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Naturgarten gestalten: So förderst du die Biodiversität

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Holzbank in einem naturnahen Garten mit Wildblumen, Gräsern und heimischen Pflanzen zur Förderung der Biodiversität.

Es brummt, summt und zwitschert im eigenen Garten. Ein Naturgarten ist für viele Vogel-, Insektenarten, heimische Tiere und Pflanzen ein wahres Paradies. Ganz einfach lässt sich auch in deinem Garten die Biodiversität und die Vielfalt der Arten und wertvollen Lebensräume bewahren und fördern. Hier findest du unsere besten Tipps wie du einen pflegeleichten Naturgarten anlegen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Naturgarten fördert gezielt die Biodiversität und schafft Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
  • Einheimische Pflanzen sind zentral, da sie optimal an Klima und Tierwelt angepasst sind.
  • Kleinbiotope wie Hecken, Totholz, Teiche oder Trockenmauern erhöhen die Artenvielfalt deutlich.
  • Auf Pestizide sollte verzichtet werden, um Nützlinge wie Bienen und Vögel zu schützen.
  • Naturbelassene Bereiche wie Laubhaufen oder wilde Ecken bieten wertvolle Rückzugsorte.
  • Eine Wildblumenwiese ist pflegeleicht und ein wichtiger Lebensraum für Insekten.
  • Der Naturgarten braucht Planung und Wissen, ist danach aber relativ pflegeleicht.

Biiodiversität in der Schweiz schützen

Die Vielfalt unzähliger Pflanzen- und Tierarten und deren Lebensräume ist in Gefahr. In der Schweiz sind ein Drittel aller Arten und die Hälfte aller Lebensräume vom Aussterben bedroht. Jeder Quadratmeter zählt – ein Naturgarten kann Grosses bewirken - um mehr Biodiversität zu schaffen. Mit einheimischen Pflanzen, naturbelassenen Bereichen, einer Wildblumenwiese, einer Totholzhecke für die Gartentiere können wertvolle neue Lebensräume entstehen. 

Einheimische Pflanzen für Biene und Co.

Wilde Karde, Blutweiderich oder schwarzer Holunder – mit einheimischen Stauden und Sträuchern können in einem Naturgarten wichtige Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge, Vögel und eine Vielzahl anderer Tierarten geschaffen werden. Einheimische Insekten und Tiere sind auf deren Blütezeit und Fruchtangebot eingestellt. Die Lebensgemeinschaften sind in einer Jahrtausende dauernden gemeinsamen Entwicklung von Tieren und Pflanzen entstanden. Im Frühling und Sommer bieten die Blüten und Beeren der Stauden und Sträucher eine reiche Nahrungsquelle. Zieht die kühle Jahreszeit ins Land so dienen die Samenstände der wilden Karde in der Wildblumenwiese sogar Distelfinken an. Im Geäst der einheimischen Sträucher finden die Tiere des Gartens Unterschlupf, eine Brutstätte und einen idealen Platz zum Überwintern. Im Garten entsteht so ein neuer Lebensbereich für mehr Biodiversität. 

Rotkehlchen sitzt auf einem Ast einer Hecke und findet im Naturgarten Nahrung und geschützten Unterschlupf.
Sträucher bieten zum Beispiel Igel, Zaunkönig oder Rotkehlchen Nahrung und Unterschlupf.

