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Engerlinge im Garten erkennen und bekämpfen

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Engerling (Larve eines Blatthornkäfers) im Erdreich zwischen dunkler Gartenerde.

Bei Engerlingen stehen die Wurzeln von Gemüse-, Beeren und Gräserpflanzen weit oben auf dem Speiseplan. Der Wurzelfrass kann zu einem Absterben der Pflanzen führen. So bekämpfst du den gefrässigen Schädling.

Das Wichtigste in Kürze

  • Engerlinge sind die Larven verschiedener Blatthornkäfer. Während Rosen- und Nashornkäferlarven nützlich sind, können Mai- und Junikäferlarven durch Wurzelfrass erhebliche Schäden verursachen.
  • Ein starker Wurzelfrass führt zu welken Pflanzen und kann Gemüse, Beeren, Gräser sowie ganze Rasenflächen zum Absterben bringen.
  • Mit vorbeugenden Massnahmen wie dem Verzicht auf nächtliche Beleuchtung, dem Einsatz von Insektenschutznetzen und regelmässigem Vertikutieren lässt sich das Risiko eines Befalls deutlich reduzieren.
  • Zur biologischen Bekämpfung eignen sich Nematoden, das Absammeln der Larven sowie die Förderung von natürlichen Fressfeinden wie Igeln, Vögeln und Fledermäusen.

Nützliche und schädliche Engerlinge

Im Kompost fördern nützliche Engerlinge wie die Larven des Rosen- und Nashornkäfers im Zusammenspiel mit Pilzen und Bakterien den Abbau von organischem Material. So leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Bildung von wertvollem Humus. Im Garten finden sich jedoch auch Engerlingsarten, die sich nicht von abgestorbenen Pflanzenteilen, sondern von Wurzeln ernähren. Hierzu zählen die Larven der Mai- und Junikäfer. Der Wurzelfrass dieser Engerlinge kann zu einem Absterben der Pflanzen führen. 

Die Engerlinge im Porträt

Als Engerlinge bezeichnet man die Larven der Blatthornkäfer (Scarabaeoidea). Mai- und Junikäfer sowie Rosen- und Nashornkäfer gehören zu den wohl bekanntesten Blatthornkäferarten.

Die Larven der Rosen- und Nashornkäfer richten keinen allzu grossen Schaden an, denn sie ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenteilen. Mai- und Junikäferlarven bevorzugen hingegen Wurzeln. Der Wurzelfrass dieser beiden schädlichen Arten kann zu einem Absterben der Pflanzen führen.

Engerlinge werden bis zu sechs Zentimeter lang. Der Körper ist creme-weiss bis gelblich gefärbt und am Hinterleib verdickt. Am vorderen Teil des Körpers finden sich drei Beinpaare, mit denen der Schädling sich leicht durch das Erdreich graben kann. Der ausgeprägte braune Kopf mit dem kräftigen Mundwerkzeug ist ein weiteres typisches Erkennungsmerkmal. So kann er sich zügig durch das Wurzelwerk fressen.

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Einen Befall durch Engerlinge erkennen

Die Engerlinge ernähren sich von Wurzeln und richten im Vergleich zu den ausgewachsenen Käfern einen bei Weitem grösseren Schaden an. So kann ein starker Befall durch Engerlinge zu einem Welken und Absterben der Gemüse-, Beeren- und Gräserpflanzen führen. Im Rasen lassen sich beispielsweise befallene Flächen nahezu vollständig mit der Hand ablösen.

Einen Befall durch Engerlinge vorbeugen

  • Vermeide eine nächtliche Beleuchtung deines Gartens. Im Mai und Juni suchen die Käfer für die Eiablage gerne Orte auf, an denen nachts eine Lichtquelle vorhanden ist.
  • Werfe ein Insektenschutznetz über deine Beete und den Kompost aus. So verhinderst du die Eiablage der erwachsenen Käfer.
  • Vertikutiere deinen Rasen regelmässig. In einem lockeren Boden siedeln sich die Larven weniger gerne an. Ebenso ist ein Auflockern der Gartenbeete sehr zu empfehlen.
  • Tief eingegrabene Kantensteine als Beeteinfassung halten Engerlinge weitgehend fern und erschweren das Wandern in benachbarte Beete.
  • Halte den Garten sauber und entferne abgestorbene Pflanzenteile und Unkraut.
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Einen Befall durch Engerlinge erfolgreich bekämpfen

Im Garten richten wenige Engerlinge nur einen kleinen Schaden an. Rasch kann sich die Pflanze von dem Wurzelfrass erholen. Vermehren sich die Engerlinge jedoch rasant, solltest du über eine schonende Bekämpfung der Schädlinge zum Schutz der Pflanzen nachdenken.

  • Das Absammeln der Engerlinge ist eine sehr zielführende Methode, um einen Befall in Schach zu halten. Nach einem starken Regenschauer kommen die Schädlinge gerne an die Erdoberfläche. Dann lassen sie sich besonders einfach absammeln.
  • Für eine biologische Bekämpfung empfiehlt sich der Einsatz von Nematoden. Die ausgebrachten Fadenwürmer suchen im Boden nach ihren Wirtstieren.
  • Fördere Nützlinge in deinem Garten. Bei Igeln, Maulwürfen, Vögeln und Fledermäusen sind Engerlinge eine beliebte Speise. Schaffe für die Nützlinge Behausungen, Futterstellen und Wassertränke.

Engerlinge mit Hausmitteln bekämpfen

Zur Bekämpfung von Engerlingen haben sich einige Hausmittel bewährt. Hier findest du Hausmittel, die bei einem Befall helfen können.

  • Knoblauch: Knoblauch enthält Schwefelverbindungen, die für einige Insekten abstossend wirken. Setze den Knoblauch ab Mitte Februar in das Beet. Der winterharte Frühlingsknoblauch reduziert das Risiko der Eiablage, aus der Engerlinge entstehen.
  • Geranien und Rittersporn: Setze Geranien oder Rittersporn in deine Gartenbeete. Die Pflanzen schrecken die Engerlinge nicht nur ab, sondern sind für sie durch den Frass an deren Wurzeln tödlich.
  • Pferdemist oder verroteter Kompost: Fülle im Frühling einen Eimer bis etwa 10 Zentimeter unter dem Rand mit Pferdemist. Grabe den Eimer 40 bis 60 Zentimeter tief in das Gartenbeet und stelle einen Blumentopf daneben. Die jungen Larven werden von dem Pferdemist angezogen und so ganz natürlich umgesiedelt.

So hilft Kaffeesatz gegen Engerlinge

Mit Kaffeesatz lassen sich Engerlinge erfolgreich und dabei sehr kostengünstig durch die Verwertung der Abfälle bekämpfen. Eine Vielzahl von Insekten reagiert empfindlich auf die Inhaltsstoffe des Kaffees – so auch die Engerlinge. Der Kaffeesatz vertreibt die Tiere und wirkt dabei zugleich als wertvoller Dünger.

Und so gelingt’s: Verteile den getrockneten Kaffeesatz gleichmässig, aber nicht zu dick auf die betroffenen Bodenareale. Arbeite den Kaffeesatz leicht in den Boden ein. Wiederhole den Vorgang bei Bedarf alle zwei bis drei Wochen.

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