Die Wildblumenwiese im Naturgarten
Im Naturgarten ist eine üppig blühende Wildblumenwiese eine besonders schöne Augenweide. Sie bietet Insekten wie Schmetterlingen, Wildbienen und Hummeln und unzähligen Kleintieren eine reiche Nahrungsquelle. Ein Insektenparadies, das dabei äusserst pflegeleicht ist, lässt sich mit unseren Tipps und etwas Geduld auch in ihrem Garten verwirklichen. Der optimale Zeitpunkt, für die Aussaat ist von März bis Mai. An einem vollsonnigen Standort mit einem nährstoffarmen und eher trockenen Boden gedeiht die Wildblumenwiese besonders prächtig.
Eine Wildblumenwiese im Naturgarten anlegen - unsere Schritt-für-Schritt Anleitung:
- Die vorhandene Grasnarbe wird mit einem scharfen Spaten abgeschält und entfernt.
- Grabe den Boden um und lockere ihn mit einer Hacke. Die Erdkrummen werden so fein wie möglich zerkleinert.
- Die Fläche wird mit einem breiten Rechen eingeebnet und mit einer Walze verdichtet.
- Das Saatgut wird in eine Säwanne oder einen Eimer gefüllt. Rechne mit fünf bis zehn Gramm Saatgut pro Quadratmeter. Nun werden die feinen Samen mit Vermiculit gestreckt. Dies hat folgende Vorteile: Das natürliche Material speichert Wasser und kann dies später an die Samen abgeben. So schützt du das Saatgut vor dem Austrocknen. Zudem lassen sich die feinen Wildblumensamen so merklich besser aussäen. Das Saatgut lässt sich auch mit Sand strecken. Hier entfällt jedoch der wasserspeichernde Effekt.
- Streue das Saatgut nun breitwürfig und gleichmässig über die Fläche aus. Dank des hellen Vermiculits lässt sich wunderbar erkennen, wo noch Lücken sind. Mit der restlichen Wildblumensaat lassen sich diese gut schliessen.
- Nun wird die Fläche für einen guten Bodenschluss nochmals angewalzt, damit die Samenkörner komplett mit Erde umschlossen sind. Die Wurzeln würden ansonsten bei der Keimung in der Luft hängen, keinen Halt finden und vertrocknen.
- Die Wildblumensaat und wird gewässert und achte darauf, dass diese nicht austrocknet. Die jungen Pflanzen reagieren auf Trockenheit sehr empfindlich. Nach fünf bis sechs Wochen hat sich die Wildblumenwiese bereits gut entwickelt.
Wildblumensaatgut mit heimischen Arten
Rapunzel Glockenblume, wilde Möhre und die Wiesenmargerite – bei der Wahl des Saatgutes wählt man am besten Mischungen heimischer Wildblumen. Sie gedeihen im vorherrschenden Klima am besten. Im Gartenjahr bietet der bunte Mix unzähligen Insekten und Bestäubern eine willkommene Nahrungsquelle. Unser Tipp: Sammle im Spätsommer Samen von Samenkapseln am Wegesrand und streue diese in deiner Wildblumenwiese. Auf diese Weise etabliert sich auf der Wildblumenwiese eine robuste Vielfalt heimischer Arten. Hast du gewusst, dass sich in einer Wildblumenwiese oft mehr als 100 verschiedene Blumen und Kräuter finden?
Der richtige Gartenboden für die Wildblumenwiese
Ein vollsonniger Standort und ein nährstoffarmer und eher trockener Gartenboden ist die ideale Wahl für eine Wildblumenwiese. Je fetter und nährstoffreicher ein Boden ist umso weniger Wildblumen werden darauf wachsen. Denn bei einer zu hohen Stickstoffversorgung verdrängen bestimmte Gräser Arten die eher langsam wachsenden Blumen und Kräuter. Aus einem gepflegten englischen Rasen kann jedoch durch ein Abmagern des Bodens eine bunte Wildblumenwiese entstehen. Im ersten Schritt gilt es die Düngergaben einzustellen. Bei einem sehr nährstoffreichen Boden empfehlen wird die oberste humose Schicht abzutragen oder Sand unterzumischen.
So pflegst du die Wildblumenwiese
Die Wildblumenwiese wird etwa zehn Wochen nach der Aussaat das erste Mal gemäht. Mit der ersten Mahnd entfernst du die Unkräuter und förderst zudem den Austrieb. So entsteht ein dichter Wildblumenteppich. Bei einer Aussaat im Frühling wird die Wiese im ersten Jahr zwei bis drei Mal gemäht. Im darauffolgenden Jahr wird nur noch einmal jährlich gemäht – der ideale Zeitpunkt ist der September.