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Vintage, Shabby Chic und farbenfroh: 3 Wohnstile mit Charakter

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Wohnzimmer im Vintage-Stil mit grüner Wand, Holzmöbeln, Zimmerpflanzen und dekorativen Accessoires.

Wohnen wie früher, aber mit modernem Twist? Die Wohnungseinrichtung im Vintage-Stil zelebriert die Klassiker von einst, Shabby Chic kombiniert liebevoll Abgenutztes mit Charme – und der farbenfrohe Wohnstil erlaubt, was gefällt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vintage steht für Möbel und Designklassiker aus den 1920er- bis 1980er-Jahren, die aufgearbeitet und neu kombiniert werden. Der Stil bringt Persönlichkeit ins Zuhause und setzt auf Qualität, Charakter und bewusste Wiederverwendung statt Wegwerfdenken.
  • Beim Shabby Chic treffen helle Farben, Patina und liebevolle Details auf einen Mix aus alten und neuen Möbeln. Typisch sind Gebrauchsspuren, Pastelltöne und Eigenkreationen, die Räumen eine nostalgische und zugleich zeitgemässe Atmosphäre verleihen.
  • Der farbenfrohe Wohnstil lebt von Mut zur Farbe, Mustern und Materialien im kreativen Mix. Knallige Akzente, weiche Stoffe und persönliche Einzelstücke schaffen eine lebendige, individuelle Wohnwelt, die Struktur und Ordnung braucht, damit sie nicht chaotisch wirkt.

Vintage wohnen mit Möbeln voller Geschichte

Wer sein Zuhause mit Charme und Geschichte füllen möchte, liegt mit der Vintage-Einrichtung goldrichtig – gerade im Wohnzimmer entfaltet der Stil seine besondere Wirkung. Alte Möbel sorgen für ein behagliches Ambiente und laden zu einem kreativen Umgang mit Design und seiner Geschichte ein. Ob im urbanen Loft oder in der ländlichen Wohnungseinrichtung: Vintage bringt Persönlichkeit ins Zuhause.

Vintage verbindet Designklassiker und persönliche Fundstücke

Der Begriff Vintage ist nicht eindeutig definiert: Manche verstehen darunter Möbel aus der Zeit von den 1920er- bis in die 1980er-Jahre, andere beziehen sich hauptsächlich auf die Jahrzehnte von 1950 bis 1970. 

Wegen der grossen Zeitspanne ist der Vintage-Stil vielfältig in Bezug auf Formen, Farben und Materialien. In den 1950er- und 1960er-Jahren dominierten Holz und Leder, später kamen Kunststoff und Metall stärker zum Einsatz. 

Wegweisend waren Entwürfe von bekannten Designerinnen und Designern wie dem amerikanischen Ehepaar Charles und Ray Eames – ihr Eames Lounge Chair gilt bis heute als Ikone des Möbeldesigns. Der Däne Arne Jacobsen entwarf unter anderem den berühmten Ameisenstuhl, Verner Panton – ebenfalls Däne – schuf mit dem Panton Chair den ersten Freischwinger aus Kunststoff. Weitere prägende Namen dieser Zeit sind Alvar Aalto und Eero Saarinen aus Finnland. 

Abzugrenzen ist Vintage von Antiquitäten, die aus der Zeit vor dem 20. Jahrhundert stammen, sowie vom Retro-Stil: Dabei handelt es sich um neue Möbel, die bewusst im Stil vergangener Zeiten gestaltet werden.

Alte Möbel erhalten einen neuen Auftritt

Im Zentrum der Vintage-Einrichtung steht die Wertschätzung des Alten: Gebrauchte Stücke mit Charakter werden bewahrt, sorgfältig aufgearbeitet und erhalten so neues Leben. Recyceln und Flicken lauten die Zauberworte. Die Vintage-Einrichtung ist Ausdruck einer Haltung – einer Abkehr vom Wegwerfdenken und vom uniformen Stil. Wer so wohnt, denkt individuell. Und genau das verleiht dieser Einrichtung ihren unverwechselbaren Charme. Dabei geht es keineswegs darum, sich mit ausgedienten Polstermöbeln und abgewetzten Stoffbezügen zu umgeben. Alles, was stark beschädigt oder reparaturbedürftig ist, hat mit Stil – und schon gar nicht mit Vintage – nichts zu tun.

