Der Gemeine Ohrwurm kurz vorgestellt
Es gibt weltweit über 1’000 unterschiedliche Arten von Ohrwürmern (Dermaptera). Der Ohrwurm – er ist auch als Ohrenkneifer bekannt – bildet innerhalb der Klasse der Insekten eine eigene Ordnung. Die Heimat des wärmeliebenden Tieres findet sich hauptsächlich in den Tropen. In Europa sind rund 30 Arten bekannt. Dabei zählt der Gemeine Ohrwurm (Forficula auricularia) in der Schweiz zur häufigsten Art.
Wusstest du, dass der Name des Insektes vermutlich aus der Naturheilkunde stammt? Denn die Ohrwürmer wurden früher in getrockneter und pulverisierter Form als Heilmittel gegen Ohrenleiden oder Schwerhörigkeit verabreicht. Zudem besagt eine weit verbreitete Legende, dass der Gemeine Ohrwurm nachts in Ohren kriecht und mit seinen Zangen das Trommelfell zerstört. Doch das Tier wäre dafür viel zu schwach und ist für den Menschen somit auf keinste Weise gefährlich.
Der Gemeine Ohrwurm wird zwischen 12 bis 17 Millimeter gross. Dabei ist ihr dreigliedrig aufgebauter Körper rötlich-gelblich braun bis schwarz gefärbt. Die Jungtiere sind etwas heller und kleiner und lassen sich von den erwachsenen Ohrenkneifern somit sehr gut unterscheiden. Am Kopf der Ohrwürmer finden sich die scharfen Mundwerkzeuge, zwei Fühler und Augen. Die Nützlinge sind weitgehend flugunfähig und lieber zu Fuss unterwegs. So sind die beiden Flügel am Brustabschnitt je nach Art meist nicht voll ausgebildet. Die spitzen Zangen am Hinterleib des Tieres dienen der Abwehr von Angreifern, der Ergreifung von Beute und halten den Partner bei der Paarung fest.