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Preisverhandlung beim Hauskauf: Tipps für Käuferinnen und Käufer

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Paar nach erfolgreicher Vertragsverhandlung für einen Hauskauf.

Ein Haus oder eine Wohnung kaufst du nicht alle Tage. Hast du ein interessantes Objekt gefunden, lohnt es sich für dich, dich gut auf die Vertragsverhandlungen vorzubereiten. Wir nennen dir 5 Tipps, wie du beim Hauskauf erfolgreich bist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine gründliche Vorbereitung ist entscheidend für erfolgreiche Preisverhandlungen beim Hauskauf, schon wenige Prozent Preisnachlass können zehntausende Franken sparen und deine Hypothekarzinsen deutlich senken.
  • Mit einem guten Marktüberblick über vergleichbare Immobilien, Quadratmeterpreise und Verkaufspreise in der Region stärkst du deine Verhandlungsposition und kannst realistisch argumentieren.
  • Prüfe die Immobilie genau, idealerweise mit einer Fachperson, Mängel wie Feuchtigkeit, Lärm oder schlechte Isolation sind legitime Argumente für einen Preisnachlass.
  • Kaufe nie unter Druck, nimm dir Zeit für die Entscheidung, ein vorschnell unterschriebener Vertrag kann dich langfristig viel Geld und Nerven kosten.
  • Nutze deine Verhandlungsposition geschickt, handle bei Bedarf Sachwerte oder Zahlungsmodalitäten aus oder setze mit einem befristeten Angebot alles auf eine Karte.

Gute Vorbereitung spart viel Geld

Die verkaufende Person hat einen Verkaufspreis festgelegt. Sie will für das Haus oder die Wohnung so viel als möglich einnehmen, du willst dafür so wenig als möglich zahlen. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen. Für die Preisverhandlungen brauchst du gute Argumente, weshalb du weniger bezahlen willst. Die Vorbereitung kostet dich etwas Zeit und Geld, zahlt sich aber garantiert aus. Wenn du nämlich eine Immobilie für eine Million Franken kaufen willst und den Kaufpreis um fünf Prozent herunter handeln kannst, sparst du 50’000 Franken. Das sind bei einer Belehnung von 80 Prozent und einem Hypothekarzinssatz von drei Prozent die Hypothekarzinsen für zwei Jahre.

Ratgeber Hauskauf

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Darauf solltest du beim Hauskauf achten

In unserem praktischen Ratgeber (PDF) findest du alle wichtigen Informationen rund um einen Hauskauf.

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Ratgeber: Darauf solltest du beim Hauskauf achten

In unserem praktischen Ratgeber (PDF) findest du alle wichtigen Informationen rund um einen Hauskauf.

1. Marktüberblick verschaffen

Zuerst verschaffst du dir einen Marktüberblick. Vergleiche das Haus oder die Wohnung mit ähnlichen Objekten in der Nähe, die in der Zeitung oder online ausgeschrieben sind. Frage auf dem Bauamt oder bei ortsansässigen Immobilienhändlerinnen und Immobilienhändlern nach den durchschnittlichen Quadratmeterpreisen und rede mit Nachbarinnen und Nachbarn. Die wissen oft, für wie viel vergleichbare Häuser oder Wohnungen im Quartier verkauft worden sind.

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2. Immobilie genau unter die Lupe nehmen

Sinnvollerweise mit einer Fachperson, die den allfälligen Sanierungsaufwand schätzt und ihrerseits einen fairen Preis vorschlägt. Liegt dieser unter dem Verkaufspreis, nenne deine Argumente. Gründe für einen Preisnachlass können Feuchtigkeit im Keller oder in den Räumen, Strassen- oder Fluglärm in der Nähe oder die schlechte Isolation der Fassade sein.

3. Nicht unter Druck kaufen

Jetzt können die Verhandlungen beginnen. Der wichtigste Tipp: Nimm dir Zeit und lass dich zu keiner übereilten Entscheidung drängen. Eine Maklerweisheit bringt das auf den Punkt: «Einen nicht getätigten Hauskauf bereut man höchstens eine Woche lang, ein unbedacht gekauftes Haus ein ganzes Leben lang».

4. Je nach Verhandlungsposition verhandeln

Versuche, die Verhandlungsposition der verkaufenden Person herauszufinden. Wie reagiert sie, wenn du deine Argumente für einen Preisnachlass aufzählst? Wenn sie abwinkt, gibt es möglicherweise noch andere Interessentinnen und Interessenten. Wenn sie dir aber ohne lange Diskussionen entgegenkommt, bist du in der besseren Position. Wahrscheinlich muss sie verkaufen, weil sie das Geld braucht oder das Objekt schon (zu) lange auf dem Markt ist.

Wenn die verkaufende Person dir nicht oder nur wenig entgegenkommen will, handle um Sachwerte. Beispielsweise Einbauten, den vollen Öltank oder die Übernahme der Maklerhonorare. Oder biete ihr eine schnellere Zahlung des  Kaufpreises an und rechne ihr ihren Zinsverlust vor, wenn sie dein Angebot ausschlägt und das Haus oder die Wohnung noch länger auf dem Markt bleibt. Das sind schnell ein paar Tausend Franken.

5. Alles auf eine Karte setzen

Wenn du keine guten Argumente für einen Preisnachlass hast, setze alles auf eine Karte. Mache der verkaufenden Person ein nicht verhandelbares und zeitlich begrenztes Angebot. Wenn sie darauf eingeht, hast du trotz fehlender Argumente etwas gewonnen. Wenn sie nicht darauf eingeht, hast du nur wenig Zeit verloren und kannst ein anderes Haus oder eine andere Wohnung suchen.

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