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Gartensitzplatz gestalten: Tipps zu Planung, Material und Standort

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Der Sitzplatz sollte sich harmonisch in den Garten einfügen.

Ein Sitzplatz erweitert den Wohnraum während der warmen Jahreszeit. Er sollte sich harmonisch in den Garten einfügen und genügend gross sein. Lies unsere 5 Tipps, wie du deinen Sitzplatz optimal gestaltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Gartensitzplatz sollte möglichst sonnig bis halbschattig liegen und sich in der Nähe des Hauses befinden. Je nach Nutzung bieten sich unterschiedliche Standorte an, etwa auf der Westseite für die Abendsonne.
  • Bei der Grösse gilt: lieber grosszügig planen. Rund um den Tisch sollten mindestens zwei Meter Freiraum bleiben, damit der Sitzplatz auch bei Gästen oder spielenden Kindern genügend Platz bietet.
  • Die Form und der Bodenbelag prägen die Wirkung des Sitzplatzes. Rechteckige Flächen wirken zurückhaltend, während runde Sitzplätze als Blickfang dienen. Frostfeste und rutschsichere Materialien erhöhen die Langlebigkeit.
  • Für mehr Privatsphäre eignen sich Hecken, Stauden oder Blumenbeete als natürlicher Sichtschutz. Sonnenschirm, Pergola oder ein schattenspendender Baum sorgen zusätzlich für angenehme Aufenthaltsqualität.
  • Wer den Gartensitzplatz selber bauen möchte, kann Natursteinplatten auf einem Splittbett verlegen. Wichtig sind ein ausreichendes Gefälle für den Wasserabfluss sowie die Einhaltung der kantonalen Bauvorschriften.

Der beste Standort für deinen Gartensitzplatz

Als Standort für einen Sitzplatz bietet sich ein sonniger bis halbschattiger Bereich in der Nähe des Hauses an. Wer den Sitzplatz vorwiegend am Abend nutzt, wählt mit Vorteil die Südwest- oder Westseite seines Grundstücks.

Sonnig gelegen ist aber auch ein Sitzplatz im Süden des Hauses. Wenn die Grösse des Gartens es erlaubt, können auch mehrere Sitzplätze mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen angelegt werden: So kann man sich je nach Tages- oder Jahreszeit am passenden Ort entspannen.

 

Wie viel Platz braucht ein Gartensitzplatz?

Besser zu gross als zu klein, heisst das Motto bei der Dimensionierung des Sitzplatzes. Für die Mindestfläche gilt folgende Regel: Rund um den Tisch sollten mindestens zwei Meter Spielraum bleiben. Es ist allerdings empfehlenswert, den Sitzplatz grösser zu gestalten. Der Platz wird sonst schnell knapp, wenn man Gäste einlädt oder Kinder hat, die auf dem Sitzplatz spielen möchten.

 
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Runder oder rechteckiger Sitzplatz?

Rechteckige Grundrisse fügen sich meist unaufdringlich in den Garten ein und sind aufgrund ihrer Form einfach direkt am Haus anzulegen. Runde Sitzplätze dienen dagegen eher als Blickfang und werden gerne als Teil des so genannten Senkgartens verwendet. Der Sitzplatz wird beim Senkgarten durch Mauerkronen umrahmt, die mit Duft-, Hänge- und Polsterstauden bepflanzt sind. Solche abgesenkten Sitzplätze, die sich zudem meistens nicht direkt am Haus befinden, werden als gemütlicher empfunden als erhöhte Sitzplätze, wo man zwar einen guten Blick auf die Umgebung hat, aber auch wie auf dem Präsentierteller sitzt.

 Natursteine sorgen für Akzente im Garten
Runde Sitzplätze dienen dagegen eher als Blickfang und werden gerne als Teil des so genannten Senkgartens verwendet.

Bodenbelag und Materialien für den Sitzplatz

Der Sitzplatz sollte sich harmonisch in den Garten einfügen. Deshalb sind die Materialien auf das Haus abzustimmen oder passend zu Mauern und Zäunen zu wählen. Für einen Sitzplatz, der oft genutzt wird, ist eine befestigte Oberfläche empfehlenswert. Bei der Wahl des Bodenbelags ist es sinnvoll, darauf zu achten, dass das Material frostfest und rutschsicher ist. Die Kombination von verschiedenen Materialien lockert grosse Flächen auf. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Fläche, desto kleiner das Format der Steine und Platten.

Abgrenzung und Sichtschutz für mehr Privatsphäre

Eine Bepflanzung bietet den besten und natürlichsten Sichtschutz für den Sitzplatz. Dabei kann der Fantasie freien Lauf gelassen werden – eine Hecke, Blumen- oder Staudenbeete eignen sich gleichermassen. Bei kleinen Gärten sollte man allerdings nach Möglichkeit auf eine Abgrenzung zum restlichen Garten verzichten: ein fliessender Übergang vergrössert den Garten optisch.

Als Schattenspender für den Sitzplatz können entweder ein Sonnenschirm oder ein Sonnensegel, eine Markise, eine Pergola oder auch ein Pavillon dienen. Einen schattigen Zufluchtsort findet man auch unter einem Baum: Bei befestigten Plätzen muss man allerdings darauf achten, dass die Baumwurzeln noch genügend Wasser erhalten.

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Gartensitzplatz selbst bauen

Der Bau eines Gartensitzplatzes ist eine Aufgabe, die man auch selbst ausführen kann. Eine zusätzliche Baubewilligung sollte nicht nötig sein, solange die baulichen Massnahmen nicht gross ins Auge fallen. Im Zweifelsfall sind Bauverordnungen zu konsultieren; sie enthalten exakte Angaben zur Frage, welche Bauvorhaben von der Bewilligungspflicht ausgenommen sind. Beispiel: Im Kanton Aargau braucht es keine Bewilligung für Einfriedungen bis zu einer Höhe von 1,2 Meter oder für Gartenhäuschen bis zu einer Grundfläche von 5 Quadratmetern und einer Höhe von 2,5 Metern – jedenfalls soweit das Vorhaben alle übrigen Bestimmungen einhält, besonders die vorgeschriebenen Abstände zur Parzelle des Nachbars.

Platten für Gartensitzplatz selbst verlegen 

Einen langlebigen Gartensitzplatz lässt sich mit Natursteinplatten selbst verlegen. Die einfachste Bauweise ergibt sich durch deren direkte Verlegung auf ein Splittbett. Bei der Bestellung der gewünschten Steinplatten sollte mit etwa 5-10 % Verschnitt gerechnet werden hinzu. Am besten eignen sich Platten aus Basalt, Granit, Kalkstein oder Sandstein. Vor dem Verlegen wird als Unterlage Splitt/Schotter in unterschiedlichen Körnungen und in zwei Schichten eingebracht: die etwas grösser Körnung als untere Schicht, die etwas kleinere als obere. Schliesslich stellt sich die Frage nach der Verfugung der verlegten Platten. Durch Zementfugen wächst kein Unkraut. Mit Epoxidharz gibt es eine gute Alternative zu Zement, die auch farblich an die Steinplatten angeglichen werden kann. Quarzsand zwischen den Fugen ist die natürlichste Variante. Dabei können in oder durch die Fugen Pflanzen oder Unkraut wachsen. Der Gartensitzplatz sollte ein Gefälle von rund 2 % aufweisen, in Richtung von Stellen, an denen das Wasser abgeführt oder versickern kann. 

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