Biotope und Hecken im Naturgarten richtig anlegen

Die Vielfalt im Naturgarten erhöhen viele verschiedene Kleinbiotope wie zum Beispiel ein Ast- und Steinhaufen oder ein Wildbienenhaus. Eine frei wachsende Hecke aus verschiedenen einheimischen Sträuchern ist ebenfalls ein willkommener Lebensraum für unterschiedliche Tiere. Pfaffenhütchen, Sanddorn oder Hartriegel bieten zum Beispiel Igel, Zaunkönig oder Rotkehlchen Nahrung und Unterschlupf. Geradezu perfekt ist die Hecke, wenn man schattenliebende Pflanzen unterpflanzt. So zum Beispiel Buschwindröschen, Schneeglöckchen oder Bärlauch. Unterschlupfmöglichkeiten bieten zudem Nisthilfen für Vögel, Trockenmauern oder Totholz. Ein Paradies für Wildbienen, Marienkäfer, Spinnen, Heuschrecken und Tausendfüssler ist zudem eine Wildblumenwiese mit Spitzwegerich, Gundelrebe, Thymian oder kriechendem Günsel. Als Kleinbiotop dient auch ein Teich. Im Gartenweiher fühlen sich Libellen, Frösche, Molche und Kröten heimisch. Versiegelte Flächen werden in einem Naturgarten möglichst gering gehalten.  
 
Das Gestalten eines pflegeleichten Naturgartens setzt Wissen und Können voraus. Damit Wildblumen gedeihen, müssen natürliche Standorte geschaffen werden. Beim Anlegen von Plätzen und beim Errichten von Trockenmauern ist traditionelles Handwerk gefragt. Viel Wissen kommt beim Bau von Weihern und Schwimmteichen zum Einsatz. Ein Naturgarten sollte deshalb zusammen mit einer Fachperson gestaltet werden. Danach benötigt er wie jeder andere Garten regelmässige Pflege. 

DIY-Anleitung: Biotop mit Teichfolie anlegen

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DIY-Anleitung: Biotop mit Teichfolie anlegen

Mit unserer praktischen Schritt-für-Schritt-Anleitung (PDF) kannst du ein Biotop mit Teichfolie selbst anlegen.

DIY-Anleitung: Biotop mit Teichfolie anlegen

Mit unserer praktischen Schritt-für-Schritt-Anleitung (PDF) kannst du ein Biotop mit Teichfolie selbst anlegen.

Verzichte im Naturgarten auf Pestizide

Um einen wichtigen Beitrag für mehr Biodiversität zu leisten, sollte auf den Einsatz von Pestiziden im Naturgarten dringend verzichtet werden. Denn die Gifte töten nicht nur Schädlinge, sondern auch viele für die Bestäubung so wichtigen Tiere wie Bienen und Schmetterlinge. Verringert sich die Vielfalt der Insekten so schwindet auch eine wichtige Nahrungsquelle für die Vögel. Die robusten, einheimischen Pflanzen beugen einen Schädlingsbefall vor. Sie sind heimisch und an den natürlichen Standort gewohnt. So ziehen sie zahlreiche Nützlinge wie Marienkäfer oder Schwebfliegen an. Ihre Larven vertilgen die Blattläuse. So werden die Schädlinge von ihren natürlichen Gegenspielern optimal in Schach gehalten. 

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Biodiversität im Garten - Wildtiere als Bereicherung

Marder und Füchse sind im Garten nicht gern gesehene Gäste. Andere Wildtiere wie Igel, Fledermäuse oder Eidechsen können dagegen eine Bereicherung für jeden Naturgarten sein. Sie sind auch in unserer zugebauten Welt auf einen Unterschlupf angewiesen und können zum biologischen Gleichgewicht beitragen. Der Igel ist zum Beispiel ein unkomplizierter Gast. Sein Winterschlaf dauert fünf bis sechs Monate. Und in der restlichen Zeit ist er ein fleissiger Helfer, auf seinem Speisezettel stehen Schnecken und Würmer, aber auch Larven oder Spinnen. Für den Igel reicht es, in einer schattigen Ecke einen Asthaufen oder einen Laubhaufen anzulegen. Vielleicht hat man in einem naturnahen Garten auch das Vergnügen, Fledermäusen zuzusehen, wie sie in der Dämmerung über das Grundstück jagen. Sie sind eine echte Attraktion und nehmen gleichzeitig bei der Kontrolle nachtaktiver Insekten wie Mücken oder Motten eine wichtige Rolle ein. Für Fledermäuse ist es wichtig, dass nicht jeder Hohl- und Dachraum zugemauert wird. Eichhörnchen dagegen sind im Wald und in Parks zu Hause und sollten nicht in den Garten gelockt werden. 

