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Degus als Haustiere: Haltung, Pflege und Tipps

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Ein Degu wird von einer Person vorsichtig gestreichelt und frisst auf einem Tisch

Degus sind putzig, gesellig und ganz schön quirlig. So lassen sich die exotischen Nager aus Chile wohl am besten beschreiben. Und anspruchsvoll dazu – zumindest, was Unterbringung und Nahrung angeht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Degus sind soziale Tiere und dürfen nicht allein gehalten werden. Ideal sind Gruppen von zwei bis fünf Tieren, wobei gleichgeschlechtliche Gruppen möglichst aus demselben Wurf stammen sollten.
  • Ein grosses, abwechslungsreich eingerichtetes Gehege mit viel Einstreu, Versteckmöglichkeiten, Klettermöglichkeiten und einem Sandbad ist die Grundlage für eine artgerechte Haltung.
  • Die richtige Ernährung besteht aus frischem Heu, Wasser, zuckerfreiem Körnerfutter und regelmässigem Frischfutter. Als Haustiere eignen sich Degus vor allem für Menschen, die ihre natürlichen Verhaltensweisen beobachten möchten, nicht für Kuschelfans.

Das Leben mit Degus als Haustiere

Es wird mit Wonne gebuddelt, genüsslich im Sand gebadet, mit Artgenossen getobt und restlos alles angeknabbert, was nicht niet- und nagelfest ist. So oder ähnlich gestaltet sich der ganz normale Alltag in einem Degu-Gehege. Langweilig wird es daher nie, wenn du dich für die lebhaften Nager als Heimtiere entscheidest. Immer vorausgesetzt, deine tierischen Mitbewohner fühlen sich wohl und werden artgerecht gehalten.

Degus sind nur in Gruppen glücklich

In der Natur machen sie die chilenischen Anden unsicher und leben in grossen Kolonien von nicht selten mehreren hundert Tieren. Vor diesem Hintergrund versteht es sich von selbst, dass Degus auf keinen Fall allein gehalten werden dürfen.

Laut dem Schweizer Tierschutz STS sollten Degus in Gruppen von mindestens zwei bis fünf Individuen zusammenleben. Geeignet sind folgende Kombinationen: ein kastriertes Männchen mit mehreren Weibchen oder reine Weibchen- beziehungsweise reine Männchengruppen.

Entscheidest du dich für eine gleichgeschlechtliche Gruppe, sollten alle Tiere aus demselben Wurf stammen. Problematisch ist es hingegen, bereits erwachsene Degus aneinander zu gewöhnen. Unter keinen Umständen darfst du fremde Tiere einfach zusammen in ein Gehege setzen. Oder möchtest du, dass es zu massiven Beissereien unter den kleinen Kerlchen kommt?

Die artgerechte Unterbringung für Degus

Sie sehen nicht nur aus wie eine Mischung aus Meerschweinchen und Rennmaus, ihre Ansprüche fallen auch entsprechend aus: Degus brauchen eine Behausung, die ihrem enormen Bewegungsdrang Rechnung trägt und zum Graben und Klettern einlädt.

Ideal ist ein Gehege mit einer Grundfläche von zwei Quadratmetern und einer Höhe von zwei Metern. Es sollte mehrere Ebenen aufweisen, sodass den Degus zusätzliche Fläche zur Verfügung steht.

Als Materialien kommen Glas oder Metall in Frage, sodass das Terrarium gegen die «Knabber-Attacken» der Nager gefeit ist.

Der Standort sollte ruhig und hell sein. Morgen- oder Abendsonne sind ideal, wobei das Gehege Schattenplätze aufweisen muss.

Die 6 Must-haves für ein artgerechtes Degu-Gehege

  • 50 bis 60 Zentimeter tief eingestreute Kleintierstreu aus Holzspänen, Hanf oder Stroh, die mit Heu, Stroh, Ästen und Kartonobjekten angereichert ist.
  • Versteckmöglichkeiten wie Korkröhren, Hütten, Tunnel, Tontöpfe oder Körbe. Als Faustregel gilt: mindestens doppelt so viele Unterschlüpfe wie Tiere.
  • Ein Sandbad, das mit Chinchilla-Sand oder reinem Vogelsand gefüllt wird.
  • Frische Pappel-, Birken-, Weiden- oder Haseläste als Nagematerial.
  • Äste mit einem Durchmesser von etwa fünf Zentimetern sowie erhöhte Bretter zum Klettern.
  • Die Behälter für Sandbad, Futter und Wasser sollten aus Steingut oder Metall gefertigt sein, damit die Degus sie nicht anknabbern können.
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Die richtige Ernährung für Degus

Auf den Speiseplan der Tiere gehört neben frischem Trinkwasser stets frisches Heu in guter Qualität. Es sollte auf mehreren Ebenen und in verschiedenen Formen angeboten werden, zum Beispiel in einen Behälter gelegt oder lose hingelegt.

Hinzu kommt Körnerfutter in kleinen Mengen, das keinerlei Zucker – auch keinen Fruchtzucker in Form von Früchten – enthält. Mehrmals pro Woche sollte Frischfutter gereicht werden. Dazu eignen sich etwa Gurken, Karotten, Kohlrabi, frische Gräser oder Kräuter.

Degus und Menschen: Keine typischen Streicheltiere

Wer die possierlichen Nager als Hausgenossen in Betracht zieht, sollte sich im Klaren darüber sein, dass sie keine Streicheltiere sind. Degus können nicht auf den Arm genommen und geknuddelt werden. Mit viel Geduld werden einige von ihnen jedoch mit der Zeit so zahm, dass sie Futter aus der Hand nehmen. Der Reiz der Haltung liegt jedoch eindeutig darin, sich am vielfältigen natürlichen Verhalten dieser ungemein aufgeweckten Tiere zu erfreuen.

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