Die Wurmkompostierung - eine Anleitung für einen Wurmkomposter und wertvolle Tipps
Würmer verwerten viel Grüngut. Dabei entsteht ein erdiger Naturdünger. Im Gegensatz zum Komposthaufen lassen sich Wurmkomposter auch auf der Terrasse oder dem Balkon einsetzen. Dank der Würmer entsteht aus Rüstabfällen, Blättern, Pflanzenresten und weiteren Gartenabfällen natürliche Erde mit Düngereffekt. Wurmkomposter können fertig gekauft oder einfach selbst gebaut werden.
1. Eine Wurmkiste selbst bauen
- Eine Holzkiste ist die Grundlage für einen Wurmkompost. Diese wird mit einem Gartenvlies ausgelegt.
- Die Grösse der Holzkiste wird dem persönlichen Bedarf angepasst.
- Staunässe und die Luftzufuhr werden verhindert, indem man zuerst eine dünne Schicht grobes Material wie zum Beispiel Baumschnitt in die Kiste füllt.
- Die zweite Schicht besteht aus halbverrottetem Kompost vermischt mit Laub.
- Fülle eine rund 20cm dicke Schicht an Grünabfällen als Futter in die Kiste ein. Auf diese Schicht kommen die Würmer. Nun wird die Holzkiste mit einem lichtundurchlässigen Vlies abgedeckt.
- Die Würmer haben nach etwa zwei Wochen das Futter verwertet. Gib eine neue Schicht von Grünabfällen in die Kiste.
Sobald die Kiste voll ist, kann geerntet werden. Die Würmer befinden sich in der obersten Schicht. Diese wird vorsichtig abgetragen und nach der Ernte wieder neu eingebaut.
Somit lassen sich aus einer Tonne Grünmaterial bis zu 150 Kilogramm natürlicher Humus gewinnen. Der Kompost kann nun als Dünger und Bodenverbesserer eingesetzt werden.
2. Der Wurmkomposter als Set aus dem Fachhandel
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Komplette Wurmkomposter Sets inklusive einer Startportion Würmer sind im Fachhandel erhältlich. Sie verfügen über mehrere Etagen und können auf dem Balkon oder der Terrasse installiert werden.
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Die Wurmkomposter funktionieren im Etagenprinzip. Die unterste Etage wird zuerst befüllt.
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Sobald die unterster Etage voll und bereits gut verrottet ist, wird die Etage darüber mit frischen Abfällen bestückt. Die Würmer fressen sich von unten durch das Material nach oben und zersetzen dieses.
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Die Wurmkomposterde wird zum Schluss in der untersten Etage geerntet.
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Nach der Ernte wird diese Schale oben neu aufgesetzt, mit Rüstabfällen gefüllt und der Prozess beginnt von vorne.
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Zudem gibt es Wurmkomposter, die mit einem Auffangbehälter für Flüssigkeit ausgerüstet sind. Diese Flüssigkeit kann meist über einen Hahn abgelassen und als Flüssigdünger verwenden werden. Der flüssige Dünger sollte allerdings vor dem Verwenden mit zehn Teilen Wasser verdünnt werden.
3. Was darf in den Wurmkompost?
In den Wurmkomposter dürfen täglich anfallende Rüstabfälle aus der Küche sowie Grüngut von Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen. Nicht geeignet sind gekochte Speisen, Fleisch oder Fisch, kranke Pflanzen, Speiseöl oder Katzenstreu. Geringe Mengen Kleintierstreu dürfen ebenfalls in den Komposter.
4. Welcher Standort eignet sich für den Wurmkomposter?
Wurmkomposter als Holzkiste oder als Etagenkomposter bevorzugen einen schattigen Standort. Im Schatten sind sie vor übermässiger Hitze und Sonneneinstrahlung geschützt.
5. Was tun bei Trockenheit oder Nässe?
Das Wurmbeet benötigt eine gewisse Feuchtigkeit. Die Würmer sterben wenn das Beet zu trocken ist. Gib bei Trockenheit etwas Wasser in das Beet oder befeuchte das Grüngut vor dem Einfüllen leicht. Zuviel Feuchtigkeit ist für die Würmer nicht gut. Ist das Wurmbeet zu nass, schaffen ein paar zugefügte Papierschnitzel Abhilfe.
6. Was tun, wenn der Wurmkompost stinkt?
Ein gut funktionierender Wurmkompost ist praktisch geruchslos. Kommen unangenehme Gerüche auf, liegt dies meist am falschen Füllmaterial wie Fleisch, Knochen oder fettigen Produkten wie Milch und Öl oder schlechter Durchlüftung. Ist letzteres der Fall wird das Wurmbeet leicht aufgelockert.
7. So überwinterst du einen Wurmkomposter
Im Winter sollte der Wurmkompost geschützt werden. Droht starke Kälte, wird die Kiste im Winter in die Garage, ins Gartenhaus oder in den Keller gestellt. Gefriert der Wurmkomposter, sterben die Würmer ab.