Kräutermischungen selber herstellen
Getrocknete Kräuter aus dem eigenen Garten wirken nachhaltig: Beim Genuss als Teeaufguss oder als Duftbad beleben sie unsere Sinne und sorgen für Wohlbefinden. So gelingt die richtige Kräutermischung.
1. Kräuter für Mischungen ernten und trocknen
Geerntet wird an sonnigen Vormittagen zwischen 10 und 12 Uhr, denn dann enthalten die Kräuter am meisten ätherische Öle. Die Pflanze sollte trocken sein. Die Triebspitzen und die geöffneten Blüten abschneiden, bündeln und draussen oder in einem gut belüfteten Raum kopfüber aufhängen. Gut geeignet sind auch grossflächige Siebe, auf denen die Blätter und Blüten ausgelegt werden. Nach zwei bis drei Tagen, oder sobald das Dörrgut beim Berühren knistert, kann das Teekraut in gut verschliessbare Behälter gefüllt werden. Ein gehäufter Teelöffel der zerkleinerten Mischung pro Tasse reicht für ein wunderbares Aromabouquet aus. Dazu die Kräuter mit kochendem Wasser übergiessen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen und nach Belieben mit Honig süssen. Wem gesüsste Aufgüsse munden, sollte auch eine Steviapflanze im Topf ziehen. Ob frisch oder getrocknet – die natürliche Süsse des Honigblatts erinnert ein wenig an Lakritze.
2. Die beliebtesten Kräutermischungen
Kräutermischungen für Dufttees setzen sich zusammen aus einer geschmacksintensiven Hauptpflanze, aromatischen Füll- und farbreichen Schmuckkräutern. Unsere Mischung beinhaltet:
- Lemon-Ysop (Agastache mexicana): Blüten und Blätter, frisch oder getrocknet für Salate, Salsas oder Tee.
- Echter Lavendel (Lavandula angustifolia): stark geöffnete Blüten oder junge Blattspitzen, getrocknet als Duftessenz, für Tee oder Schaumbad.
- Pfefferminze (Mentha x piperita): Blüten, Blätter und Triebspitzen, frisch für Tee, Sirup, Dessert oder Fleisch.
- Orangen-Thymian (Thymus vulgaris ssp. fragrantissimus): Blüten, Blätter und Triebe, frisch oder getrocknet.
- Zitronen-Thymian (Thymus x citriodorus): Blüten, Blätter und Triebe als Teeaufguss, in Desserts, Braten, Salate; Rückschnitt nach der Blüte.
- Römische Kamille (Chamaemelum nobile): Blütenköpfchen frisch oder getrocknet als Tee; Heilpflanze, kann äusserlich zur Wundspülung verwendet werden.
3. Kräutermischungen mit Minze
Kräuteraromen, die nicht nur im Topf, sondern auch in der Teekanne harmonieren, sind für eine getrocknete Mischung gefragt. Natürlich kommt es dabei auf persönliche Vorlieben und das eigene Geschmacksempfinden an. Möchte man das Kraut jedoch verschenken, so eignen sich dafür leichte, erfrischende Aromen. Zum Beispiel Minze. Minze-Arten gibt es mehr als ein Dutzend, angereichert mit verschiedenen Geschmacksnoten wie Ananas, Zitrone oder Schokolade. Doch gleichgültig, welche man wählt: Auf jeden Fall sollten Minzen, da starkwüchsig und vermehrungsfreudig, separat in grosse Gefässe gepflanzt werden.
4. Kräutermischungen Duft und Farbe beifügen
Frische Zitrusdüfte sind sehr beliebt. Man erhält sie von Thymian-Arten wie Thymus vulgaris ssp. fragrantissimus oder T. x citriodorus. Wird die Mischung versetzt mit Echtem Lavendel und etwas Römischer Kamille, so wird das Gemisch nicht nur um weitere Aromen, sondern auch um attraktive Farbakzente bereichert. Lemon-Ysop (Agastache mexicana) ist eine würzige Teepflanze, die erst noch mit einer hübschen pinkfarbenen Lippenblüte aufwartet. Im Balkongarten ist das Kraut eine optische Bereicherung, dem Tee verleiht es eine angenehm pikante Note.