Geformte Hecken schneiden
Immergrüne Hecken wie Lorbeer, Eibe, Buchsbaum oder Thuja werden mindestens einmal jährlich geschnitten. Der Pflegeschnitt wird am besten zwischen Mitte Mai und Ende Juni durchgeführt. Ein zweiter Pflegeschnitt kann, wenn nötig, im Spätsommer erfolgen. Geschnitten wird an Tagen mit bedecktem Himmel. Bei starker Sonneneinstrahlung können die Blätter verbrennen und geschädigt werden. Schneide lieber zunächst wenig als gleich zu viel. Werden Formgehölze nicht regelmässig geschnitten, wachsen sie schnell wieder in ihre natürliche Form.
Sommergrüne Laubgehölze lassen sich am besten in der zweiten Winterhälfte, von Januar bis März, schneiden. Dadurch werden die schlafenden Augen für einen guten Austrieb im Frühjahr vorbereitet. Sinnvoll ist zudem ein zweiter Schnitt Ende Juni, da dann eine kurze Wachstumspause einsetzt und die Hecke für den Rest des Jahres optisch gut aussieht.
Hecken sollten gleichmässig dicht sein. Dazu tragen ausgeglichene Lichtverhältnisse bei. Deshalb empfiehlt sich ein Schnitt in Trapezform. Das heisst: Die Hecke bleibt unten breiter als oben. Dieser Formschnitt sorgt für genügend Sonnenlicht auf den unteren Bereich der Hecke und damit auch für eine dichte Verzweigung.
Ein guter Formschnitt gelingt, wenn die Heckenschere schräg von oben nach unten geführt wird, nachdem die Hecke auf die gewünschte Höhe gebracht wurde. Bei einer voll entwickelten, gepflegten Hecke dienen die Schnittstellen vom Vorjahr als Orientierung. Der Neuzuwachs wird weggeschnitten. Soll die Hecke noch wachsen, bleibt ein Teil der neuen Triebe stehen. Bei geometrischen Formen ist das Spannen von Schnüren hilfreich, um die Form zu halten.
Die Schnittstellen an den Heckenpflanzen sollten rasch heilen. Deshalb werden Hecken nur mit gut geschliffenen Scheren geschnitten. Stumpfes Werkzeug hinterlässt ausgefranste Wunden. Dies fördert das Auftreten von Krankheiten.