Wofür kann man Regenwasser im Haus nutzen?
Zur gesunden Ernährung gehören mindestens zwei Liter Wasser am Tag. Aktuelle SVGW-Angaben nennen für den privaten Haushalt rund 142 Liter Trinkwasser pro Person und Tag; die WC-Spülung ist mit über 40 Litern pro Person und Tag der grösste Einzelposten. In der Regel werden die Haushalte dazu aus Trinkwasserquellen versorgt. Aber nicht jeder Verwendungszweck ist auf aufbereitetes Grund- oder Seewasser angewiesen. Gemäss Bundesamt für Umwelt (BAFU) kann Regenwasser für rund 69 von 162 Litern des täglichen Pro-Kopf-Verbrauchs genügen – also für einen erheblichen Teil, aber nicht für Trinkwasser, Kochen oder die Körperpflege. Letzteres würde qualitativ genügen, um damit Autos zu waschen, den Garten zu bewässern oder in der Waschküche und in Toiletten verwendet zu werden. Typische Einsatzbereiche der Regenwassernutzung im Haus sind Gartenbewässerung, WC-Spülung und Waschmaschine; Zapfstellen müssen klar als «Kein Trinkwasser» gekennzeichnet sein. Vor Ort braucht es dazu keine allzu aufwendige Sammelinfrastruktur, so etwa ein Kunststofftank, Filter, Pumpen sowie zusätzliche hausinterne Leitungsrohre.
Bei Einfamilienhäusern nennt das BAFU zusätzliche Anschaffungs- und Einbaukosten von rund 10’000 Franken sowie eine mittlere Amortisationsdauer von 10 bis 20 Jahren. Ob sich eine Regenwasseranlage lohnt, hängt deshalb von Wasser- und Abwassertarifen, Dachfläche, Tankgrösse, Nutzung und Unterhalt ab.