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Kartoffelkäfer erkennen und bekämpfen

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Kartoffelkäfer auf einem Blatt einer Kartoffelpflanze.

Der Kartoffelkäfer ist ein gefährlicher Schädling, der Kartoffeln, Tomaten und andere Nachtschattengewächse befällt. Die Frasstätigkeit der erwachsenen Käfer und ihrer Larven ist immens. Lies hier, wie du den Schädling natürlich aus deinem Garten fernhältst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kartoffelkäfer ist ein gefährlicher Schädling für Kartoffeln, Tomaten und andere Nachtschattengewächse. Sowohl Käfer als auch Larven verursachen durch starken Blattfrass massive Schäden bis hin zum Ernteausfall.
  • Einen Befall erkennen kannst du an skelettierten Blättern und typischem Rand- und Lochfrass. Ab Mai erscheinen die ersten Käfer, wenig später legen sie ihre Eier paketweise auf der Blattunterseite ab.
  • Mit gezielter Vorbeugung wie Schutznetzen, Mischkultur mit Staudenlein oder Kapuzinerkresse, regelmässigem Jäten und stärkenden Brennnesseljauchen reduzierst du das Risiko eines Befalls deutlich.
  • Zur natürlichen Bekämpfung empfiehlt sich das regelmässige Absammeln von Käfern, Larven und Eiern. Bei leichtem Befall hilft Gesteinsmehl, bei stärkerem Befall Neemöl oder Rainfarn-Tee im Wechsel.
  • Wichtig ist der richtige Behandlungszeitpunkt. Biologische Mittel wirken am besten kurz nach der Eiablage und sollten je nach Generation des Käfers abgewechselt werden, um Resistenzen zu vermeiden.

Kartoffelkäfer im Überblick

Im Gemüsegarten hat der Kartoffelkäfer ganze Arbeit geleistet. Die Blätter der Kartoffel- und Tomatenpflanzen sind durch die Frasstätigkeit des Schädlings mit Löchern übersät. Meist erkennt man nur noch die Skelette. Der Käfer hat immense Schäden angerichtet. Es muss mit grossen Ernteausfällen gerechnet werden. Mit unseren Tipps lässt sich der markante hellgelb-schwarz gestreifte Käfer sehr einfach erkennen. So bekämpfst du den Schädling auf natürliche Art und Weise.

Eipaket eines Kartoffelkäfers auf der Unterseite eines Kartoffelblatts.
Die weiblichen Kartoffelkäfer legen ihre Eier paketweise auf der Blattunterseite ab.

Merkmale des Kartoffelkäfers

Es war Ende des 19. Jahrhunderts, als der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) mit einer Kartoffellieferung aus Amerika nach Europa gelangte. In den kommenden Jahren entwickelte sich der Käfer zum gefährlichsten Schädling beim Anbau von Kartoffeln und anderen Nachtschattengewächsen. Die hellgelb-schwarz gestreiften Deckflügel sind ein typisches Erkennungsmerkmal für den etwa 15 Millimeter grossen Käfer. Nach seiner Überwinterung im Boden entdeckt man ab Anfang Mai die ersten Kartoffelkäfer im Gemüsegarten. Nur wenige Wochen später legen die weiblichen Käfer ihre Eier paketweise – ein Paket umfasst 20 bis 80 Eier – auf der Unterseite der Blätter ab. In einem Zyklus kann ein Weibchen insgesamt bis zu 2000 Eier ablegen. Nach 5 bis 12 Tagen schlüpfen die leuchtend roten Larven. Zur Verpuppung kriechen die gefrässigen Larven, die sich zuvor an den Blättern satt gefressen haben, zwei bis vier Wochen später ins Erdreich. Die Kartoffelkäfer schlüpfen nach zwei weiteren Wochen.

Einen Befall durch Kartoffelkäfer erkennen

Kartoffeln, Tomaten, Paprika oder Auberginen – der Kartoffelkäfer befällt bevorzugt Nachtschattengewächse. Die Larven und erwachsenen Käfer fressen die Pflanzen durch ihren Rand- und Lochfrass beinahe völlig kahl. Die Blätter sind zum Teil vollständig skelettiert. Die Frasstätigkeit des Schädlings schwächt die Pflanze und verhindert ein gesundes Wachstum. Es muss mit einem erheblichen Ernteausfall gerechnet werden.

Einen Befall durch Kartoffelkäfer vorbeugen

  • Fördere die natürlichen Feinde des Kartoffelkäfers wie beispielsweise Kröten und Laufkäfer.
  • Als Beetumrandung von Tomaten und Kartoffeln halten Staudenlein, Kapuzinerkresse und Meerrettich die Kartoffelkäfer fern. Die Abwehrpflanzen verströmen spezielle Duftstoffe und werden für den anrückenden Käfer zum natürlichen Bollwerk. Ein weiteres Plus: Im Gemüsegarten ist die blühende Beetumrandung ein besonders schöner Hingucker.
  • Im Gemüsegarten schützen feinmaschige Schutznetze die Pflanzen vor dem gefrässigen Käfer.
  • Entferne Unkraut regelmässig. Es dient dem Käfer als willkommenes Versteck, hinter dem er sich gerne verkriecht.
  • Brennnesseljauchen stärken die Abwehrkräfte der Pflanze. Eine regelmässige Spritzung oder das Giessen macht die Pflanze weniger anfällig für Schädlinge wie den Kartoffelkäfer.
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Kartoffelkäfer natürlich bekämpfen

Bei Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln, Tomaten, Paprika oder Auberginen kann der Kartoffelkäfer erhebliche Schäden anrichten. Wir geben dir hilfreiche Tipps, wie du den Schädling natürlich bekämpfen kannst.

  • Sammle die Kartoffelkäfer in den frühen Morgenstunden von Hand ab. Dies empfehlen wir in regelmässigen Abständen von Mai bis in den August hinein. Schüttle die Pflanze und sammle die Käfer und Larven ein. Entdeckst du Eier und Eipakete auf der Unterseite der Blätter, zerdrücke diese.
  • Bei einem leichten Befall hat sich das Bestäuben der Larven mit Gesteinsmehl bewährt. Ein positiver Nebeneffekt: Gesteinsmehl beugt zugleich Blattläusen vor.
  • Biologisch lassen sich Kartoffelkäfer mit einem Insektizid auf Neemölbasis erfolgreich bekämpfen. Ebenso empfehlen wir die Behandlung mit Rainfarntee. Der ideale Zeitpunkt ist bis zu fünf Tage nach der Eiablage des Schädlings.
  • Ein Wechsel zwischen den beiden biologischen Bekämpfungsmethoden ist ratsam, um einer Resistenzbildung der Larven entgegenzuwirken. Der Wechsel auf das andere Spritzmittel sollte immer dann erfolgen, wenn eine neue Kartoffelkäfergeneration in den Startlöchern steht.

Behandlungsbeispiel zur Bekämpfung von Kartoffelkäfern:

  • Erste Generation im Mai: Neemöl
  • Zweite Generation im Juni: Rainfarntee
  • Dritte Generation im Juli: Neemöl
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