Vintage einrichten mit alten Stücken

Einrichten im Vintage-Stil mit alten Clubsesseln
Gebrauchte Stücke mit Charakter werden bewahrt, sorgfältig aufgearbeitet und erhalten so neues Leben.
Kombination von kontrastreichen Oberflächen beim Einrichten im Vintage-Stil
Passende Wandfarben im Stil der gewählten Zeitperiode unterstreichen den Look.
Eine Vintage-Lampe, eine Couch in Orange und ein alter Plattenspieler.
Vintage-Wohnzimmer mit Lampe, orangefarbener Couch und Plattenspieler
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5 Tipps zum Einrichten im Vintage-Stil

  1. Breit suchen: Vintage-Möbel lassen sich an ganz unterschiedlichen Orten finden: in Brockenhäusern und auf Flohmärkten, im spezialisierten Fachhandel oder online. Einige Designklassiker wie der Eames Lounge Chair oder der Panton Chair sind bis heute im Handel erhältlich, etwa über Vitra. Doch nicht alles, was Vintage ist, muss ein Klassiker sein – mit etwas Glück entdeckst du auf dem Estrich deiner Grossmutter ein ganz persönliches Unikat.
  2. Zweckentfremden erlaubt: Kreativität ist ein fester Bestandteil des Vintage-Stils. Möbel dürfen und sollen neu gedacht werden. Warum nicht den alten Kleiderschrank zur Vorratskammer in der Küche umfunktionieren oder eine Holzkiste als Wäschekorb im Bad nutzen? Entscheidend ist nicht der ursprüngliche Zweck, sondern der Charme und die Funktion im neuen Kontext. Die Wohnungseinrichtung im Vintage-Stil darf überraschend sein.
  3. Gezielt kombinieren: Für ein stimmiges Gesamtbild empfiehlt es sich, sich mehrheitlich auf eine bestimmte Zeitperiode – etwa die 1970er-Jahre – zu konzentrieren. Besonders das zentrale Möbelstück eines Raums sollte diesem Stil entsprechen. Bei der Vintage-Einrichtung im Wohnzimmer ist dies das Sofa, im Schlafzimmer das Bett. Einzelne Stücke aus anderen Jahrzehnten können gezielt als Akzente eingesetzt werden, müssen jedoch sorgfältig abgestimmt sein. Werden zu viele unterschiedliche Stilrichtungen vermischt, wirkt der Raum schnell unruhig – wie ein willkürlich bestückter Flohmarkt.
  4. Farbwelt definieren: Olivgrün, Senfgelb, Türkis, Rot, Beige oder Pastelltöne – der Vintage-Stil erlaubt eine breite Farbpalette und bietet viel Raum für persönliche Vorlieben. Wichtig ist jedoch, sich auf eine stimmige Farbwelt festzulegen und diese konsequent umzusetzen. So wirkt die Einrichtung harmonisch, selbst wenn einzelne Möbel aus unterschiedlichen Jahrzehnten stammen.
  5. Den Look abrunden: Leuchten im Vintage-Stil – etwa kugelförmige Pendellampen oder Modelle im Industrial Design – verleihen dem Raum Charakter und Tiefe. Ergänze gezielt mit dekorativen Elementen wie einer alten Wanduhr, grafisch gemusterten Kissen oder einer klassischen Aalto-Vase von Aino und Alvar Aalto. Auch die Wände sollten mitgestaltet werden: Florale oder grafische Tapeten, eine Bildergalerie oder passende Wandfarben im Stil der gewählten Zeitperiode unterstreichen den Look. Entscheidend ist, dass alles stilistisch aufeinander abgestimmt bleibt – nur so kann der Vintage-Stil seine volle Wirkung entfalten.
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Shabby Chic mit Charme und Patina

Sanfte Farben, charmante Gebrauchsspuren und liebevolle Details – der Einrichtungsstil Shabby Chic erinnert an vergangene Zeiten und schafft ein wohnliches Ambiente, das gleichzeitig nostalgisch und zeitgemäss wirkt.

Shabby Chic kombiniert Altes, Neues und Patina

Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich «schäbiger Schick». Gemeint ist damit ein bewusst auf alt getrimmter Einrichtungsstil, der Erbstücke, Funde vom Flohmarkt und andere gebrauchte Möbel mit neuen Möbeln kombiniert. Diese erhalten durch Techniken wie das Abschleifen von Farbe oder das Auftragen von Patina – einer künstlich erzeugten Alterungsschicht – einen nostalgischen Charakter.

