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Gartenarbeiten im März: Das ist jetzt zu tun

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Frische Karotten aus dem eigenen Garten als Symbol für Arbeiten im Gemüsegarten.
Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten, Envato»

Monat für Monat versorgen wir dich mit aktuellen Tipps und Inspirationen für dein Gemüsebeet, Obstgarten, Ziergarten und Balkon.

Das Wichtigste in Kürze

  • Karotten stellen hohe Ansprüche an den Boden: Er darf weder zu locker noch zu schwer sein, sollte steinfrei bleiben und keine Staunässe aufweisen, sonst kommt es zu Verzweigungen («Beinigkeit») oder unerwünschten Nebenwurzeln.
  • Für eine erfolgreiche Aussaat im Gemüsegarten empfiehlt sich eine Dammkultur mit vorgängiger Gründüngung; Radieschen zwischen den Reihen helfen als natürliche Markierung und sind bereits geerntet, bevor die Karotten ihren Platz brauchen.
  • Im Obstgarten lassen sich Johannis- und Stachelbeeren platzsparend als Spalier ziehen: Mit drei aufgeleiteten Trieben pro Strauch, Drahtgerüst und regelmässigem Schnitt erzielst du auf kleiner Fläche eine grössere und gesündere Ernte.
  • Die Sal-Weide ist im Ziergarten eine wertvolle, früh blühende Pollen- und Nektarquelle für Bienen und Schmetterlinge; sie liebt sonnige Standorte und benötigt je nach Sorte einen regelmässigen Rückschnitt.
  • Beim Kauf von Stauden für Balkon oder Terrasse lohnt sich ein genauer Blick auf Austrieb und Wurzeln: Kräftige Knospen und ein gut durchwurzelter, aber nicht überwucherter Topf sind entscheidend für gesunde Pflanzen ohne Frostschäden.

Gemüsegarten im März

Diva unter den Wurzelgemüsen

Ob Rüebli, Karotte oder Möhre – die Wurzeln dieses Doldenblütlers zählen zu einem der beliebtesten Gartengemüse. Allerdings haben Karotten Bodenansprüche, die denen einer Primadonna ähneln.

Das Erdreich sollte nicht zu locker, aber auch nicht zu schwer sein und darf ja keine Steine enthalten. Stösst die Wachstumsspitze der Rüebliwurzel an einen Stein, kommt es unweigerlich zu Verzweigungen, im Fachjargon «Beinigkeit» genannt. Staunässe wird von den anspruchsvollen Pflanzen ebenfalls nicht goutiert. Zu viele Nährstoffe, etwa gutgemeinte Gaben von frischem Kompost, führen zur Bildung von vielen feinen Nebenwurzeln.

Reihen markieren

Als Vorkultur für Karotten hat sich eine Gründüngung mit Ölsaaten bewährt, die den Boden auflockert. Zusätzlich kann bei schwerem Erdreich Sand eingearbeitet und – die Bäuerinnen und Bauern machen es vor – der Boden zu kleinen Wällen aufgeschichtet werden. Auf diesen wird, als sogenannte Dammkultur, eingesät. Sinnvoll ist es, zwischen den Karotten einige Radieschen zu säen, um die Reihen zu markieren. Diese haben eine weitaus kürzere Kulturzeit und sind längst geerntet, wenn die Karotten zu vollem Wachstum auflaufen.

Gemüsetabelle

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Gemüsetabelle

Unsere praktische Gemüsetabelle (PDF) gibt eine Übersicht über Standort, Aussaat, Pflege und Kombination der bekanntesten Gemüsesorten.

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Stachelbeere
Stachelbeeren lassen sich im Obstgarten platzsparend als Spalier ziehen und liefern auch in kleinen Gärten eine reiche Ernte. (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten, Envato»)

Obstgarten im März

Stachelbeeren als Spalier

Auch wenn man nur über einen kleinen Garten verfügt, muss man nicht auf Beeren verzichten. Johannis- und Stachelbeeren als Spalier zu ziehen, spart nicht nur Platz, sondern man erzielt damit erst noch eine grössere Ernte.

In den immer kleineren Hausgärten lassen sich Johannis- und Stachelbeeren als Spalier ziehen – ganz nach dem Vorbild des Erwerbsanbaus als Hecke an einem Spalier erziehen. So benötigt man für die Sträucher nur eine schmale Reihe. Man erntet bequem von den aufgebundenen Trieben und im Verhältnis zum verbrauchten Platz erzielt man eine deutlich höhere Ernte. Zudem werden die gut belüfteten Triebe seltener von Pilzkrankheiten befallen.

Drei Triebe aufleiten

Wenn man mehrere Sträucher in einer Reihe pflanzt, genügt es, im Abstand von etwa 5 m zwei über 2 m lange Pfähle fest in den Boden zu rammen. Zwischen ihnen werden mit jeweils 50 cm Höhenabstand die Drähte verspannt. Es empfiehlt sich, pro Strauch jeweils drei Triebe gut verteilt aufzuleiten. Zum nächsten Strauch hält man bei der Pflanzung 1,50 m Abstand. In der Folgezeit sollten alle konkurrierenden Triebe unterhalb des ersten Drahts sowie an der Spitze der Leittriebe entfernt, deren Verlängerungen hingegen immer wieder angebunden werden.

Tausendsassa Sal-Weide
Tausendsassa Sal-Weide (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten, Envato»)

Ziergarten im März

Tausendsassa Sal-Weide

Je nach Witterung blüht die Sal-Weide (Salix caprea) schon sehr früh im Jahr und ist damit eine wichtige Pollen- und Nektar-Lieferantin für viele Bienen und Schmetterlinge wie etwa das Tagpfauenauge oder der Kleine Fuchs. Die Blüten des anspruchslosen Strauchs erscheinen noch vor dem Laubaustrieb. Die Sal-Weide ist zweihäusig, es gibt also männliche und weibliche Exemplare. Sal-Weiden mögen es sehr sonnig, haben aber keine allzu grossen Ansprüche an den Boden. Die Sorte ‘Silberweide’ punktet mit ihren rotbraunen Zweigen und den flauschigen Kätzchenblüten, die sich manchmal schon im Dezember öffnen. Andere Zuchtformen wie ‘Pendula’ wachsen hängend. Hier ist ein regelmässiger Rückschnitt zu empfehlen.

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Staude
Staude (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten, Envato»)

Urban Gardening im März

Augen auf beim Staudenkauf

Wer bereits im März auf der Suche nach hübschen Stauden für Balkon oder Terrasse ist, hat es manchmal nicht leicht, Pflanzen von guter Qualität zu erkennen. Denn zu Beginn des Frühjahrs ist noch kaum etwas in den Töpfen zu sehen. Die Pflanzen stehen erst am Anfang ihrer Entwicklung. Daher sollte man sich vergewissern, dass der Austrieb kräftig und aus allen Knospen erfolgt oder zumindest genügend Erneuerungsknospen da sind. Ein gutes Indiz für Qualität liefern die Wurzeln: Sie dürfen den Topfboden weder umrunden noch zentimeterlang aus den Drainagelöchern wachsen. Vorsicht ist geboten bei ungewöhnlich weit entwickelten Pflanzen. Sie stammen häufig aus Gewächshäusern und halten Spätfrösten kaum stand.

Cover März 2026
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