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Biotop im Garten anlegen: Planung, Pflanzen und Pflege

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Naturnahes Biotop mit Gartenteich, Seerosen und blühenden Uferpflanzen als Lebensraum für Tiere im Garten.

Natürliche Gartenteiche sind nicht nur eine Oase der Erholung, sondern sie bieten Pflanzen und Tieren einen funktionierenden Lebensraum. Ein Biotop selber bauen ist einfacher als man denkt. Dabei gilt es aber, einige Grundsätze zu beachten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Biotop bietet Pflanzen und Tieren einen wertvollen Lebensraum. Mit einer guten Planung bezüglich Grösse, Tiefe und Standort lässt es sich auch selbst anlegen.
  • Die Pflege ist entscheidend für ein stabiles ökologisches Gleichgewicht. Je nach Jahreszeit gehören dazu das Entfernen von Pflanzenresten, die Kontrolle der Wasserqualität sowie der Schutz vor Frost.
  • Die richtige Bepflanzung und ein zurückhaltender Besatz mit Tieren fördern die Artenvielfalt. Auch ein Miniteich auf Balkon oder Terrasse ist mit der passenden Ausstattung möglich.
  • Die Kosten reichen von unter 500 Franken für kleine Eigenbauprojekte bis zu mehreren Tausend Franken für grössere oder technisch ausgestattete Teiche.
  • Ein Miniteich eignet sich auch für kleine Aussenbereiche. Er benötigt regelmässige Kontrolle des Wasserstands und sollte im Winter vor Frost geschützt werden.

Biotop bauen - besser grösser als klein

Im Garten sollte ein Naturteich eine Fläche von mindestens 15 Quadratmeter, besser sogar 30 aufweisen. Ebenso sollte der tiefste Punkt, die sogenannte Tiefwasserzone, mindestens bis 80 cm unter die Wasseroberfläche reichen. Zu kleine Gartenteiche erwärmen sich im Sommer rasch. Dies begünstigt das Algenwachstum Im Winter wiederum gefrieren zu kleine Biotope bis auf den Grund. Larven und andere Kleinstlebewesen würden dies nicht überleben. Auch entwickelt sich bei grösserem Volumen das natürliche Gleichgewicht besser.

Der beste Standort für ein Biotop

Das Biotop sollte um das Haus nach Osten oder Westen ausgerichtet werden. Ideal ist, wenn dieses im Sommer etwa während fünf bis sechs Stunden Sonnenschein erhält. Der Gartenteich sollte nicht allzu nah bei Bäumen oder Büschen angesiedelt werden, weil im Herbst das fallende Laub die Wasserqualität beeinträchtigt.  

Die richtige Pflege für das Biotop

Ein Biotop oder ein Gartenteich benötigt durchs Jahr regelmässigen Unterhalt. Die Wasser- und Uferpflanzen sollten immer in einem guten Verhältnis stehen. Das heisst, Pflanzen die Überhand nehmen oder wuchern werden ausgedünnt oder teilweise entfernt. So pflegst du deinen Gartenteich 

Biotop im Frühling pflegen

Dürre Pflanzen im Frühling entfernen. Im zeitigen Frühjahr werden dürre und abgestorbenen Pflanzenteile entfernt. Für das Einbringen von neuen Pflanzen ist nun die richtige Zeit. Wenn im Frühjahr die Sonne das Wasser im Gartenteich aufwärmt, trübt es sich gerne ein. Die Ursache dafür sind mikroskopisch kleine Schwebealgen, die das Wasser unansehnlich färben. Schuld für deren Ausbreitung sind meistens eine Überdüngung und verrottende Pflanzenteile, die über den Winter im Wasser liegen geblieben sind. Diese müssen nun entfernt werden. Gegen die Algen können Wasserflöhe oder Kaulquappen eingesetzt werden. Abhilfe schafft zudem, wenn die Wasseroberfläche mit Schwimmpflanzen, zum Beispiel Seerosen, beschattet und sauerstoffbildende Pflanzen (Sumpfhahnenfuss, Laichkraut) eingesetzt werden.

