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Solarmodule: Arten und Kosten im Überblick

ca. 4 Leseminuten in Zusammenarbeit mit David Stickelberger, Swissolar
Zwei Fachpersonen montieren ein Solarmodul auf dem Dach einer Photovoltaikanlage.

Solarmodule wandeln Sonnenenergie in Elektrizität um und sind der Teil einer Solaranlage, der dieser oftmals die typische schwarze oder dunkelblaue Färbung gibt. Wichtig bei der Auswahl sind die Leistung und das Einsatzgebiet. Welche Solarmodule es gibt und was sie auszeichnet.

Experte in diesem Artikel

David Stickelberger
Swissolar

David Stickelberger ist studierter Geograph und hat ein Nachdiplomstudium in Umweltlehre absolviert. Als stv. Geschäftsleiter von Swissolar, dem Schweizerischen Fachverband für Sonnenenergie, setzt er sich für die Zunahme der Nutzung von Sonnenenergie in der Schweiz ein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Solarmodule wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um und sind das Herzstück jeder Photovoltaikanlage. Meist enthalten sie 60 Solarzellen und erreichen heute Leistungen von 300 bis 400 Watt pro Modul.
  • Es gibt monokristalline, polykristalline und Dünnschicht-PV-Module. Monokristalline Module bieten den höchsten Wirkungsgrad, polykristalline gelten als gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Dünnschichtmodule sind leichter, aber deutlich weniger effizient.
  • Der Wirkungsgrad zeigt, wie viel Sonnenenergie in Strom umgewandelt wird. Moderne Module erreichen meist 19 bis 22 Prozent, die gesamte Anlagenleistung hängt zusätzlich von Wechselrichter, Verkabelung und Montage ab.
  • Ein Solarmodul kostet zwischen 150 und 300 Franken, wird aber meist als Teil einer gesamten Photovoltaikanlage gekauft. Die effektiven Kosten sinken durch Eigenverbrauch, Einspeisevergütung und Fördergelder.
  • Eine Photovoltaikanlage besteht aus vielen Solarmodulen, ein Modul wiederum aus vielen Solarzellen. Für Privathäuser sind in der Regel mono- oder polykristalline Module die beste Wahl, abhängig von Dachfläche, Budget und Energiebedarf.

Was ist ein Solarmodul?

Photovoltaikmodule, auch Solarmodule oder Solarpanels genannt, produzieren aus Sonnenlicht elektrische Energie.

«Solarmodule sind das Herzstück einer Photovoltaikanlage. Darin werden die einzelnen Solarzellen zusammengeschaltet und in Glas und Kunststoff verpackt. Dadurch sind diese vor Umwelteinflüssen geschützt. Heutzutage stecken meist 60 Solarzellen in einem Modul, das durchschnittlich eine Leistung von 300 bis 400 Watt hat», erklärt Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger.

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Die Arten von Solarmodulen im Überblick

Die wohl bekanntesten Varianten von Solarmodulen sind monokristalline und polykristalline Photovoltaik-Module sowie die neueren PV-Dünnschichtmodule. Sie unterscheiden sich in der Art der Solarzellen, aus denen sie zusammengesetzt sind.

Solarmodule mit monokristallinen Solarzellen

Basis der Solarmodule sind hierbei monokristalline Solarzellen, die aus einem Siliziumkristall bestehen. Es handelt sich bei diesem Solarmodul um die leistungsstärkste Variante mit einem Wirkungsgrad von ca. 20 bis 30 Prozent. Ausserdem haben sie eine lange Lebensdauer von bis zu 20 Jahren. Aufgrund des komplexen Herstellungsverfahrens ist diese Art von Solarmodul zwar meist teurer, dafür erreicht sie den höchsten Wirkungsgrad. 

Was sagt der Wirkungsgrad aus?

Der Wirkungsgrad von Solarzellen gibt Auskunft darüber, wie viel der Einstrahlungsenergie in Solarstrom umgewandelt werden kann. «Wie hoch der Wirkungsgrad eines Solarmoduls ist, hängt demnach von der Art der Solarzellen ab, aus denen es sich zusammensetzt. Aber auch die Abstände und die Verbindung der Zellen untereinander haben einen Einfluss», weiss David Stickelberger. Man unterscheidet zwischen dem Wirkungsgrad eines einzelnen Moduls und dem der ganzen Photovoltaikanlage. Der Wirkungsgrad der Anlage richtet sich einerseits nach der ausgewählten Modulart, wird aber auch von weiteren Faktoren wie Verlusten durch die Verkabelung und den Wechselrichter beeinflusst. 