Igel zwischen Laub im Naturgarten auf der Suche nach Nahrung in einem naturnahen Lebensraum.
Der Igel ist zum Beispiel ein unkomplizierter Gast.

Naturbelassene Orte im Garten schaffen

Nicht jeder Gartenbereich muss perfekt aufgeräumt sein. Nur wenige Quadratmeter reichen aus, um einen kleinen Ort zur Förderung der Biodiversität zu schaffen. Hier kann sich die Natur frei entfalten und ein neuer Lebensraum entsteht. Lass beispielsweise einen Teil der Brenneseln stehen. Denn sie sind eine der wichtigsten Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen. Ein paar liegengelassenen Äste mit etwas Laub können zum neuen Zuhause einer Igelfamilie werden. Lass im Herbst das Laub in den Beeten einfach etwas liegen. Es bietet nicht nur einen wunderbaren Unterschlupf für Frösche. Die Blätter zersetzen sich, reichern den Boden mit wertvollem Humus an und verbessern die Bodenstruktur. Den sonnenhungrigen Tieren wie Eidechsen, Blindschleichen und Spinnen bieten aufgeschichtete Steine oder eine Trockensteinmauer einen warmen Ort zum Verweilen und einen idealen Unterschlupf. Die verblühten Blütenstände dürfen ebenso stehengelassen werden. Ein Rückschnitt reicht im Frühling hier völlig aus. Somit bewahrst und förderst du nicht nur die Biodiversität. Im Winter sind die mit Raureif überzogenen Blütenstände im Garten eine besonders schöne Augenweide. 

Eine Trockenmauer selbst bauen

In einem Naturgarten sind die Einsatzmöglichkeiten von Trockenmauern vielseitig. Meist werden sie verwendet, um einen Hang zu terrassieren, verschiedene Ebenen zu schaffen, Grenzen zu ziehen oder einfach eine Ziermauer zu erstellen. Dabei bedeutet «Trocken», dass die Fugen zwischen den Steinen nicht mit Mörtel verfüllt werden, sondern beispielsweise Raum für Bepflanzungen bieten. Somit bieten Trockenmauern Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere. Sehr beliebt für den Aufbau einer Trockenmauer sind Steine wie Granit, Kalkstein oder Gneis. Zu empfehlen sind so oder Sand- und Natursteine aus der Region. Während fertig zugeschnittene, gebrochene oder gemeisselte Steine einfacher zu verarbeiten sind, gestaltet sich die Arbeit mit ungeformten Steinen etwas anspruchsvoller. Abhängig von der Ausführungsart stellt das Errichten einer Trockenmauer entsprechende Anforderungen an die Heimwerkerinnen und –werker. Eine Portion handwerkliches Geschick ist aber in jedem Fall notwendig. 

Naturgarten mit Trockenmauer, heimischen Pflanzen und blühenden Stauden als Lebensraum für Tiere und Insekten.
In einem Naturgarten sind die Einsatzmöglichkeiten von Trockenmauern vielseitig.
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Die Wildblumenwiese im Naturgarten

Im Naturgarten ist eine üppig blühende Wildblumenwiese eine besonders schöne Augenweide. Sie bietet Insekten wie Schmetterlingen, Wildbienen und Hummeln und unzähligen Kleintieren eine reiche Nahrungsquelle. Ein Insektenparadies, das dabei äusserst pflegeleicht ist, lässt sich mit unseren Tipps und etwas Geduld auch in ihrem Garten verwirklichen. Der optimale Zeitpunkt, für die Aussaat ist von März bis Mai. An einem vollsonnigen Standort mit einem nährstoffarmen und eher trockenen Boden gedeiht die Wildblumenwiese besonders prächtig.