Bio im Sommer pflegen

Im Sommer auf die Wasserqualität achten. Während der heissen Jahreszeit gilt es auf die Wasserqualität zu achten. Für das Überprüfen der Wasserqualität gibt es Teststäbchen und andere Utensilien die in einem grösseren Fachgeschäft erhältlich sind. Der pH-Wert ist passend, wenn er zwischen 6,5 und 8,2 liegt. Zudem sollte zum Beispiel die Konzentration von Nitrat nicht über 50 Milligramm pro Liter liegen.

Das Algenwachstum im Zaun halten. In jedem Teich gibt es verschiedensten Algenarten. Solange die Nährstoffkonzentration im Wasser normal ist, leben sie in friedlicher Koexistenz mit anderen Pflanzen. Damit sich Algen nicht ausbreiten gilt es den Nährstoffeintrag zu minimieren. Das heisst, Laub und weiterer Eintrag von Grüngut rasch entfernen und keine abgestorbenen Pflanzenteile im Wasser belassen. Vorhandene Algen regelmässig abfischen, diese können auf den Kompost gegeben werden. Biotop in gewissen Abständen vom Schlamm befreien und reinigen.

Biotop im Herbst pflegen

Im Herbst ein Laubnetz über den Teich spannen. Sobald der Laubfall abgeschlossen ist, kann das Netz mit den Blättern entfernt werden. Laub, das später in den Teich fällt, wird abgefischt. Entfernt werden ebenso abgestorbene Seerosenblätter. Rohrkolben und Schilfpflanzen im Uferbereich bleiben stehen. Sie sorgen im Winter bei Raureif für besondere Gartenatmosphäre.

Biotop im Winter pflegen

Biotop im Winter vor Frost schützen. Ein zugefrorener Teich bietet einen hübschen Anblick. Doch in der kalten Jahreszeit ist auch Vorsicht geboten. Gefriert das Wasser, kann der Eisdruck den Gartenteich beschädigen. Für Abhilfe sorgen altbewährte Methoden: Ein kleiner Gartenteich lässt sich mit Jutesäcken oder Luftpolsterfolie abdecken. Setzt Tauwetter ein, wird die Deckschicht sofort entfernt. Ein schwimmender Holzklotz oder Reisigbündel auf der Wasseroberfläche entlasten vom Eisdruck, sobald das Wasser gefriert. Auch feste Gummibälle oder Styroporplatten, die auf der Wasseroberfläche schwimmen sind dazu geeignet. Styroporplatten müssen allerdings beschwert werden, damit der Wind sie nicht abhebt. 

DIY-Anleitung: Biotop mit Teichfolie anlegen

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DIY-Anleitung: Biotop mit Teichfolie anlegen

Mit unserer praktischen Schritt-für-Schritt-Anleitung (PDF) kannst du ein Biotop mit Teichfolie selbst anlegen.

DIY-Anleitung: Biotop mit Teichfolie anlegen

Mit unserer praktischen Schritt-für-Schritt-Anleitung (PDF) kannst du ein Biotop mit Teichfolie selbst anlegen.

Die Kosten für ein Biotop

Ein ganz kleines Biotop kann schon für unter 500 Franken erstellt werden. Im Normalfall kostet ein Biotop zwischen 1000 und 5000 Franken, wobei die Grenze nach oben offen ist. Am günstigsten fährt, wer das Biotop selbst anlegt: Für die Hauptarbeit, den Aushub, sind nur Schaufel, Pickel und Schubkarren nötig. Teurer kommt es, wenn ein Gartenbau- oder ein spezialisiertes Teichbauunternehmen beauftragt wird. 
 
