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Hochbeet befüllen und bepflanzen: So gelingt der Anbau

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Drei mit Erde gefüllte Hochbeete aus Holz stehen in einer gepflegten Schrebergartenanlage. Im Hintergrund sind weitere Gartenparzellen, Gewächshäuser und Obstbäume zu sehen.

Grosse Ernten auf kleinster Fläche – das machen Hochbeete möglich. Doch für reiche Ernten und gesundes Gemüse ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln muss der Untergrund stimmen. Was du beim Befüllen des Hochbeets beachten solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Hochbeet sollte an einem möglichst sonnigen, je nach Pflanzenart auch windgeschützten Standort stehen, damit Gemüse, Kräuter und Blumen optimal gedeihen.
  • Die richtige Vorbereitung des Untergrunds ist entscheidend. Entferne Steine und Unkraut, lockere den Boden auf und schütze das Beet mit Maschendraht vor Wühlmäusen.
  • Die Drainageschicht aus Ästen oder Holzschnitzeln bildet die Basis des Hochbeets und sorgt für einen guten Wasserabfluss.
  • Durch Schichten aus Laub und Rasenschnitt sowie grobem Kompost entstehen Wärme und Nährstoffe, die das Pflanzenwachstum fördern.
  • Die oberste Schicht aus Erde bietet den Pflanzen den nötigen Raum zum Wurzeln und versorgt sie zusammen mit den unteren Schichten langfristig mit Nährstoffen.

Hochbeet richtig vorbereiten

Ein Hochbeet hat viele Vorteile: Es ist platzsparend, bringt hohe Erträge und du sparst dir mühsames Bücken. Damit Gemüse, Kräuter oder Blumen gut gedeihen, müssen einige Dinge beachtet werden, bevor du das Hochbeet bepflanzt. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft dir bei der Vorbereitung:

Der richtige Standort fürs Hochbeet

Hochbeete haben gegenüber Beeten am Boden einen ganz gewichtigen Vorteil: Sie können fast überall aufgestellt werden. Da sich jedoch fast alle Pflanzen über genügend Sonne freuen, ist ein Standort mit Nord-Süd-Ausrichtung am besten geeignet. Je nach angebautem Gemüse sollte zudem ein windgeschützter Standort gewählt werden – das ist etwa für Zucchetti und Gurken wichtig. Tomaten und Peperoni wiederum brauchen ein Dach, damit sie vor Regen geschützt sind.

 Boden vorbereiten

Wer ein Hochbeet auf Stelzen hat, muss den Untergrund nicht extra vorbereiten. Für ein Kompost-Hochbeet, also eines, das direkt auf dem Boden steht, müssen einige Vorkehrungen getroffen werden:

  • Grösse des Hochbeets abstecken Oberste Schicht des Bodens abtragen
  • Grössere Steine und Unkraut entfernen
  • Erde leicht auflockern
  • Maschendraht auslegen, der an den Innenseiten des Hochbeets etwa 15 cm hochsteht. So können Wühlmäuse ferngehalten werden.
  • Hochbeet platzieren
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Hochbeet richtig befüllen

Die Befüllung eines Hochbeets erfolgt am besten in mehreren Schichten. Eine Ausnahme bilden kleine Hochbeete auf Stelzen. Diese werden nur mit einer kleinen Drainageschicht aus Kieselsteinen oder Blähton und Erde gefüllt.

Steht das Hochbeet am richtigen Ort und sind alle Vorkehrungen getroffen, geht es ans Befüllen. Das erfolgt in der Regel in einer ganz bestimmten Reihenfolge, um perfekte Bedingungen für die Pflanzen zu bieten.

Schicht 1: Drainageschicht aus Schnittgut

Die unterste Schicht im Hochbeet dient als Drainage und besteht aus Schnittabfällen von Ästen und Zweigen. Diese werden grob zerkleinert und füllen die untersten 15 cm des Hochbeetes. Alternativ können auch Holzschnitzel als erste Schicht verwendet werden.

Ungeeignete Äste fürs Hochbeet

Für die Drainageschicht sollten nur Äste von heimischen Laubbäumen verwendet werden. Thuja und Nadelholz machen den Boden sauer. Auch von Efeu und Rosenzweigen ist abzuraten, da diese unerwünscht wieder austreiben können.

Schicht 2: Laub und Rasenschnitt

Auch die zweite Schicht misst mindestens 15 bis 20 cm. Dafür wird Laub und Rasenschnitt auf die erste Schicht gelegt. Alternativ kann auch Gartenerde verwendet werden. Das Verwenden von Gartenabfällen hat aber einen grossen Vorteil: Durch die Verrottung des organischen Materials entstehen Stickstoff und Wärme.

Schicht 3: Nährstoffe durch Kompost

Die dritte Schicht dient der Nährstoffzufuhr der Pflanzen. Hierfür wird grober, aber bereits leicht zersetzter Kompost verwendet. Alternativ kann auch Pferdemist für diese Schicht verwendet werden. Sie misst etwa 25 bis 30 cm.

Schicht 4: Pflanzschicht aus Erde

Die vierte Schicht ist diejenige, in der die Pflanzen wachsen. Sie besteht aus Garten- und Komposterde. Dafür werden ungefähr 30 bis 40 cm Erde aufgeschüttet.

Frau mit Gartenhandschuhen befüllt ein Hochbeet mit Erde und Pflanzen im Garten. Im Vordergrund steht eine Schubkarre mit Erde, im Hintergrund sind weitere Hochbeete und Bäume zu sehen.

