Gemüsegarten im April
Schaden Rosenkäferlarven dem Gemüse?
Leserfrage: « In meinem gedeckten Tomaten-Hochbeet hat es Dutzende Larven. Sie bewegen sich auf der Seite, also gehe ich davon aus, dass es Rosenkäfer sind. Soll ich sie trotzdem an einen anderen Ort zügeln, bevor ich Setzlinge pflanze? Fressen sie die Wurzeln der Tomatenpflanzen? »
Die Weibchen des Rosenkäfers legen ihre Eier dort ab, wo die heranwachsende Brut genügend Nahrung findet, die sie in Erde umwandelt. Als Humusbildner sind die Rosenkäferlarven deshalb sehr nützlich. An gesunden Wurzeln richten sie wenig bis gar keinen Schaden an, daher können Sie die Larven im Hochbeet belassen. Die Eiablage erfolgt nur an einer Stelle: Die bis zu 45 mm grossen Engerlinge entwickeln sich dort, wo verrottetes Material vorhanden ist. Dies kann im Kompost sein, in Humuserde oder dort, wo auch Rinden oder Holzfasern vorkommen und im Verrottungsprozess sind. Die gesamte Entwicklung der Rosenkäfer beträgt 2 bis 3 Jahre. Der ausgewachsene Käfer mit seiner goldgrünen Färbung lebt nur wenige Monate – im Mai, Juni oder Juli begegnet man ihm am ehesten. Rosenkäfer fressen vorab Pollen, Blütenteile und junge Blätter. Die Larven unterscheiden sich in der Art ihrer Fortbewegung von anderen Engerlingen: Sie kriechen auf dem Rücken, teilweise auf der Seite; dabei sind die Beine nach oben gerichtet und weitgehend nutzlos.