Kleine Kunststoffwannen sind schon für unter 100 Franken zu haben, ein 8 Quadratmeter grosser Fertigteich kostet rund 2500 Franken. Teichfolie kostet je nach Dicke und Menge (Mengenrabatt) 10 bis über 20 Franken pro Quadratmeter. 
 
Im Prinzip benötigt ein Biotop keine Technik, weil es sich selbst reinigt. In vielen Fällen sind jedoch eine Umwälzpumpe, ein Wasserfilter im Kiesgrund oder ein Skimmer (Oberflächenfilter) sinnvoll. Im Do-It-Yourself-Center gibt es Teichpumpen ab 70 Franken, ein Profi-Gerät eines Teichbau-Unternehmens kann dagegen mehrere Tausend Franken kosten. Ob eine technische Reinigung nötig ist, hängt vor allem vom Nährstoffgehalt des Wassers ab. Wenn sich ein landwirtschaftlicher Betrieb in der Nähe befindet, können Düngesubstanzen per Wind oder Regen ins Biotop gelangen, was das Algenwachstum fördert. 
 
Ein weiterer Kostenpunkt sind die Pflanzen. Pro Quadratmeter ist mit 30 bis 100 Franken zu rechnen, abhängig von der gekauften Menge. Pflanzen spielen eine wichtige Rolle als Sauerstoffspender, als Versteck und Laichplatz für Fische sowie als Nahrungskonkurrent für Algen. Höchstens 30 Prozent der Wasseroberfläche sollten von Pflanzen bedeckt sein, damit genug Sonnenlicht einfallen kann.

Gut zu wissen: Fertigteiche haben gewöhnlich eine Garantie von 10 bis 15 Jahren. Bei Folienteichen ist die Art und Qualität der Folie entscheidend für die Lebensdauer. PE-Folien können schon nach 5 Jahren beschädigt sein, PVC-Folien halten zwischen 10 und 50 Jahren, und Kautschuk über 40 Jahre. 

Die schönsten Pflanzen für das Biotop im Garten

In Biotopen bietet sich eine Mischung aus verschiedenen Pflanzenarten an.

Moorpflanzen

  • Zu den Moorpflanzen gehören neben Wollgräsern mit ihren baumwollartigen Blüten auch Sumpf- und Rosenprimeln sowie die Orchideenprimel, die sauren Boden und Halbschatten bevorzugt.
  • Ebenfalls geeignet sind Kuckuckslichtnelke, Nelkenwurz, Lungenenzian und Fettkraut. Auch verschiedene Schwertlilien (Iris) bieten sich für den feuchten Uferbereich an.
  • Das kleine Pfennigkraut mit seinen grünen, gelben oder panaschierten Blättern gedeiht gut zwischen Steinen. Nicht zu vergessen sind Seggen (Carex). Eine besondere Erscheinung ist das Schildblatt: Es bildet zuerst Blüten und entwickelt erst danach sein imposantes Blattwerk.
  • Zu den schönsten Vertretern der Lilien- und Orchideengewächse zählen die Krötenlilie (Tricyrtis) und das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis).

Wasserpflanzen

  • Der Kalmus trägt eher unscheinbare Blüten, die panaschierte Sorte ist jedoch besonders dekorativ. Auch der Gewöhnliche Froschlöffel (Alisma) eignet sich gut für den Teich, seine Blütenstängel lassen sich sogar für Trockenblumen verwenden. Die Schwanenblume begeistert mit ihren rosafarbenen Blütendolden.
  • Weitere geeignete Wasserpflanzen sind das Bunte Schwadengras, die Wasserschwertlilie (Iris pseudoacorus), Fieber- oder Bitterklee, Rohrglanzgras, Pfeilkraut (Sagittaria) sowie der Sumpffarn (Thelypteris palustris).

Wucherpflanzen

  •  Während Tannenwedel (Hippuris) vergleichsweise harmlos ist, breiten sich Schmalblättriger Merk (Gewöhnliche Berle), Wassernabel (Hydrocotyle), Strauss-Gilbweiderich (Lysimachia thyrsiflora) und Zungen-Hahnenfuss schnell aus und können andere Pflanzen verdrängen.
  • Auch Rohrkolben (Typha) bildet kräftige Ausläufer, die unter Umständen sogar die Kunststofffolie eines Teichs durchdringen können.

