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Orchideen vermehren: Die besten Methoden einfach erklärt

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Eine Person hält zwei junge Orchideen-Ableger in transparenten Töpfen über einer Schale mit Orchideen-Substrat.

Orchideen lassen sich auch selber vermehren. Wir zeigen dir, welche Methoden möglich sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Vermehrung von Orchideen ist deutlich anspruchsvoller als bei vielen anderen Zimmerpflanzen. Sie erfordert Geduld, Zeit und oft mehrere Versuche, bis die Nachzucht gelingt.
  • Die einfachste Methode ist die Vermehrung über Kindel (Ableger). Voraussetzung sind gut entwickelte Luftwurzeln und mindestens zwei Blätter, damit die junge Pflanze selbstständig wachsen kann.
  • Das Teilen von Orchideen eignet sich nur für bestimmte Arten mit sogenannten Bulben. Die Pflanzen sollten dafür mindestens zwei bis drei Jahre alt sein und sich in der Wachstumsphase befinden.
  • Einige Arten lassen sich durch Stecklinge vermehren. Dabei werden bereits bewurzelte Triebe abgeschnitten und in geeignetes Orchideen-Substrat eingepflanzt.
  • Die Aussaat von Orchideen ist die aufwendigste Methode. Da die Samen besondere Keimbedingungen benötigen, bleibt diese Form der Vermehrung meist erfahrenen Fachpersonen oder Züchterinnen und Züchtern vorbehalten.

Orchideen vermehren: Das Wichtigste zu den Methoden

Das Vermehren von Orchideen ist nicht zu vergleichen mit der Nachzucht von anderen Zimmerpflanzen. Es ist deutlich anspruchsvoller, benötigt Zeit und unter Umständen sind mehrere Versuche nötig. Grundsätzlich sind drei bis vier Methoden möglich. Das Vermehren in Vitro – im Reagenzglas unter Laborbedingungen – bleibt eher den Profis vorbehalten.

Orchideen durch Ableger vermehren

Orchideen entwickeln manchmal über Blätter oder Blütenstängel sogenannte Kindel. Sie bilden sich zum Beispiel aus neuen Blättern oder aus knolligen Sprossteilen. Bevor ein Ableger abgetrennt wird, sollten die Luftwurzeln des Kindels gut entwickelt sein. Nötig sind zwei Blätter und mehrere Zentimeter lange Luftwurzeln. Abgetrennt wird mit einem vorher desinfizierten Messer.

Die Ableger werden in einen Topf mit Orchideen-Substrat gepflanzt. Damit diese gedeihen, sind eine hohe Luftfeuchtigkeit und ein heller Standort nötig. Während der Wachstumsphase sollten die Ableger regelmässig mit Wasser besprüht werden.

Orchideen durch Teilen vermehren

Das Teilen als Vermehrungsmethode funktioniert nicht bei allen Orchideenarten. Es geht nur bei Gattungen, die verdickte Sprossen, sogenannte Bulben entwickeln. Zum Teilen sollten die Orchideen zwei bis drei Jahre alt sein. Der günstigste Zeitpunkt dazu ist der Beginn der Wachstumsphase. Zum Teilen die Pflanze aus dem Topf nehmen  und Teilstellen bestimmen. Diese werden dann mit einem Messer gerade nach unten durch den Wurzelballen getrennt. Die einzelnen Teile werden dann in saubere Töpfe mit Orchideen-Substrat gepflanzt.

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Orchideen durch Stecklinge vermehren

Einige Orchideenarten eignen sich für das Vermehren durch Stecklinge. Bei kletternden Arten bilden sich oft im oberen Teil der Pflanze Luftwurzeln. Dort lässt sich an den Wurzeln Moos anbringen um das Wachstum der Wurzeln zu fördern. Unterstützend wirkt das regelmässige besprühen des Mooses mit Wasser. Sobald die Wurzeln einige Zentimeter gewachsen sind wird der Steckling abgeschnitten und eingepflanzt.

Orchideen durch Aussaat vermehren

Das Aussäen von Orchideen mittels Samen benötigt einiges an Geduld. Je nach Gattung kann es bis zu zehn Jahre dauern, bis diese schliesslich Blüten entwickeln. Die Aussaat bietet sich vorab dort an, wo eine neue Züchtung herangezogen werden soll. Weil Orchideen-Samen zum Keimen besondere Bedingungen benötigen - sie sind auf die Zusammenarbeit mit speziellen Pilzen angewiesen – sollte die Aussaat den Profis überlassen werden.

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