Eine Wildblumenwiese im Naturgarten anlegen - unsere Schritt-für-Schritt Anleitung: 

  • Die vorhandene Grasnarbe wird mit einem scharfen Spaten abgeschält und entfernt.
  • Grabe den Boden um und lockere ihn mit einer Hacke. Die Erdkrummen werden so fein wie möglich zerkleinert.
  • Die Fläche wird mit einem breiten Rechen eingeebnet und mit einer Walze verdichtet.
  • Das Saatgut wird in eine Säwanne oder einen Eimer gefüllt. Rechne mit fünf bis zehn Gramm Saatgut pro Quadratmeter. Nun werden die feinen Samen mit Vermiculit gestreckt. Dies hat folgende Vorteile: Das natürliche Material speichert Wasser und kann dies später an die Samen abgeben. So schützt du das Saatgut vor dem Austrocknen. Zudem lassen sich die feinen Wildblumensamen so merklich besser aussäen. Das Saatgut lässt sich auch mit Sand strecken. Hier entfällt jedoch der wasserspeichernde Effekt.
  • Streue das Saatgut nun breitwürfig und gleichmässig über die Fläche aus. Dank des hellen Vermiculits lässt sich wunderbar erkennen, wo noch Lücken sind. Mit der restlichen Wildblumensaat lassen sich diese gut schliessen.
  • Nun wird die Fläche für einen guten Bodenschluss nochmals angewalzt, damit die Samenkörner komplett mit Erde umschlossen sind. Die Wurzeln würden ansonsten bei der Keimung in der Luft hängen, keinen Halt finden und vertrocknen.
  • Die Wildblumensaat und wird gewässert und achte darauf, dass diese nicht austrocknet. Die jungen Pflanzen reagieren auf Trockenheit sehr empfindlich. Nach fünf bis sechs Wochen hat sich die Wildblumenwiese bereits gut entwickelt.

Wildblumensaatgut mit heimischen Arten

Rapunzel Glockenblume, wilde Möhre und die Wiesenmargerite – bei der Wahl des Saatgutes wählt man am besten Mischungen heimischer Wildblumen. Sie gedeihen im vorherrschenden Klima am besten. Im Gartenjahr bietet der bunte Mix unzähligen Insekten und Bestäubern eine willkommene Nahrungsquelle. Unser Tipp: Sammle im Spätsommer Samen von Samenkapseln am Wegesrand und streue diese in deiner Wildblumenwiese. Auf diese Weise etabliert sich auf der Wildblumenwiese eine robuste Vielfalt heimischer Arten. Hast du gewusst, dass sich in einer Wildblumenwiese oft mehr als 100 verschiedene Blumen und Kräuter finden?

Der richtige Gartenboden für die Wildblumenwiese

Ein vollsonniger Standort und ein nährstoffarmer und eher trockener Gartenboden ist die ideale Wahl für eine Wildblumenwiese. Je fetter und nährstoffreicher ein Boden ist umso weniger Wildblumen werden darauf wachsen. Denn bei einer zu hohen Stickstoffversorgung verdrängen bestimmte Gräser Arten die eher langsam wachsenden Blumen und Kräuter. Aus einem gepflegten englischen Rasen kann jedoch durch ein Abmagern des Bodens eine bunte Wildblumenwiese entstehen. Im ersten Schritt gilt es die Düngergaben einzustellen. Bei einem sehr nährstoffreichen Boden empfehlen wird die oberste humose Schicht abzutragen oder Sand unterzumischen.

So pflegst du die Wildblumenwiese 

Die Wildblumenwiese wird etwa zehn Wochen nach der Aussaat das erste Mal gemäht. Mit der ersten Mahnd entfernst du die Unkräuter und förderst zudem den Austrieb. So entsteht ein dichter Wildblumenteppich. Bei einer Aussaat im Frühling wird die Wiese im ersten Jahr zwei bis drei Mal gemäht. Im darauffolgenden Jahr wird nur noch einmal jährlich gemäht – der ideale Zeitpunkt ist der September. 

 Blühende Wildblumenwiese mit heimischen Blumen als wertvoller Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten.
Mit unseren Tipps lässt sich eine Wildblumenwiese ganz einfach anlegen.