Tiefer wachsende Wasserpflanzen

  • Diese Pflanzen werden in Gartenteichen eher selten verwendet, da sie grössere Wasserflächen und entsprechend tiefe Teiche benötigen.
  • Die Gelbe Teichrose (Nuphar lutea) gedeiht in 80 bis 150 cm Wassertiefe und bildet auffällige gelbe Blüten. Die Wassernuss (Trapa natans) verträgt sogar eine Wassertiefe von bis zu zwei Metern.
  • Der Kleine Wasserhahnenfuss (Ranunculus aquatilis) wächst in bis zu einem Meter tiefem Wasser. Auch der Schmalblättrige Rohrkolben (Typha angustifolia) eignet sich für diesen Tiefenbereich.

Schwimmpflanzen

  • Eine interessante Schwimmpflanze ist die Krebsschere (Stratiotes aloides). Sie steigt bei wärmeren Temperaturen an die Wasseroberfläche auf und sinkt im Winter wieder auf den Teichgrund.
  • Vorsicht: Die Gemeine Wasserpest (Elodea canadensis) und das Hornkraut (Ceratophyllum demersum) liefern zwar Sauerstoff, breiten sich jedoch sehr schnell aus und können andere Wasserpflanzen verdrängen.

Die Seerose – Königin der Gartenteiche

Mit ihren strahlend weissen, zartrosa, gelben oder teilweise auch violetten Blüten verleihen die Seerosen dem Gartenteich oder Biotop eine edle und krönende Optik. In ihrer Hauptblütezeit, Ende Mai bis Juli, hält eine Seerose durchschnittlich 5 bis 10 Tage, je nach Wärme und Witterung. Die Wasserpflanzen zeigen das grösste Wachstum im Frühling und Sommer. Entscheidend sind dabei Klima, Wassertiefe und Bodenverhältnisse. Ein sonniger Platz – der Teich sollte täglich mindestens während fünf Stunden besonnt sein – und ruhiges Wasser entsprechen ihren Bedürfnissen. 
 
Die Wasser- oder Pflanztiefe ist sortenbedingt. Zwergsorten und solche für den Flachwasserbereich gedeihen in einer Tiefe von 0,1 bis 0,5 m und einer Wasseroberfläche von 0,5 bis 1 m². Andere Sorten benötigen eine mittlere Pflanztiefe von 0,5 bis 0,8 m und einer Wasseroberfläche 1 bis 2 m². Wiederum andere fühlen sich im Tiefwasser ab 0,8 m und einem Platzbedarf von 2 bis 3 m² wohl. 
 
Auch Seerosen benötigen Dünger. Dazu im Frühling Hornspäne in Lehm kneten und an mehreren Stellen in den Boden drücken. Die im Spätherbst gelb werdenden Blätter können entfernt werden, müssen aber nicht. Gefriert der Teich über einen längeren Zeitraum, ist es von Vorteil, frostgefährdete Sorten, wie zum Beispiel Zwerg- und Flachwassersorten, abzudecken (Noppenfolie, Laub, Stroh- oder Styropormatten). Tiefstehende Sorten (ab 0,5 m) überwintern unbedenklich, wenn nicht mit dem vollständigen Einfrieren des Teichwassers gerechnet werden muss. Tropische Seerosen gehen unter hiesigen Bedingungen ein. Sie benötigen einen speziellen Frostschutz (Teichheizung) oder werden im Keller überwintert: Die abgeblühten Pflanzen herausnehmen, alle Triebe und Wurzeln entfernen und in einen Behälter mit Sand einschlagen. Den Sandbehälter regelmässig feucht halten. Bei 14–16 °C überwintern. Im Frühling frisch einpflanzen. 