Der Stil kommt aus englischen Landhäusern

Seine Wurzeln hat der Einrichtungsstil Shabby Chic in englischen Landhäusern des 18. und 19. Jahrhunderts. Dort wurden Möbel über Generationen weiterverwendet, wodurch sie Gebrauchsspuren entwickelten, ohne an Charme zu verlieren. In den 1980er-Jahren machte die britische Designerin Rachel Ashwell den Look populär – und formte aus der natürlichen Abnutzung einen bewussten Gestaltungstrend.

Shabby Chic wirkt wohnlich, kreativ und nachhaltig

Der Einrichtungsstil Shabby Chic bleibt aktuell – nicht nur wegen seiner Ästhetik, sondern auch wegen seiner Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit. In einer hektischen Welt schafft dieser Stil einen Gegenpol: Er vermittelt Ruhe, Romantik und das Gefühl von Geborgenheit. Zudem ermöglicht er kreative, individuelle Einrichtungslösungen mit persönlichem Charakter. Das macht ihn besonders attraktiv für alle, die mit Herz und Hand gestalten möchten.

Helle Farben und Gebrauchsspuren prägen den Look

Wenn du dein Zuhause im Einrichtungsstil Shabby Chic gestalten möchtest, achte auf folgende Stilmittel:

  • Mix aus Alt und Neu: Der Stil erlaubt es, Antiquitäten und Möbel mit bewusster Alterung mit modernen Möbeln zu kombinieren – etwa ein alter Beistelltisch neben einem neuen Sofa.
  • Bewusste Gebrauchsspuren: Immer im Möbel-Mix enthalten sind neuere Stücke mit abgeblätterter Farbe, abgeschliffenen Kanten und matten Oberflächen – durch die bewusste Alterung wirken sie, als hätten sie eine Geschichte.
  • Helle Farben und Pastelltöne: Weiss, Himmelblau, Mint oder Rosé dominieren das Farbspektrum und schaffen Leichtigkeit.
  • Dekoration mit nostalgischer Note: Florale Muster, Vasen, Vintage-Kerzenhalter, alte Bilderrahmen oder Accessoires aus Spitze verleihen dem Raum Romantik.
  • Naturmaterialien: Holz – oft lackiert oder so bearbeitet, dass die Maserung sichtbar bleibt – sowie Stoffe wie Leinen oder Baumwolle sind typisch für den Stil.

Eigenkreationen geben dem Shabby Chic Persönlichkeit

Für die Küche etwa lassen sich alte Ladentheken zu Arbeitsflächen umfunktionieren, Töpfe und Pfannen in einem Rollwagen verstauen, und ein alter Holzblock dient Gästen als Hocker.

Im Wohnbereich machen sich alte Clubsessel und neu bezogene Sofas gut. Am besten geeignet sind neutrale Töne, weil der Vintage-Stil vorwiegend mit kontrastreichen Strukturen Spannung schafft und eine allzu grosse Vielfalt an Farben leicht unruhig wirken kann. Als Beistelltisch zu empfehlen sind beispielsweise alte Metallkisten oder Tische, deren Beine man einfach etwas verkürzt. Für Stauraum sorgen Obstkisten, Metall-Archivbogen oder – im Falle der Bibliothek – ein Industrie-Rollwagen.

Im Arbeitszimmer kann ein Bürotisch zum Einsatz kommen, für den eine Tür auf zwei Handwerkerböcke montiert wurde. Voraussetzung für die Herstellung von Eigenkreationen dieser Art sind handwerkliche Fähigkeiten – mit diesen können Do-it-yourself-Liebhaberinnen und -Liebhaber beim Vintage-Stil ihre Passion voll ausleben.

