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Gartenarbeiten im April: Das ist jetzt zu tun

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Rosenkäfer
Rosenkäfer (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

Wir geben dir Monat für Monat die aktuellsten Informationen für deinen Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gartenarbeiten im April legen den Grundstein für eine erfolgreiche Gartensaison. Jetzt lohnt es sich, Gemüse, Obstbäume, Stauden und Balkonpflanzen gezielt zu pflegen und auf wechselhaftes Frühlingswetter vorzubereiten.
  • Rosenkäferlarven sind im Hochbeet meist nützliche Humusbildner und schaden gesunden Tomatenwurzeln kaum. Sie können deshalb in der Regel im Beet bleiben und unterstützen sogar die Bodenqualität.
  • Frost kann blühende Obstbäume stark schädigen. Ein geeigneter Standort, passende Sorten und einfache Schutzmassnahmen wie Frostschutzvlies helfen, das Risiko von Ernteausfällen zu verringern.
  • Farbenfrohe Staudenbeete profitieren von harmonischen Pflanzenkombinationen. Küchenschelle, Glockenblumen, Schleierkraut und Flockenblumen sorgen gemeinsam für eine lange und abwechslungsreiche Blüte.
  • Wird Basilikum braun, liegt das häufig an Kälte, Staunässe oder zu viel Sonne. Robustere Sorten wie Griechisches Basilikum oder Strauch Basilikum kommen mit den Bedingungen auf Balkon und Terrasse oft besser zurecht.

Gemüsegarten im April

Schaden Rosenkäferlarven dem Gemüse?

Leserfrage: « In meinem gedeckten Tomaten-Hochbeet hat es Dutzende Larven. Sie bewegen sich auf der Seite, also gehe ich davon aus, dass es Rosenkäfer sind. Soll ich sie trotzdem an einen anderen Ort zügeln, bevor ich Setzlinge pflanze? Fressen sie die Wurzeln der Tomatenpflanzen? » 

Die Weibchen des Rosenkäfers legen ihre Eier dort ab, wo die heranwachsende Brut genügend Nahrung findet, die sie in Erde umwandelt. Als Humusbildner sind die Rosenkäferlarven deshalb sehr nützlich. An gesunden Wurzeln richten sie wenig bis gar keinen Schaden an, daher können Sie die Larven im Hochbeet belassen. Die Eiablage erfolgt nur an einer Stelle: Die bis zu 45 mm grossen Engerlinge entwickeln sich dort, wo verrottetes Material vorhanden ist. Dies kann im Kompost sein, in Humuserde oder dort, wo auch Rinden oder Holzfasern vorkommen und im Verrottungsprozess sind. Die gesamte Entwicklung der Rosenkäfer beträgt 2 bis 3 Jahre. Der ausgewachsene Käfer mit seiner goldgrünen Färbung lebt nur wenige Monate – im Mai, Juni oder Juli begegnet man ihm am ehesten. Rosenkäfer fressen vorab Pollen, Blütenteile und junge Blätter. Die Larven unterscheiden sich in der Art ihrer Fortbewegung von anderen Engerlingen: Sie kriechen auf dem Rücken, teilweise auf der Seite; dabei sind die Beine nach oben gerichtet und weitgehend nutzlos.
 

Gemüsetabelle

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Gemüsetabelle

Unsere praktische Gemüsetabelle (PDF) gibt eine Übersicht über Standort, Aussaat, Pflege und Kombination der bekanntesten Gemüsesorten.

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Obstgarten im April

Was tun gegen Frost?

Massgeblich für das Ausmass von Frostschäden bei Obstbäumen sind der Standort, die Sorte sowie die Dauer und Intensität des Frostereignisses. Mit dem optimalen Standort und Sorten, die zeitversetzt blühen, kann das Risiko von Ernteausfällen langfristig minimiert werden. Als vorsorgliche Massnahme kann ein später Baumschnitt im Sommer das Wachstum im Frühjahr etwas bremsen. Gegen Wintereinbrüche und Frühjahrsfrost im April helfen unter Umständen auch kurzfristige Massnahmen wie ein Frostschutzvlies, das um die Zweige mit Blütenständen gewickelt wird, oder die Erneuerung eines bestehenden Kalkanstrichs. Methoden aus dem gewerblichen Obstbau wie eine Frostschutzberegnung oder der Einsatz von Paraffinkerzen sind im Hobbybereich eher ungeeignet, da dies Fachwissen voraussetzt.

Frost
Frost (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

Ziergarten im April

Glocken und Flocken - Tolle Partner im Staudenbeet

Haben Sie es gehört, das zarte Klingeln der Blütenglöckchen von Küchenschelle und Fingerhut? Wenn eine Brise durch die Staudenrabatte weht, scheint es fast, als könne man einem leisen Glockenspiel lauschen. Flockig-leichte Blüten, die dazu im Wind tanzen, eignen sich als tolle Partner im Staudenbeet.

Der Frühling wurde soeben durch die fröhlichen violetten Glocken der Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) eingeläutet. Passend dazu strecken jetzt das Polster-Schleierkraut (Gypsophila repens) ­und die Steinbrech-Felsennelke (Petrorhagia saxifraga) inmitten einer Gruppe von Rundblättrigen Glockenblumen (Campanula rotundifolia) ihre kleinen Blütenköpfe keck der Sonne entgegen – sie sind tolle Partner im Staudenbeet. Für einen weiteren Höhepunkt sorgt die unermüdlich lila blühende Rispen-Flockenblume (Centaurea stoebe). Mit der violettblau gefärbten Knäuel-Glockenblume (Campanula ­glomerata) ist sie im Beet in bester nachbarschaftlicher Gesellschaft.

Küchenschelle
Küchenschelle (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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Urban Gardening im April

Basilikum wird braun

Leserfrage: « Immer wenn ich im Supermarkt ein Basilikum im Topf kaufe, stirbt er nach kurzer Zeit ab. Das Basilikum wird braun und die Blätter verdorren. Was mache ich bei der Pflege falsch? » 

Das grossblättrige Genoveser Basilikum sorgt immer wieder für Enttäuschung. Besonders junge Pflanzen reagieren empfindlich auf Kälte, zu viel Sonne oder Staunässe. Die Folge: Das Basilikum wird braun. Gekaufte Pflanzen, die im Schonklima von Gewächshäusern kultiviert wurden, haben häufig Mühe, sich an einem raueren Standort zu behaupten. Wer nach wiederholten Enttäuschungen der Meinung ist, mit Basilikum einfach kein Glück zu haben, sollte es einmal mit einer robusteren Variante versuchen: Das kleinblättrige Griechische Basilikum wächst dicht und kompakt. Die Blättchen werden als Ganzes verwendet. Auch das Strauch-Basilikum wächst mit seinen von unten her verholzenden Trieben viel kräftiger. Es gibt Sorten mit rötlich-violetten Blättern und lila Blüten sowie mit grünen Blättern und weissen Blüten. Zudem blüht es reich und ist ein Bienenmagnet. Unbedingt mal ausprobieren!

Basilikum
Basilikum (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

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 Ausgabe April 2026

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