Urban Gardening im August
Andenbeeren ernten
Ist der Sommer nicht zu nass, wächst die einjährige Andenbeere (Physalis peruviana) rasch zu einem üppigen, bis 1 m hohen Strauch heran. Aus Südamerika stammend, kann sie auch gut in Töpfen auf dem Balkon oder der Terrasse kultiviert werden. Ist der Sommer sonnig und warm, sind die Früchte bereits im August erntereif. Diese befinden sich in einer erst grünen, lampionähnlichen Hülle, die mit zunehmender Reife dürr wird und aufplatzt. Die reifen Beeren schmecken süsssauerlich und eignen sich ausgezeichnet zur Deko von Desserts, können aber auch problemlos getrocknet und fürs winterliche Müesli verwendet werden.
Möchte man für die Kultivierung im nächsten Jahr Samen gewinnen, so halbiert man eine reife Frucht, kratzt mit einem Zahnstocher die Samen in ein Kaffeesieb und befreit diese durch Abspülen mit Wasser vom Fruchtfleisch. Dann die Samen auf einem Haushaltspapier an einem warmen, dunklen Ort trocknen lassen und in verschliessbaren Dosen oder Papiertüten bis zur Aussaat im Februar an einem trockenen, frostfreien Ort lagern.
Wichtig zu wissen: Die Andenbeere gehört wie die Lampionblume (Physalis alkekengi) zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae). Bezüglich Essbarkeit der Früchte der Lampionblume ist man sich uneinig. Wir empfehlen, darauf zu verzichten.