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Rosen pflegen: Schneiden, giessen und Krankheiten vermeiden

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Frau pflegt blühende Rosen im Garten und schneidet Rosen für gesundes Wachstum

Rosen gelten als Königinnen des Gartens. Mit ihren prächtigen Blüten und ihrem Duft bereichern sie Beete, Rabatten und Kübel. Damit sie von Frühling bis in den Herbst gesund wachsen und reich blühen, benötigen sie regelmässige Pflege. Dazu gehören der richtige Schnitt, eine angepasste Bewässerung sowie ein wirksamer Schutz vor Krankheiten und Schädlingen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rosenschnitt ist die wichtigste Pflegemassnahme. Der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr, im Herbst werden Rosen nur leicht eingekürzt, damit sie gesund wachsen und reich blühen.
  • Verblühte Blüten solltest du regelmässig entfernen, damit Rosen bis in den Herbst neue Knospen bilden. Auch Wildtriebe werden konsequent entfernt, damit sie die Edelrose nicht schwächen.
  • Bewässerung ist meist nur bei frisch gepflanzten Rosen oder längeren Trockenperioden nötig. Giesse dabei direkt den Boden und lieber seltener, dafür gründlich.
  • Überwinterung und Vermehrung gelingen mit den richtigen Massnahmen. Frostschutz schützt empfindliche Veredelungsstellen und Stecklinge lassen sich zwischen Juni und Anfang August einfach bewurzeln.
  • Krankheiten und Schädlinge lassen sich durch einen sonnigen Standort, gute Luftzirkulation und ausgewogene Düngung oft vermeiden. Bei Befall helfen frühzeitige Pflegemassnahmen und bei Bedarf biologische Pflanzenschutzmittel.

Rosen richtig schneiden

Der wichtigste Rückschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Im Herbst werden Rosen lediglich leicht eingekürzt, damit lange Triebe durch Wind und Schnee nicht beschädigt werden. Als Faustregel gilt: Beetrosen im Herbst höchstens auf etwa 40 Zentimeter zurückschneiden.

Beim Frühjahrsschnitt werden die Triebe direkt über einem nach aussen gerichteten Auge abgeschnitten. So entwickelt sich eine lockere Pflanzenform mit guter Luftzirkulation. Pro Trieb bleiben drei bis vier Augen stehen. Insgesamt genügen fünf bis sieben kräftige Triebe pro Rosenstock. Schwache, abgestorbene oder kranke Triebe sowie altes Holz werden vollständig entfernt.

Ebenso wichtig ist das Entfernen von Wildtrieben. Sie wachsen aus der Unterlage, auf die die Edelrose veredelt wurde, und sind an ihren kleineren, helleren und oft stärker gezähnten Blättern zu erkennen. Bleiben sie stehen, schwächen sie die veredelte Rose.

Verblühte Rosen regelmässig ausputzen

Damit Rosen bis in den Herbst neue Blüten bilden, sollten verwelkte Blüten laufend entfernt werden. Dabei wird nicht nur die Blüte, sondern der ganze Blütenstiel bis zum nächsten kräftigen Trieb oder einem nach aussen gerichteten Auge zurückgeschnitten. Das regt die Bildung neuer Blüten an.

Gegen Ende des Sommers genügt es, die verblühte Blüte bis zum ersten Auge unterhalb der Blume zurückzuschneiden. Wer besonders grosse Einzelblüten wünscht, entfernt zusätzlich die seitlichen Knospen unterhalb der Hauptknospe.

Rosenauge am Trieb einer Rose als Ansatzpunkt für den richtigen Rosenschnitt
Rosen werden «auf Augen» geschnitten. Ein Auge ist eine junge, im Entstehen begriffene Triebknospe.

Rosen richtig giessen

In unseren Breitengraden müssen Rosen nur selten zusätzlich gegossen werden. Ausnahmen sind frisch gepflanzte Rosen oder längere Trockenperioden.

Wird gegossen, sollte das Wasser möglichst direkt an den Boden gelangen. Nasse Blätter und Blüten fördern Pilzkrankheiten. Besser ist eine gründliche Wassergabe in grösseren Abständen als häufiges oberflächliches Giessen.

Rosenkalender

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Rosenkalender

Schöne und gesunde Rosen benötigen regelmässige Pflege. Unser Kalender (PDF) zeigt auf, wann welche Pflegemassnahmen ausgeführt werden sollten.

Rosenkalender

Schöne und gesunde Rosen benötigen regelmässige Pflege. Unser Kalender (PDF) zeigt auf, wann welche Pflegemassnahmen ausgeführt werden sollten.

Rosen überwintern

Im Herbst werden abgestorbene, kranke und beschädigte Triebe entfernt. Ein starker Rückschnitt sollte jedoch erst im Frühjahr erfolgen, da stark eingekürzte Triebe leichter zurückfrieren.

