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Orchideen pflegen: So bleiben Orchideen gesund

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Frau pflegt ihre Orchideen auf dem Fensterbank

Orchideen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Damit sie gesund bleiben und regelmässig blühen, brauchen sie die richtige Pflege. Hier erfährst du, wann du Orchideen schneiden solltest, wie du sie richtig giesst und düngst und wie du Krankheiten und Schädlinge frühzeitig erkennst und behandelst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Orchideenpflege gelingt mit wenigen gezielten Massnahmen. Schneide nur abgestorbene oder kranke Pflanzenteile und verwende stets scharfes, desinfiziertes Werkzeug.
  • Das richtige Giessen und Düngen ist entscheidend für gesunde Orchideen. Vermeide Staunässe, passe die Wassermenge an die Wachstumsphase an und dünge regelmässig während des Wachstums.
  • Krankheiten und Schädlinge lassen sich durch gute Pflege oft vermeiden. Kontrolliere deine Orchideen regelmässig, damit du Pilzbefall, Viren oder Schädlinge wie Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben früh erkennst und behandeln kannst.

Orchideen richtig schneiden

Beim Schneiden von Orchideen gilt: Weniger ist mehr. Die empfindlichen Pflanzen werden nur sparsam zurückgeschnitten – hauptsächlich, um abgestorbene oder kranke Pflanzenteile zu entfernen.

Verwelkte Blätter solltest du nicht mit Messer oder Schere entfernen. Sie fallen meist von selbst ab oder lassen sich vorsichtig von Hand abzupfen. Das ist ganz normal, denn auch gesunde Orchideen verlieren gelegentlich ein Blatt. Grüne und gesunde Pflanzenteile solltest du hingegen nicht schneiden.

Verwende zum Schneiden immer scharfes und desinfiziertes Werkzeug. So verhinderst du gequetschte Schnittstellen, über die Krankheitserreger eindringen können. Scheren oder Messer lassen sich beispielsweise mit kochendem Wasser oder einer Flamme desinfizieren.

Sind die Blüten abgefallen, kannst du den Blütenstängel oberhalb des dritten Auges (Knospe) zurückschneiden. Dadurch wird die Orchidee häufig zur Bildung neuer Blütentriebe angeregt.

Orchideen richtig giessen und düngen

Giesse deine Orchideen so, dass das Wasser durch die Abflusslöcher des Topfes abfliessen kann. Stehendes Wasser im Untersetzer solltest du immer entfernen, da viele Orchideenarten empfindlich auf Staunässe reagieren und Wurzelfäule entwickeln können.

Während der Wachstumsphase benötigen Orchideen regelmässig Wasser und Orchideendünger. In der Ruhephase solltest du deutlich weniger giessen. Aufgebundene Orchideen benötigen aufgrund ihrer frei liegenden Wurzeln eine höhere Luftfeuchtigkeit und müssen häufiger gegossen oder mit Wasser besprüht werden als Pflanzen im Topf.

Krankheiten und Schädlinge bei Orchideen erkennen und behandeln

Eine gute Orchideenpflege ist die beste Vorbeugung gegen Krankheiten und Schädlinge. Geschwächte Pflanzen werden deutlich häufiger von Pilzen, Viren oder Schädlingen wie Blattläusen, Schildläusen und Spinnmilben befallen. Erkennst du Probleme frühzeitig, lassen sich viele Schäden verhindern.

  • Sonnenbrand: Braune Flecken oder verbrannte Stellen auf Blättern und Blütenstängeln entstehen häufig durch direkte Sonneneinstrahlung. Stelle deine Orchidee an einen hellen Standort ohne pralle Mittagssonne.
  • Pilzbefall: Pilzkrankheiten zeigen sich durch schwarze oder braune Flecken auf Blättern und Stängeln. Hohe Luftfeuchtigkeit in Kombination mit zu viel Nässe begünstigt den Befall. Entferne betroffene Pflanzenteile mit einem desinfizierten Werkzeug und reduziere die Feuchtigkeit.
  • Virusinfektionen: Verformte Blüten, missgebildete Blätter oder Wachstumsstörungen können auf eine Virusinfektion hinweisen. Da Viruserkrankungen nicht behandelt werden können, solltest du befallene Orchideen entsorgen, um andere Pflanzen zu schützen.
  • Blattläuse: Blattläuse saugen Pflanzensaft aus Blättern, Stängeln und Blüten und schwächen die Orchidee. Bei leichtem Befall genügt es oft, die Schädlinge mit Wasser abzuspülen oder vorsichtig abzuwischen.
  • Schildläuse: Schildläuse vermehren sich rasch und entziehen der Orchidee Pflanzensaft. Gleichzeitig scheiden sie Honigtau aus, der die Pflanze zusätzlich schwächt. Ausserdem können sie Viren übertragen. Entferne Schildläuse vorsichtig mit einem weichen Tuch oder Schwamm.
  • Spinnmilben: Gelbe oder braune Blattflecken sowie feine Gespinste auf der Blattunterseite sind typische Anzeichen für Spinnmilben. Die winzigen Schädlinge sind mit blossem Auge kaum sichtbar. Wische die Blätter gründlich mit Wasser ab und erhöhe vorübergehend die Luftfeuchtigkeit, um den Befall einzudämmen.
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