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Homöopathie für Pflanzen: Natürliche Pflanzenpflege

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Wassertropfen auf einer Nadel mit Spiegelung von Gänseblümchen als Symbol für natürliche Pflanzenpflege.

Viele Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner setzen auf homöopathische Mittel, um Schädlinge fernzuhalten und Pflanzen zu stärken. Wir zeigen, welche Anwendungen die Autorin Christiane Maute in ihrem Ratgeber empfiehlt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Homöopathie für Pflanzen wird von einigen Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern als natürliche Alternative zur Schädlingsbekämpfung und Pflanzenpflege eingesetzt. Ziel ist es, Pflanzen zu stärken und Schädlinge zu reduzieren, ohne die Umwelt mit chemischen Mitteln zu belasten.
  • Eine Frühlingskur mit Silicea soll Pflanzen widerstandsfähiger machen und Schädlingsbefall vorbeugen. Für Jungpflanzen und frostgeschädigte Gewächse werden zudem Mittel wie Calendula, Aconitum und Belladonna empfohlen.
  • Gegen Schnecken wird Helix tosta empfohlen. Behandelte Pflanzen sollen für Schnecken weniger attraktiv sein, besonders wenn die Anwendung bereits bei Jungpflanzen oder Stecklingen erfolgt.
  • Auch für Rosen werden verschiedene homöopathische Mittel empfohlen. Je nach Problem, etwa bei Blattläusen, Sternrusstau, Rosenrost oder Echtem Mehltau, kommen unterschiedliche Präparate zum Einsatz.
  • Die richtige Dosierung und Anwendung sind gemäss den Empfehlungen entscheidend. Die Mittel werden meist über das Giesswasser oder als Sprühlösung ausgebracht und in festgelegten Abständen wiederholt.

Natürlich gegen Schädlinge vorgehen

Ein Schädlings-Stopp für Zimmerpflanzen, der auch gegen Schildläuse auf dem Balkon hilft, ein Insektizid für Rosen und ein Anti-Pilz-Mittel für alles: Wenn es ums Grüne geht, bedienen sich Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner oftmals eines beeindruckenden Waffenarsenals, um einen unbarmherzigen Krieg gegen Schädlinge jeder Art zu führen – dabei ist der Garten genau der Ort, an dem die Liebe zur Natur eigentlich grossgeschrieben wird.

Für all jene, die sich an dieser Ironie stören, hat die Autorin Christiane Maute eine Alternative: Sie beschreibt in ihrem Buch «Homöopathie für Pflanzen» auf anschauliche und leicht nachvollziehbare Weise, welche homöopathischen Mittel sich nach dem Prinzip «Ähnliches mit Ähnlichem heilen» für welche Krankheiten und Schädlinge eignen. Die Autorin erklärt in ihrem Ratgeber auch, wie man die passende Arznei findet und sie richtig anwendet. Zudem verrät sie, wie man nach der Überwinterung die Pflanzen fit für den Frühling macht.

So stärkst du Pflanzen im Frühling

Nichts beugt Schädlingsbefall so gut vor und baut Pflanzen im Innen- und Aussenbereich so gut auf wie eine Frühlingskur mit Kieselerde, das heisst Silicea, und zwar in der Potenz C 200. «Ab März kann man zwei- bis dreimal in einem Abstand von drei bis vier Wochen eine Dosis mit dem Giesswasser geben», sagt Christiane Maute. Spätestens ab Juli/August sollte die Kur beendet werden, so die Autorin: «Ab diesem Zeitpunkt treibt sie die Pflanzen zu stark an, sodass sie nicht in die Ruhephase kommen.»

Für Setzlinge und Jungpflanzen verweist Maute auf Calendula C 30: «Dieses Mittel fördert die Wurzelbildung und das Anwachsen und wirkt antibakteriell. Zudem heilt es Rissverletzungen an Bäumen und Pflanzen, die durch Frost verursacht worden sind.» Die Dosierung ist in beiden Fällen dieselbe: Für Pflanzen im Freiland beträgt sie sechs Globuli auf 30 Liter Wasser, mit dem die Pflanze und ihr Wurzelbereich begossen werden. Für Zimmerpflanzen sind drei bis vier Globuli auf 1 Liter Wasser nötig, mit dem der Wurzelbereich begossen wird.

Bei frostgeschädigten Pflanzen bewährt sich die «ABC-Methode» von Christiane Maute: Aconitum C 200, Belladonna C 200 und Calendula C 30. In dieser Reihenfolge jeweils sechs bis acht Globuli auf 30 Liter Wasser geben und im Abstand von einer Woche das entsprechende Mittel an die Pflanze bringen. Empfehlenswert ist es, eine Woche nach Calendula C 30 zum Stärken Silicea C 200 auszubringen.

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So hältst du Schnecken fern

Dass Homöopathie auch gegen Schnecken hilft, dürfte vielen Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern gefallen. Das Mittel der Wahl heisst Helix tosta. Es wird aus nichts Geringerem als dem Schneckenhaus der Weinbergschnecke hergestellt und ist als Tropfen oder Globuli erhältlich. Laut Maute meiden Schnecken Pflanzen, die mit einer Lösung aus Helix tosta besprüht oder begossen wurden. Sie rät, bereits Jungpflanzen oder Stecklinge mit Helix tosta zu behandeln.

Bewährt hat sich die Gabe von Helix tosta C 30: Sechs bis acht Globuli in 30 Liter Sprüh- oder Giesswasser geben und die Pflanze sowie den Wurzelbereich alle drei Wochen giessen. Bei häufigem Regen ist unter Umständen wöchentliches Giessen notwendig.

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So bleiben deine Rosen länger schön

Rosen lassen nicht nur die Herzen höherschlagen, sondern sind auch anfällig für Schädlinge. Bei Blattlausbefall empfiehlt sich eine einmalige Behandlung mit Cimicifuga C 30, wobei die befallenen Knospen und Blätter sowie die Erde mit der Lösung begossen werden. Das Prozedere sollte nur wiederholt werden, falls die Läuse zurückkehren.

Hat sich Sternrusstau gebildet, bieten sich zwei Behandlungsmöglichkeiten an: Ist Frost oder Kälte die Ursache, empfiehlt sich Belladonna C 200. Ist hingegen kaltes, feuchtes Wetter der Auslöser, hilft Rhus toxicodendron C 30. Beide Mittel werden auch zur Behandlung von Rosenrost empfohlen.

Bei Echtem Mehltau, der sich als weisser Belag auf den Blättern äussert, wird Silicea C 200 empfohlen. Das Mittel wird einmal täglich während zwei bis drei Tagen auf die Blätter und in den Wurzelbereich gegossen. Für die Zubereitung des Giesswassers pro Rose jeweils sechs bis acht Globuli zerdrücken und in 150 Milliliter Wasser geben, verrühren, ein Drittel davon in 10 Liter Wasser geben, erneut verrühren und damit die Pflanze übergiessen. Diese Dosierung reicht für insgesamt 30 Liter Wasser.

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