In rauen Lagen schützt ein Erdhügel oder etwas Kompost rund um die Veredelungsstelle vor Frost. Zusätzlich bewährt sich eine Abdeckung mit Tannenreisig, die vor Wintersonne und austrocknenden Winden schützt.

Bei Hochstammrosen liegt die Veredelungsstelle unter der Krone. Diese wird mit Holzwolle oder Reisig geschützt und bei Bedarf mit einem Jutesack umhüllt. Auf Kunststofffolien sollte verzichtet werden, da sich darunter Feuchtigkeit und starke Temperaturschwankungen bilden.

Rosen vermehren

Rosen lassen sich einfach durch Stecklinge vermehren. Die beste Zeit dafür ist zwischen Juni und Anfang August.

Verwendet werden gesunde, blütentragende Triebe. Nach dem Entfernen der Triebspitze wird ein etwa 15 Zentimeter langer Steckling geschnitten. Bis auf die beiden obersten Blätter werden alle Blätter entfernt, ohne die Knospen zu verletzen.

Die Stecklinge kommen in lockere, humusreiche und leicht sandige Erde – entweder direkt ins Beet oder in Töpfe mit Wasserabzug. Nach dem Angiessen werden sie mit einem Vlies oder einer transparenten Folie abgedeckt. Ein heller Standort ohne direkte Sonne fördert die Bewurzelung. Zeigen sich nach rund acht Wochen neue Triebe, kann die Abdeckung entfernt werden. Ausgepflanzt werden die jungen Rosen im Frühjahr des folgenden Jahres.

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Krankheiten und Schädlinge bei Rosen

Ein sonniger, luftiger Standort sowie eine ausgewogene Düngung mit Kompost oder anderen organischen Düngern stärken Rosen und machen sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Treten dennoch Probleme auf, helfen oft bereits einfache Pflegemassnahmen. Bei starkem Befall stehen im Fachhandel auch biologische Pflanzenschutzmittel zur Verfügung.

Die häufigsten Rosenkrankheiten

  • Echter Mehltau: Ein weisser, mehlartiger Belag auf Blättern und Trieben ist typisch für den echten Mehltau. Begünstigt wird der Befall durch wenig Luftzirkulation und übermässige Stickstoffdüngung. Massnahmen: Luftigen Standort wählen, stickstoffbetontes Düngen vermeiden und befallene Triebe entfernen.
  • Falscher Mehltau: Auf der Blattunterseite bildet sich ein weissgrauer Belag, während auf der Oberseite gelbliche bis braune Flecken entstehen. Massnahmen: Befallene Blätter und Triebe entfernen sowie herabgefallenes Laub konsequent entsorgen.
  • Rosenrost: Braune Sporenlager auf der Blattunterseite und gelblich-rötliche Flecken auf der Oberseite weisen auf Rosenrost hin. Massnahmen: Befallene Triebe ausschneiden und Falllaub vollständig entfernen.
  • Sternrusstau: Schwarze, strahlenförmig verlaufende Flecken auf den Blättern führen zum Vergilben und vorzeitigen Blattfall. Massnahmen: Für rasches Abtrocknen der Pflanzen sorgen, befallenes Laub laufend entfernen und nicht übermässig mit Stickstoff düngen.

Die häufigsten Schädlinge

  • BlattläuseBlattläuse saugen an jungen Trieben und Blättern. Die Blätter kräuseln sich und bleiben im Wachstum zurück. Massnahmen: Mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen, Schmierseifenlösung einsetzen oder Nützlinge wie Marienkäfer, Schlupfwespen und Ohrwürmer fördern.
  • Spinnmilben: Helle Sprenkel auf den Blättern sowie feine Gespinste auf der Blattunterseite deuten auf Spinnmilben hin. Massnahmen: Raubmilben fördern oder die Pflanzen von unten kräftig mit Wasser abspritzen.
  • Dickmaulrüssler: Die Käfer verursachen charakteristische buchtenförmige Frassspuren an den Blättern. Die Larven schädigen zusätzlich die Wurzeln. Massnahmen: Käfer nachts absammeln und gegen die Larven Nematoden einsetzen.
  • Rosenzikaden: Fein gesprenkelte Blätter und kleine Insekten auf der Blattunterseite sind typische Anzeichen. Massnahmen: Nützlinge fördern und bei Bedarf Gelbtafeln einsetzen.
  • Rosenblattwespen, Rosengallwespen und Miniermotten: Diese Schädlinge verursachen Lochfrass, Gallen an den Trieben oder typische Miniergänge in den Blättern. Massnahmen: Befallene Pflanzenteile möglichst früh entfernen und entsorgen.

Biologische Pflanzenschutzmittel richtig anwenden

Biologische Pflanzenschutzmittel auf pflanzlicher Basis haben sich in vielen Fällen bewährt. Sie werden vorzugsweise am Abend oder bei bedecktem Himmel angewendet. Wichtig ist, die Dosierungsangaben auf der Verpackung genau einzuhalten.

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