Wie Zapfen entstehen
Die Koniferen – lateinisch «conus» für Zapfen und «ferre» für tragen –, die Zapfenträger also besiedelten die Erde lange Zeit vor den Laubgehölzen. Die weiblichen und stehenden Blütenstände sind schraubenförmig aufgebaut. Sobald der Wind sie mit männlichen Pollen bestäubt, härten sie aus und es entstehen Zapfen, die Früchte der Nadelbäume.
Im Volksmund tragen Fichten die bekannten «Tannenzapfen». Die jungen, weiblichen Blütenstände leuchten wie rote Kerzen vor dem frischen Grün der Nadeln, und wenn sie reif sind, hängen sie nach unten. Bei Tanne und Zeder verharren Zapfen hingegen in senkrechter Stellung. Tannen-, Fichten-, Lärchen- und Zedernfrüchte reifen noch im Jahr der Blüte, Kiefern hingegen benötigen mindestens ein weiteres Jahr dafür. So kommt es, dass man zuweilen am gleichen Baum junge und reife Zapfen nebeneinander bestaunen kann.
Bei Reife öffnen sich die Früchte und geben die geflügelten Samen frei. Sich propellerartig drehend, gleiten sie zu Boden oder werden vom Wind fortgetragen. Die reifen Zapfen fallen intakt vom Baum. Eine Ausnahme bilden Zedern und Tannen, deren Früchte sich noch an den Ästen stehend auflösen. Sind die Schuppen abgefallen, bleibt nur noch eine dünne Spindel zurück. Einige Koniferenarten bilden Zapfen der etwas anderen Art: Wacholder setzt runde, weiche Beeren an, bei der Eibe ist der Samen von einem roten, fleischigen Mantel umhüllt.