Solarmodule mit polykristallinen Solarzellen

Diese Variante der Solarmodule besteht aus polykristallinen Solarzellen. Es handelt sich dabei um blaue Solarzellen, die aus mehreren Siliziumkristallen bestehen und optisch durch eine kristalline Oberfläche erkennbar sind. Diese Art hat sich über die Jahre gut bewährt und ist günstiger als Solarmodule mit monokristallinen Solarzellen. Der Wirkungsgrad dieser Solarmodule ist dafür geringer als bei Monokristallinen (zwischen 15 und 20 Prozent). Auf einer grossen Fläche wie dem Dach angebracht macht der minimal geringere Wirkungsgrad dieser Solarmodule im Vergleich zu solchen mit monokristallinen Solarzellen jedoch kaum einen Unterschied. Die Lebensdauer bei polykristallinen Solarmodulen ist ähnlich hoch wie bei der monokristallinen Variante.

Dünnschicht-PV-Module

Neben den Solarmodulen mit mono- oder polykristallinen Solarzellen gibt es die sogenannten Dünnschicht-PV-Module. Sie setzen sich aus nicht-kristallinen Solarzellen zusammen. Es handelt sich hierbei um sehr dünne Module, die höchstens ein Mikrometer dick sind. Bei Privathäusern kommen diese Module nur selten zum Einsatz. Zwar sind sie sehr leicht und kostengünstiger als kristalline Photovoltaikmodule, haben jedoch einen geringen Wirkungsgrad von ca. fünf bis sieben Prozent. Zudem sind Dünnschichtmodule nicht so robust wie kristalline Module und dadurch schwerer zu montieren.

«Die meisten Solarmodule haben heute Wirkungsgrade zwischen 19 und 22 Prozent.»

Welches ist das beste Solarmodul?

Die Wahl der Solarmodule hängt davon ab, wo und in welchem Umfang du diese einsetzen möchtest. Für Dächer von Privathäusern sind mono- oder polykristalline Solarmodule die bessere Wahl, da sie hier ihre volle Leistung entfalten können und robuster sind. Betrachtet man das Preis-Leistungs-Verhältnis, sind Solarmodule mit polykristallinen Solarzellen die beste Wahl.

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Wie viel kostet ein Solarmodul?

Ein Solarmodul kostet zwischen 150 und 300 Schweizer Franken. Solarmodule werden jedoch in der Regel nicht einzeln gekauft, sondern als Bestandteil der ganzen Photovoltaikanlage. Die Gesamtkosten hierfür hängen von verschiedenen Faktoren ab. Je nachdem, wie viel Dachfläche du belegen möchtest, brauchst du unterschiedlich viele Solarmodule, was den Preis unmittelbar beeinflusst.

Die Kosten für Solarmodule variieren je nach Hersteller und Herstellungsland. Ein Grossteil der PV-Module wird in China gefertigt. Diese sind bei guter Leistung vergleichsweise günstig und befinden sich im untersten Preissektor. Wer europäische Hersteller bevorzugt, die etwa in Deutschland produzieren, zahlt pro Modul 200 Franken und mehr. Letztere bringen den Vorteil mit sich, dass die Transportwege kurz sind, was die CO2-Emissionen verringert.

Hinzu kommen die Kosten für die Installation der Solarmodule, für das Montagesystem und den Wechselrichter. Je mehr Eigenbedarf du hast, umso schneller amortisiert sich deine Solaranlage. Besitzt du etwa ein Elektroauto, heizt dein Wasser mit Strom oder nutzt eine Wärmepumpe, lohnt sich die Montage einer grossen Photovoltaikanlage mit entsprechend vielen Solarmodulen.

Bedenke, dass die effektiven Kosten durch die eingesparte Energieleistung, Einspeisevergütungen des Stromversorgers und dank Fördergeldern gesenkt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Solarzelle und Solarmodul?

Ein Solarmodul besteht aus vielen kleinen Solarzellen. Die Solarzelle ist damit die kleinste Einheit eines Solarmoduls und wandelt Sonnenlicht in elektrische Energie um. Eine Photovoltaikanlage besteht wiederum aus vielen Solarmodulen.

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