Die Totholzhecke im Naturgarten

Ein alter Baumstamm oder Grünschnitt wie Äste und Zweige - Totholz bietet im Garten einen wunderbaren Lebensraum und wichtige Nahrungsquelle für viele Tiere. Es sind die Gartentiere, die als Nützlinge für einen schädlingsfreien Garten sorgen. Amsel, Zaunkönig, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle – viele Vogelarten finden in einer Hecke aus Totholz eine wertvolle Nistmöglichkeit. Im Naturgarten bieten die aufgeschichteten Äste und Zweige kleinen Säugern wie Igeln und Siebenschläfern sowie Reptilien wie der Zauneidechse, Amphibien wie der Erdkröte oder Insekten wie Wildbienen einen sicheren Unterschlumpf. Ameisen legen im Holz ihre Gänge an und werden für Igel, Amsel und Co. zum willkommenen Leckerbissen. 
 
Es wird «aufgeräumt» in den Gärten und abgestorbenes Holz umgehend entfernt. Wertvolle naturnahe Ecken verschwinden. So sind viele Lebewesen, die auf Totholz als Lebensraum angewiesen sind, vom Aussterben bedroht. Unzählige Käferarten leben in dem Holz, das von Pilzen und Bakterien bereits in seine Bestandteile zersetzt wurde. Mit der Zeit verrottet das Holz und durch den Windanflug sammeln sich Pflanzensamen an, die keimen und das lockere Gehölz durchdringen. So entsteht aus einem lockeren Wall eine lebende Hecke. Das Totholz bringt somit selbst wieder Leben hervor. 
 
Ganz einfach lässt sich das Totholz entweder als Haufen oder als Hecke stapeln. Letzteres wird nicht nur zum neuen Zuhause für unzählige Nützlinge, sondern ist zugleich ein grüner Sichtschutz. Die Totholzhecke wird auch Bentjeshecke genannt. Eine Idee des bekannten Naturfotografen, Schriftstellers und Landschaftsgärtners Hermann Benjes.

Eine Totholzhecke im Garten bauen - unsere Schritt-für-Schritt Anleitung

  • Standort, Höhe und Länge der Totholzhecke bestimmen: Im Garten eignet sich nahezu jeder Standort für den Bau einer Totholzhecke. Ein schattiger Ort birgt das Risiko, dass sich nur wenige Pflanzen ansiedeln. Vermeide einen zu feuchten und staunassen Gartenboden. Der natürliche Zersetzungsprozess kann hier durch Schimmel und Fäulnis beeinträchtigt werden. Für eine Totholzhecke ist eine Höhe zwischen einem Meter bis Brusthöhe sinnvoll. So lassen sich Äste gut stapeln. Die Länge kann je nach Grundstücksgrösse und wieviel Äste zu Verfügung stehen variieren.
  • Material für eine Totholzhecke: Plane für den Bau einer 3 m langen und etwa 1.40 m hohen Hecke 8 Holzpfähle ein. Die Pfähle sollten 2 m lang sein und einen Durchmesser von 6 bis 8 cm haben. Imprägnierte Holzpfähle sind besonders lange haltbar – die Totholzhecke kann im Garten gut 15 bis 20 Jahre stehen.
  • Holzpfähle positionieren: Die Stützhölzer sollten mindestens 60 cm tief in den Boden eingegraben werden. Mit einem Lochspaten lassen sich die Löcher gut ausheben. Der Abstand zwischen den einzelnen Pfählen sollte in etwa einen Meter betragen. Zwischen den Pfahlreihen beträgt der Abstand 50 bis 60 cm. Damit das Schnittgrün die Pfähle später oben nicht auseinanderdrückt empfehlen wir die oberen Enden zur Sicherheit mit einem Spanndraht zu verbinden.
  • Grünschnitt in die Hecke schichten: Längere Äste und Zweige werden an den Seiten der Hecke aufgeschichtet. Kleineres Material findet innen seinen Platz. Schichte das Material stets locker übereinander. So wird die Totholzhecke im naturnahen Garten zum idealen Winterquartier für viele Nützlinge. Das Totholz vermodert mit der Zeit. Fülle die Hecke regelmässig mit neuem Grünschnitt auf. 

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