zu verhindern, wird der Boden gleichmässig feucht gehalten. Eine Mulchdecke aus Rasenschnitt rund um die Pflanzen verhindert ein Austrocknen. Ausserdem kann man sogenannte schossfeste Sorten wählen: Für einen frühen Sommeranbau eignet sich ‘Finale’ – die alte italienische Sorte ‘Di Firenze’ ist hingegen ein typischer Herbstfenchel.

Gemüsetabelle

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Gemüsetabelle

Unsere praktische Gemüsetabelle (PDF) gibt eine Übersicht über Standort, Aussaat, Pflege und Kombination der bekanntesten Gemüsesorten.

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Obstgarten im August

Obst auf Fruchtfäule kontrollieren

Braun faulende Früchte, auf denen sich in Ringen angeordnete weisse, graue oder braune Schimmelpolster bilden, sind das typische Krankheitsbild der Monilia-Fruchtfäule. Obstbäume solltest du deshalb regelmässig auf Fruchtfäule kontrollieren.

Insbesondere beim Steinobst tritt diese Pilzkrankheit häufig auf – Mirabellen, Pflaumen, Kirschen und Pfirsiche sind besonders oft betroffen. In feuchten Jahren wird Monilia aber bisweilen auch im Kernobst zum Problem. Darum musst du den Obstgarten stetig auf Fruchtfäule kontrollieren. Befallene Äpfel und Birnen fallen ab oder trocknen aus und bleiben als sogenannte Fruchtmumien am Baum hängen – von wo aus die Pilzsporen im nächsten Frühling die neuen Blüten infizieren.

Aber auch im Sommer kann Monilia durch Wunden oder eine direkte Berührung mit befallenen Pflanzenteilen übertragen werden. Aus diesem Grund musst du befallene Zweige und Früchte während der Saison laufend entfernen. Jetzt, wo die Früchte im Obstgarten in Hülle und Fülle reifen, sind sie besonders anfällig. Um Krankheitsübertragungen zu verhindern, solltest du die Früchte am Baum regelmässig kontrollieren und Fallobst aufsammeln. Wo das Obst besonders dicht hängt, lohnt es sich, etwas auszudünnen.

Reife Pfirsiche als Fallobst unter einem Obstbaum im sommerlichen Garten.
Pfirsich (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

Ziergarten im August

Kugeldistel im Staudenbeet

Die stahlblauen Blüten der Kugeldistel sind ein Magnet für Bienen und andere bestäubende Insekten. Durch ihre Höhe macht sie sich gut im hinteren Teil des Beets. Kugeldistel kommt am besten in Kombination zur Geltung.

Am schönsten spielen Kugeldisteln in naturnahen Rabatten ihren Charme aus: Sie kommen am besten zur Geltung, wenn sie in Kontrast zu Pflanzen mit ganz anderen Blattformen stehen – etwa Taglilien, Sonnenhut oder Wermut.

Gruppierst du niedrig wachsende Pflanzen wie Sonnenröschen oder Missouri-Nachtkerzen um die Staude, verdecken diese dann deren untere Blätter, die manchmal etwas unansehnlich werden können. Schöne Arten sind Echinops bannaticus ‘Taplow Blue’ oder ‘Blue Glow’ mit ihren fast stahlblauen Blütenbällen. Der Klassiker ist sicher Echinops ritro ‘Veitch’s Blue’ mit seiner intensiven Farbe.

Kugeldisteln und rosa Sonnenhutblüten in einem naturnahen Staudenbeet.
Kugeldistel (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

Urban Gardening im August

Schnittsalat säen

Auf dem Genussbalkon stehen aufgrund des reichen Erntesegens nun einige Pflanztröge leer. Doch nach der Ernte ist vor der Ernte: In die frei gewordenen Töpfe lässt sich jetzt im August Schnittsalat säen.

Die im Juli abgeernteten Pflanzgefässe sollten keinesfalls ungenutzt bleiben, da diese in Trockenperioden ungeschützt der Sonne ausgeliefert sind, wodurch nicht nur Nährstoffe bei starken Regengüssen ausgewaschen werden, sondern auch hilfreiche Bodenorganismen leiden. Deshalb solltest du im August Schnittsalat säen.

Anfang des Monats säst du Schnitt-, Pflück-, Eichblatt- und Sommer-Kopfsalat oder Rucola. Ab Monatsmitte ist dann der Nüsslisalat dran. Dieser lässt sich ausgezeichnet mit Erdbeeren vergesellschaften, denn er gilt als guter «Schneefänger», der durch die Durchwurzelung den Boden feucht und locker hält. Das Baldriangewächs zieht mit seinen Wirkstoffen zudem auch bodenfördernde Regenwürmer an.

Verschiedene Schnittsalate und Blattsalate in einem bepflanzten Hochbeet.
Schnittsalat (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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