seerose biotop
Mit ihren strahlend weissen, zartrosa, gelben oder teilweise auch violetten Blüten verleihen die Seerosen dem Gartenteich oder Biotop eine edle und krönende Optik.
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Tiere im Biotop

Ist dein Biotop fertig angelegt, dauert es meist nicht lange, bis die ersten Tiere einziehen. Zunächst erscheinen Insekten wie Libellen, Wasserläufer oder verschiedene Fliegenarten. Danach folgen Amphibien wie Molche, Kröten, Frösche oder Salamander. Es kann allerdings bis zu einem Jahr dauern, bis Amphibien dein Biotop entdecken. Vögel nutzen einen naturnahen Teich dagegen oft schon nach kurzer Zeit. Hältst du Fische, musst du damit rechnen, dass auch ein Fischreiher früher oder später vorbeischaut.

Frosch in einem Biotop
Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis Amphibien dein Biotop entdecken.

Fische im Biotop

Grundsätzlich können sich auch Fische in einem Biotop wohlfühlen – vorausgesetzt, der Teich ist gross und tief genug und friert im Winter nicht vollständig zu. Als Faustregel gilt: Der Teich sollte mindestens 20 Quadratmeter gross und einen Meter tief sein. Dann eignen sich einheimische Fischarten wie Moderlieschen, Bitterling, Stichling, Elritze oder Goldorfe. Für diese Arten ist in der Regel keine Filteranlage notwendig. Goldfische und Kois stellen dagegen höhere Ansprüche an die Wasserqualität.

Unser Tipp: Warte mindestens ein Jahr, bevor du Fische einsetzt. So kann sich das natürliche Gleichgewicht im Biotop zuerst entwickeln.

Überlege dir den Fischbesatz jedoch gut. Fische gehen immer zulasten anderer Teichbewohner, insbesondere von Amphibien. Goldfische und Kois fressen Laich und Kaulquappen und verringern deren Überlebenschancen erheblich. Möchtest du möglichst vielen Tierarten einen Lebensraum bieten, solltest du auf Fische verzichten oder sie nur sehr zurückhaltend einsetzen. Möchtest du dagegen Fische im Teich halten, musst du damit rechnen, dass sich deutlich weniger Amphibien ansiedeln.

Im Biotop sind Fische als Algenfresser willkommen

Algen sind in Biotopen ein sattsam bekanntes Problem. Sie bilden sich einerseits durch Sonne und Nährstoffe, andererseits aber auch durch Ausscheidungen von Tieren im und um den Teich. Auch an Hausfassaden können Algen problematisch sein. 

Um dem Algenbewuchs im Biotop vorzubeugen, können folgende Fischarten, die als Algenfresser gelten, ausgesetzt werden:

  • Goldelritze
  • Graskarpfen
  • Gründling
  • Moderlieschen
  • Nase
  • Rotfeder
  • Silberkarpfen 
  • Wimpelkarpfen 

Sie alle ernährten sich von Algen, aber auch sie vermögen die «Arbeit» nicht vollständig zu leisten. Deshalb steht die Algenpflege – sprich die Beseitigung der Ursachen des Algenbewuchs und allenfalls geeignete Bepflanzungen – stets an erster Stelle.

Alternativ können auch Schnecken, Muscheln oder Krebse im Biotop angesiedelt werden, wobei es zu beachten gilt, dass sich diese Tiere sehr schnell vermehren, was wiederum zu einem Nahrungsmangel führen kann. Darüber hinaus «vergreifen» sich vor allem Schnecken auch gerne an jenen Pflanzen, die am und im Biotop eigentlich erwünscht sind.

