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Hecken und Sträucher schneiden: Zeitpunkt und Tipps

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Person schneidet mit einer motorisierten Heckenschere eine dichte Gartenhecke.

Werden Sträucher und Hecken nicht regelmässig geschnitten, werden sie mit zunehmendem Alter sehr unansehnlich. Sie bieten kaum noch Sicht- und Windschutz. Der richtige Zeitpunkt für den Schnitt hängt von der Art des Gehölzes ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der richtige Schnittzeitpunkt hängt davon ab, ob Sträucher am alten oder am einjährigen Holz blühen. Frühjahrsblüher wie Flieder oder Forsythien schneidest du direkt nach der Blüte, Sommerblüher wie Hortensien oder Schmetterlingssträucher im frühen Frühling.
  • Frei wachsende Hecken brauchen nur alle zwei bis drei Jahre einen Pflegeschnitt, formierte Hecken dagegen mindestens einmal jährlich. Immergrüne Hecken schneidest du idealerweise zwischen Mitte Mai und Ende Juni, sommergrüne Laubgehölze von Januar bis März.
  • Mit dem richtigen Formschnitt bleibt deine Hecke dicht und gesund. Schneide sie trapezförmig, unten breiter als oben, arbeite mit scharfen Scheren und schneide bei bedecktem Himmel, damit die Pflanzen nicht verbrennen oder Schaden nehmen.

Hecken richtig pflegen

Frei wachsende Hecken, die aus verschiedenen Blütensträuchern und Wildgehölzen bestehen, verlangen keinen regelmässigen Schnitt. Sie erhalten alle zwei bis drei Jahre einen Pflegeschnitt, damit die Sträucher nicht überaltern. Formierten Hecken dienen meist als Sichtschutz, bestehen aus einer Gehölzart und werden regelmässig geschnitten. So bleibt ihre Form erhalten.

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Blütensträucher und Wildgehölze schneiden

Ausschlaggebend für den Pflegeschnitt ist, ob das Gehölz am einjährigen Holz, also an den neuen Trieben, oder am mehrjährigen Holz blüht. Sträucher, die ihre Blütenpracht am alten Holz entfalten, werden erst nach der Blüte ausgelichtet. Bei frei wachsenden Hecken und Wildhecken ist es wichtig zu wissen, zu welchem Typ die einzelnen Sträucher gehören, damit die Hecke eine dichte Pflanzengemeinschaft bildet und ihre Funktion erfüllen kann.

Beim Strauch unterscheidet man zwei Typen:

  • Sträucher, die bereits im vergangenen Sommer Blütenknospen gebildet haben. Werden sie im Frühjahr geschnitten, entfernt man auch die Knospen. Flieder, Forsythien oder Zierkirschen werden deshalb unmittelbar nach der Blüte geschnitten.
  • Sträucher, die an diesjährigen Trieben Blüten bilden. Dazu gehören beispielsweise Strauchspieren, Schmetterlingssträucher, Färberginster und Hortensien. Sie können im frühen Frühling auf ein Grundgerüst aus Ästen zurückgeschnitten werden.

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Schnittkalender

Unser Schnittkalender (PDF) zeigt dir das ganze Jahr hindurch, wann Obstgehölze, Beeren, Hecken, Ziergehölze und Rosen geschnitten werden sollten.

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Geformte Hecken schneiden

Immergrüne Hecken wie Lorbeer, Eibe, Buchsbaum oder Thuja werden mindestens einmal jährlich geschnitten. Der Pflegeschnitt wird am besten zwischen Mitte Mai und Ende Juni durchgeführt. Ein zweiter Pflegeschnitt kann, wenn nötig, im Spätsommer erfolgen. Geschnitten wird an Tagen mit bedecktem Himmel. Bei starker Sonneneinstrahlung können die Blätter verbrennen und geschädigt werden. Schneide lieber zunächst wenig als gleich zu viel. Werden Formgehölze nicht regelmässig geschnitten, wachsen sie schnell wieder in ihre natürliche Form.

Sommergrüne Laubgehölze lassen sich am besten in der zweiten Winterhälfte, von Januar bis März, schneiden. Dadurch werden die schlafenden Augen für einen guten Austrieb im Frühjahr vorbereitet. Sinnvoll ist zudem ein zweiter Schnitt Ende Juni, da dann eine kurze Wachstumspause einsetzt und die Hecke für den Rest des Jahres optisch gut aussieht.

Hecken sollten gleichmässig dicht sein. Dazu tragen ausgeglichene Lichtverhältnisse bei. Deshalb empfiehlt sich ein Schnitt in Trapezform. Das heisst: Die Hecke bleibt unten breiter als oben. Dieser Formschnitt sorgt für genügend Sonnenlicht auf den unteren Bereich der Hecke und damit auch für eine dichte Verzweigung.

Ein guter Formschnitt gelingt, wenn die Heckenschere schräg von oben nach unten geführt wird, nachdem die Hecke auf die gewünschte Höhe gebracht wurde. Bei einer voll entwickelten, gepflegten Hecke dienen die Schnittstellen vom Vorjahr als Orientierung. Der Neuzuwachs wird weggeschnitten. Soll die Hecke noch wachsen, bleibt ein Teil der neuen Triebe stehen. Bei geometrischen Formen ist das Spannen von Schnüren hilfreich, um die Form zu halten.

Die Schnittstellen an den Heckenpflanzen sollten rasch heilen. Deshalb werden Hecken nur mit gut geschliffenen Scheren geschnitten. Stumpfes Werkzeug hinterlässt ausgefranste Wunden. Dies fördert das Auftreten von Krankheiten.

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