Was pflanzt man in ein Hochbeet?

Ob Blumen, Kräuter oder Gemüse – in einem Hochbeet kannst du fast alles anbauen. Damit alle Pflanzen gut gedeihen, sollte jedoch auf Abwechslung geachtet werden. Du solltest also nicht nur eine Sorte ins Beet pflanzen.

Verschiedene Gemüsesorten ergänzen sich gut, da sie nicht alle die gleichen Nährstoffe benötigen und sich sogar gegenseitig vor Schädlingen schützen können. Auch bei der Fruchtfolge, also den nacheinander angepflanzten Sorten, ist Artenvielfalt der Schlüssel zu reichen Ernten.

Welches Gemüse ist fürs Hochbeet geeignet?

Im Hochbeet gedeihen alle Gemüsesorten, die auch im herkömmlichen Beet angebaut werden. Besonders für wärmeliebendes Gemüse bringt ein Hochbeet jedoch Vorteile. Denn die sich zersetzenden organischen Abfälle, mit denen ein Hochbeet befüllt wird, erzeugen Wärme.

Diese Wärme kommt besonders folgenden Gemüsesorten zugute:

Gemüsetabelle

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Unsere praktische Gemüsetabelle (PDF) gibt eine Übersicht über Standort, Aussaat, Pflege und Kombination der bekanntesten Gemüsesorten.

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In welcher Reihenfolge bepflanzt man ein Hochbeet?

Die Reihenfolge der Bepflanzung spielt eine wichtige Rolle, da der Nährstoffgehalt im Hochbeet im ersten Jahr am grössten ist und dann langsam abnimmt.

Erstes Jahr: Starkzehrer

Im ersten Jahr solltest du vor allem Gemüsesorten im Hochbeet anpflanzen, die einen hohen Nährstoffbedarf haben. Diese Pflanzen werden Starkzehrer genannt.

Dazu zählen unter anderem:

  • Kartoffeln
  • Gurken
  • Zucchetti
  • die meisten Kohlarten
  • Kürbisse
  • Lauch
  • Peperoni

Zweites Jahr: Mittelzehrer

Im zweiten Jahr werden vorwiegend Mittelzehrer angebaut. Dazu zählen beispielsweise:

  • Zwiebeln
  • Karotten
  • Salatsorten
  • Kohlrabi

Drittes Jahr: Mittel- und Schwachzehrer

Im dritten Jahr werden Mittel- und Schwachzehrer angebaut. Zu den Schwachzehrern zählen:

  • Erbsen
  • Radieschen
  • Spinat
  • Nüsslisalat

Wann bepflanzt man ein Hochbeet?

Durch die richtige Befüllung des Hochbeets und die daraus entstehende Wärme können einige Gemüsesorten bereits im März angesät werden.

Dazu gehören:

  • Radieschen
  • Kohl
  • Kopfsalat
  • Erbsen
  • Spinat
  • Mangold
  • Rettich

Beim Bepflanzen solltest du auch darauf achten, wann welches Gemüse geerntet werden kann. So hast du vom Frühling bis in den späten Herbst oder Winter frisches Gemüse aus dem eigenen Garten.

Welche Pflanzen passen im Hochbeet zusammen?

Hochbeete haben den Vorteil, dass viele verschiedene Gemüsesorten auf kleiner Fläche angepflanzt werden können. Damit das Gemüse gut gedeiht, solltest du auf eine passende Kombination achten.

Tiefwurzler und Flachwurzler kombinieren

Pflanze Tiefwurzler neben Flachwurzler. So kannst du zum Beispiel Salat zwischen Wurzelgemüse setzen.

Grosse und kleine Pflanzen mischen

Mische grosse und kleine Pflanzen. Hochwachsende Erbsen können beispielsweise gut neben Rüebli wachsen.

Verwandtes Gemüse nicht nebeneinander setzen

Setze verwandtes Gemüse nicht direkt nebeneinander. So reduzierst du das Risiko, dass sich Krankheiten oder Schädlinge stärker ausbreiten.

Rankende Pflanzen am Rand platzieren

Platziere grosse und rankende Gemüsesorten am Rand des Hochbeets. Das gilt zum Beispiel für Kürbisse oder Gurken.

Lücken sinnvoll füllen

Freie Zwischenräume kannst du mit schnell wachsenden oder kleineren Pflanzen füllen. Dafür eignen sich zum Beispiel:

  • Spinat
  • Nüsslisalat
  • Pflücksalat

Fazit: Hochbeet zuerst richtig befüllen, dann abwechslungsreich bepflanzen

Ein Hochbeet bietet ideale Bedingungen für Gemüse, Kräuter und Blumen auf kleiner Fläche. Entscheidend ist, dass Standort, Untergrund und Schichtenaufbau stimmen. Die Drainage sorgt für guten Wasserabfluss, organisches Material liefert Wärme und Nährstoffe, und die oberste Erdschicht bietet den Pflanzen Raum zum Wurzeln.

Beim Bepflanzen kommt es auf Abwechslung, Fruchtfolge und passende Pflanzenkombinationen an. Im ersten Jahr eignen sich vor allem Starkzehrer, später folgen Mittel- und Schwachzehrer. Wer zusätzlich Lücken nutzt und Gemüse geschickt kombiniert, kann vom Frühling bis in den Herbst oder Winter frisches Gemüse aus dem eigenen Hochbeet ernten.

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