Die Schnecken im Porträt
Im Garten können Schnecken zur wahren Plage werden. Gehäuse- oder Nacktschnecken, die kleinen Plagegeister sind bei nasser Witterung besonders aktiv. Dabei richten Gehäuseschnecken meist keinen Schaden an. Die Frasstätigkeit der Nacktschnecken an Salat & Co. lässt Gärtnerinnen und Gärtner jedoch beinahe verzweifeln.
Es sind folgende gefrässigen Schadschnecken, die im Garten meist zu finden sind: Genetzte Ackerschnecken (Deroceras reticulatum), Grosse Garten-Wegschnecken (Arion hortensis) und Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris). Die Genetzte Ackerschnecke ist etwa 3,5 bis 5 Zentimeter lang und hat einen braun-grau gefärbten Körper mit netzartigen Flecken. Rötlich, braun und schwarz zeigt die Grosse Garten-Wegschnecke, die eine stattliche Körperlänge von 10 bis 15 Zentimetern aufweist. Die Spanische Wegschnecke, die auch Kapuzinerschnecke genannt wird, ist Ziegelrot bis Braun und wird bis zu 15 Zentimeter gross.
In unserem Klima bilden Schnecken meist nur eine Generation pro Jahr aus. Schnecken sind Zwitter, in jedem Tier sind weibliche und männliche Geschlechtsorgane vorhanden. Darum können sie sich auch gegenseitig paaren und anschliessend Eier ablegen. Die weisslich-gelben Eier werden je nach Schneckenart von Juni bis in den Spätsommer hinein in der Erde abgelegt. Dort überwintern sie und sind bis zum Schlüpfen im kommenden Frühling vor dem Austrocknen geschützt. Das Gelege einer Spanischen Wegschnecke umfasst beispielsweise bis zu 220 Eier.
Auf Trockenheit reagieren Schnecken generell sehr empfindlich. Ein Grund dafür, dass sich die erwachsenen Tiere tagsüber eher verstecken und erst am Abend oder bei Regen auf Futtersuche gehen.