Wasserschildkröten im Biotop

Wenn es «eine Nummer grösser» sein darf, sind Wasserschildkröten eine attraktive Alternative oder Ergänzung zu Fischen im Biotop. Diese Schildkröten stellen aber besondere Anforderungen an die Anlage, wie zum Beispiel eine Umzäunung und Flachwasserbereiche. Zudem muss natürlich sichergestellt werden, dass die Wasserschildkröten über die kälteren Jahreszeiten in einem geeigneten «Indoor»-Aquarium unterkommen können. Aber auch aufgepasst: Schildkröten fressen Wasserpflanzen fürs Leben gern.  

Einen Miniteich selbst bauen – für die Terrasse, Balkon und den kleinen Garten

Mit wenig Aufwand lässt sich ein Miniteich selber realisieren. Er findet Platz auf der Terrasse, auf dem Balkon oder im kleinen Garten. So gelingt der Bau eines Biotops in wenigen Schritten:

  1. Das passende Gefäss wählen: Plastikkübel, Wäschebottich oder Blechzuber - es gibt eine Vielzahl geeigneter Behälter. Damit die Pflanzen später genügend Platz finden, sollte das Gefäss mindesten 40 Zentimeter tief sein. Eine Abdichtung mit einer PVC- oder Teichfolie lohnt sich, auch wenn das Gefäss dicht ist. Diese schützt vor dem Abnützen.
  2. Bepflanzung des Miniteichs: Besonders schön im Miniteich sind Seerosen. Dazu allerdings nur Zwergformen verwenden. Um diese zu pflanzen wird ein Pflanzkorb eingesetzt. Gepflanzt wird in Teichsubstrat aus dem Handel. Das Substrat wird nach dem Pflanzen schliesslich mit einer Schicht Kieselsteine, die vorher gewaschen wurden, vollständige bedeckt. Als Randpflanzen eignen sich zum Beispiel Zwerg-Rohrkolben, Gauklerblumen oder echte Brunnenkresse. Auch diese Pflanzen bevorzugen wie die Seerosen Pflanzkörbe.
    Möglich sind ebenso Schwimmpflanzen wie die Wasserlinse oder Froschbiss. Sie werden ohne Pflanzkorb ins Wasser gesetzt. Die Wurzeln schwimmen im Wasser und beziehen die Nährstoffe direkt aus dem Wasser.
  3. Wasser einfüllen: Sind die Pflanzen eingepflanzt, wird das Wasser eingefüllt. Dies kann ganz normales Leitungswasser sein. Damit Kies und Erde nicht aufgewirbelt werden, das Gefäss langsam und mit wenig Wasserdruck auffüllen. Der Miniteich muss immer genügend Wasser enthalten, deshalb regelmässig kontrollieren und wenn nötig Wasser nachfüllen. Das Verdunsten des Wassers kann sich besonders bei kleinen Gefässen rasch negativ auswirken.
  4. Tiere im Miniteich: Aufgrund der geringen Grösse eines Miniteichs und weil keine laufende Wasserzufuhr und auch kein Ablauf stattfindet, kann es rasch zu Sauerstoffmangel im Wasser kommen. Darum sollte von Tieren wie Fischen im Miniteich abgeraten werden. Dadurch können sich aber auch rasch Algen bilden. Diese nicht chemisch behandeln, sondern mit den Händen entfernen oder mit einer groben Klobürste herausfischen.
  5. Die Überwinterung eines Miniteiches: Da ein Miniteich in aller Regel klein ist, ist die Gefahr gross, dass er im Winter gänzlich zufriert. Zudem sind nicht alle Pflanzen wirklich winterhart. Einige sind empfindlicher auf Kälte, andere weniger. Daher ist es empfehlenswert, den Miniteich vor der kalten Jahreszeit auszubauen und mehrjährige Pflanzen wie Schilf oder Seerosen zurückzuschneiden und in einem Gefäss mit feuchter Erde in einem kühlen, dunklen und frostfreien Raum zu überwintern.  
Miniteich für den Garten selbst bauen
Mit wenig Aufwand lässt sich ein Miniteich selber realisieren. Er findet Platz auf der Terrasse, auf dem Balkon oder im kleinen Garten.
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