Shabby Chic mit hellen Farben und kreativen Ideen

Shabby Chic für jedes Zuhause
Sanfte Farben, Gebrauchsspuren und liebevolle Details schaffen beim Shabby Chic eine wohnliche, zeitgemässe Atmosphäre.
Shabby Chic Möbel
Weiss, Himmelblau, Mint oder Rosé dominieren das Farbspektrum und schaffen Leichtigkeit.
Kombination von alten und neuen Möbeln in der Küche
Lass deiner Fantasie freien Lauf und suche neue Verwendungszwecke für alte Gegenstände.
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10 Tipps fürs Einrichten im Shabby-Chic-Stil

  1. Sag der Perfektion adieu. Im Shaby-Chic-Stil hat (fast) alles Patina angesetzt.
  2. Was kaputt ist, gehört nicht weggeworfen, sondern repariert und wiederverwendet.
  3. Spiel Wohnarchäologin oder Wohnarchäologe und trage alte Farben, Verputze und Tapeten ab.
  4. Abgenutzte Optik: Verwandle neue Möbel mit Kreidefarbe in shabby Einzelstücke mit matter, pudriger Oberfläche, schleife sie ab oder trage Patina auf.
  5. Lass deiner Fantasie freien Lauf und suche neue Verwendungszwecke für alte Gegenstände: Werkzeuge eignen sich zur Dekoration, Kisten bieten auch im Bad oder Kinderzimmer willkommenen Stauraum.
  6. Setze Leuchten aus dem Industriebereich oder von Baustellen ein, doch achte dabei auf gutes Licht.
  7. Peppe nüchtern wirkende Objekte mit Textilien auf, damit sich ein heimeliges Gefühl einstellt.
  8. Kombiniere kontrastreiche Oberflächen.
  9. Bei Tischen und Sofas gilt: Je grösser desto besser, schliesslich ist der Vintage-Stil prädestiniert für Geselligkeit.
  10. Flohmärkte als Fundgrube: Stöbere auf Flohmärkten oder in Secondhand-Läden nach einzigartigen Möbeln oder Dekorationen mit Geschichte.
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Farbenfroh wohnen mit Mut zum Mix

Bunt, üppig, verspielt – beim farbenfrohen Wohnstil darf alles ein bisschen mehr sein. Dieser Stil liebt den kreativen Mix: Alte Möbel treffen auf moderne Accessoires, Muster auf Glanz, knallige Farben auf zarte Stoffe. Im Gegensatz zum Vintage-Stil, der oft auf bestimmte Epochen verweist, geht es hier nicht um nostalgische Ästhetik – sondern um Individualität, Lebensfreude und Mut zur eigenen Handschrift. Glitzer und ein Hauch Kitsch? Unbedingt! Hauptsache, es wirkt lebendig, herzlich und echt.

Farben und Materialien schaffen lebendige Räume

Bunte, weiche Stoffe, Zierkissen in allen Variationen und kräftige Farbakzente sorgen nicht nur beim Sofa für Wärme und Lebendigkeit. Gold oder Silber setzen funkelnde Highlights, florale Muster und angenehme Textilien laden zum Verweilen ein. Dein Tisch ist vielleicht sogar selbst bemalt – perfekt, um mit Gästen in geselliger Runde zu speisen.

Der farbenfrohe Stil braucht Charme und Ordnung

Ideal für diesen Wohnstil ist eine Altbauwohnung oder ein charmantes kleines «Stöckli». Kleine Fenster, abgeschlossene Zimmer, Tapeten an den Wänden und vielleicht sogar Stuckaturen an der Decke – all das unterstreicht den verspielten Charakter deines Heims. Ein liebevoll gestalteter Balkon oder Garten gehört ebenso dazu wie eine geräumige Wohnküche. Das Wohnzimmer darf multifunktional genutzt werden – mit Nischen, gemütlichen Ecken und viel persönlichem Flair.

Wichtig: Achte auf Ordnung! Zu viele Dinge oder herumliegende Kleidung lassen den fröhlichen Stil sonst schnell chaotisch wirken.

Farbenfrohe Wohnideen für drinnen und draussen

Ein buntes Wohnzimmer mit einer blauen Wand und einem gelben Teppich.
Der farbenfrohe Stil liebt den kreativen Mix aus Mustern, Glanz, kräftigen Farben und zarten Stoffen.
Farbenfroh wohnen: Garten
Ein liebevoll gestalteter Balkon oder ein bunter Garten passt besonders gut zum farbenfrohen Stil.
Eine Frau liest in einem Hängesessel ein Buch in ihrer bunten Wohnung.
Romantisch, bunt und bewusst verspielt
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Ratgeber: Wohnen mit Farben

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