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Rote Samtmilbe im Garten: Nützling gegen Schädlinge

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Rote Samtmilben auf einer warmen Steinmauer im Garten – nützliche Räuber gegen Blattläuse und andere Schädlinge.

Die roten Samtmilben sind emsige Nützlinge. Im frühen Sommer bevölkern die scharlachroten, samtigen Spinnentiere den Garten und leisten ganze Arbeit. Dabei halten die Tiere Schädlinge von Pflanzen fern und sorgen zudem für einen gesunden Gartenboden. Wir stellen dir die Nützlinge vor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die rote Samtmilbe ist ein nützlicher Gartenbewohner, der sich von Blattläusen, Schneckeneiern und anderen Schadinsekten ernährt und so das natürliche Gleichgewicht im Garten unterstützt.
  • Als wichtiger Nützling verbessert die rote Samtmilbe nicht nur den Pflanzenschutz, sondern trägt durch ihre Aktivitäten im Boden auch zur Humusbildung und einer besseren Bodenstruktur bei.
  • Ein naturnaher Garten mit trockenen, warmen Bereichen fördert die Ansiedlung der Tiere. Trockenmauern und der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel schaffen ideale Lebensbedingungen.

Rote Samtmilben im Überblick

Die rote Samtmilbe (Trombidium holosericeum) macht ihrem Namen alle Ehre. Der scharlachrote Körper des 1 bis 4 Millimeter grossen Tieres ist dicht behaart und hat ein samtiges Aussehen. Im Volksmund wird die rote Samtmilbe auch als «Sammetmilbe» oder «Scherflein» bezeichnet. Die rote Samtmilbe ist ein heimischer Vertreter der Laufmilbe und ist in Mittel- und Südeuropa weit verbreitet. Wichtige Erkennungsmerkmal des Nützlings sind die langen Vorderbeine und die scherenartigen Kieferklauen. Die Tiere fallen durch einen auffällig vergrösserten Hinterleib auf. Der Nützling wird nicht selten mit einem Schädling, der roten Spinne (Panonychus ulmi), verwechselt. Doch lassen sich die beiden Tiere sehr gut voneinander unterscheiden. Die rote Spinne ist mit einer Körpergrösse von 0.5 Millimetern bedeutend kleiner als die rote Samtmilbe. Der Körper der roten Spinne ist nicht behaart. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal: Auf dem Rücken des Schädlings finden sich abstehende Borsten.

Rote Samtmilben
Wichtige Erkennungsmerkmal des Nützlings sind die langen Vorderbeine und die scherenartigen Kieferklauen. Die Tiere fallen durch einen auffällig vergrösserten Hinterleib auf.
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Davon ernähren sich rote Samtmilben

Rote Samtmilben ernähren sich von Blattläusen, Eiern von Schnecken und allerlei schädlichen Insekten. Die bodenlebenden und weichhäutigen Insekten werden von dem Nützling gejagt und ausgesaugt. Zu einer besonderen Leibspeise der roten Samtmilbe zählen auch die Eier der Insekten. Im Garten dämmen die Spinnentiere somit die Population der Schädlinge erfolgreich ein.

So leben rote Samtmilben

In einer trockenen und warmen Umgebung fühlen sich rote Samtmilben besonders wohl. Die Nützlinge halten sich gerne an Waldrändern auf. Im Garten kann man die Tiere oft in Scharen auf der Terrasse oder Mauern entdecken. Im Herbst, wenn es kühler wird, suchen sich die roten Samtmilben ein warmes und trockenes Plätzchen zum Überwintern. So machen sie es sich dann gerne in Wohnungen und Häusern gemütlich. Für Menschen oder Haustiere sind die samtigen Milben dabei nicht gefährlich. Damit sich die roten Samtmilben jedoch nicht ins Haus verirren, sollten Türen und Fenster am Abend – dann machen sich die kleinen Tiere meist auf die Suche nach einem warmen Schlafplatz – geschlossen bleiben. Installiere ein engmaschiges Insektenschutznetz. Dann kannst du das Fenster wie gewohnt geöffnet lassen.

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Die roten Samtmilben als Nützlinge im Garten

Rote Samtmilben sind wichtige Nützlinge im Garten. Sie vertilgen zahlreiche Schadinsekten wie Blattläuse und tragen damit zu einem gesunden Pflanzenwachstum bei. An Pflanzen selbst haben die roten Samtmilben kein Interesse – Blätter werden weder angefressen noch ausgesaugt. Auch im Boden leisten die fleissigen Spinnentiere wertvolle Arbeit: Dort ernähren sie sich von Bakterien und Pilzen und fördern durch ihre Frasstätigkeit die Aufspaltung der Bodenbestandteile. Dies verbessert die Bodenstruktur und unterstützt die Humusbildung.

Im Frühsommer sind die scharlachroten, samtigen Tiere häufig in grosser Zahl auf Terrassen, Trockenmauern oder anderen warmen und trockenen Plätzen anzutreffen. Mit den kühleren Herbsttagen kann es vorkommen, dass sich einzelne Tiere in Richtung Haus oder Wohnung bewegen. Doch keine Sorge: Mit den richtigen Massnahmen lassen sich rote Samtmilben problemlos aus den Wohnräumen fernhalten.

Lebensräume für rote Samtmilben schaffen

Im Garten siedeln sich die roten Samtmilben meist ganz von allein an. Es sind die warmen und trockenen Lebensräume, in denen sich die Tiere besonders wohl fühlen. Ein naturnah gestalteter Garten, in dem keine chemischen Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen, ist ein idealer Ort zum Verweilen. Du kannst die Ansiedlung der roten Samtmilben beschleunigen, indem du für die wärmeliebenden Tiere eine Trockenmauer oder einen Trockenrasen anlegst.

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