Die Auswirkungen von Pestiziden
Pestizide bergen eine grosse Gefahr und sind für den Menschen und die Tiere sehr gesundheitsgefährdend. Die Liste der möglichen Gefährdungen ist lang: von akuten und chronischen Hauterkrankungen über Vergiftungserscheinungen bei direktem Kontakt, Krebs, Fruchtbarkeits- und Erbgutschäden bis hin zu Missbildungen bei Neugeborenen. Darüber hinaus sind Pflanzenschutzmittel wie Herbizide, Insektizide und Fungizide eine existenzielle Bedrohung für unser Ökosystem und die Biodiversität. Die synthetisch hergestellten Wirkstoffe, die gegen Unkräuter (Herbizide), Schädlinge (Insektizide) und Pilzkrankheiten (Fungizide) im Garten und in der Landwirtschaft eingesetzt werden hinterlassen ihre Spuren im gesamten Ökosystem. Dies mit verheerenden Auswirkungen.
In der Schweiz sind die Bestände der Brutvogelarten in den vergangenen 30 Jahren um rund 40 Prozent geschrumpft. Der übermässige Pestizideinsatz führt zudem zu einem Rückgang der Pflanzenvielfalt. So leiden auch Insekten unter der chronischen Pestizidbelastung. Die Bestände von Nützlingen wie Bienen, Schmetterlingen und Zikaden sind europaweit rückläufig. Wichtige Bodenorganismen wie Regenwürmer oder die Pilz- und Bakterienflora im Boden wird durch den Einsatz von Pestiziden stark belastet. Pflanzenschutzmittel oder ihre Transformationsprodukte verbleiben bis zu mehreren Jahrzehnten im Boden.
Obst oder Gemüse – Pestizide hinterlassen auch im Trinkwasser und auf unseren Lebensmitteln ihre gefährlichen Spuren.
Unser Tipp: Vor dem Verzehr gilt es das Obst und Gemüse gut zu reinigen. Lege das Obst oder Gemüse in ein Wasserbad, in das du zuvor einen Teelöffel Salz, Essig oder Zitronensaft gegeben hast. Lass das Ganze einige Minuten wirken und spüle die Lebensmittel danach mit sauberem Wasser ab. So lassen sich die chemischen Rückstände gut entfernen.