Silvia Meister, worauf sollten Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer bei der Auswahl von Sträuchern für den eigenen Garten besonders achten?
Zuerst sollte geklärt werden, was es für ein Standort ist: Liegt der Standort beispielsweise sonnig entlang einer Strasse oder eines Weges, wird es dort sehr heiss und der Boden trocknet schnell aus. Dieser Standort eignet sich für die gewöhnliche Felsenbirne, bereifte Rose oder den Blasenstrauch. Ist der Standort halbschattig mit Nachmittagssonne oder nur über den Mittag sonnig, fühlen sich das Gewöhnliche Pfaffenhütchen oder die Rote Heckenkirsche wohl. Ist der Standort eher schattig – etwa an der Nordseite des Hauses –, eignet sich zum Beispiel die immergrüne Eibe.
Auch die gewünschte Funktion der Sträucher spielt eine Rolle: Sollen sie einen Raum bilden und beispielsweise einem Sitzplatz Sichtschutz geben? Dann eignet sich eventuell eine geschnittene Hecke oder einige locker platzierte Zierblütensträucher wie die Weigelie und die Kolkwitzie. Wenn der Strauch grösser sein und Schatten spenden soll, sind beispielsweise die heimische Hasel oder die Pimpernuss perfekt. Wenn es ein auffallender Solitärstrauch sein soll, der im Blumenbeet oder vor einer Wand eine Augenweide ist, ist der blau blühende Mönchspfeffer oder der Etagen-Hartriegel mit seinem malerischen Wuchs eine gute Wahl. Wenn möglich soll man einheimische Sträucher bevorzugen, denn mit ihnen wird die Biodiversität gefördert.