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Immobilienpreise Schweiz 2026: Preise steigen weiter

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Stadtansicht von Bern als Symbolbild für die Entwicklung der Immobilienpreise in der Schweiz im Jahr 2026.

Der Markt für Wohneigentum in der Schweiz zeigt sich widerstandsfähig. Ungeachtet von geopolitischen Spannungen und Handelskonflikten sind im 1. Quartal 2026 sowohl die Nachfrage nach Wohneigentum als auch die Preise weiter gestiegen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Immobilienpreise in der Schweiz sind im 1. Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent gestiegen.
  • Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen verzeichnen schweizweit stabile Wertsteigerungen.
  • Für 2026 und 2027 erwarten Expertinnen und Experten weiterhin steigende Preise, allerdings mit etwas geringerem Tempo.
  • Das Risiko einer Immobilienblase wird aktuell als moderat eingeschätzt und betrifft vor allem einzelne Regionen.
  • Die Hypothekarzinsen dürften 2026 aufgrund des unveränderten SNB-Leitzinses auf einem tiefen Niveau bleiben.

Entwicklung Immobilienpreise 2026

Die Preise für Wohneigentum lagen im 1. Quartal 2026 um 3,5 Prozent höher als im Vorjahr. Damit blieb die Dynamik auf dem Eigenheimmarkt hoch. Auch das Volumen der ausstehenden Hypotheken beschleunigte sich und stieg um 3,3 Prozent im Vorjahresvergleich, wie die UBS errechnet hat.

Derweil ist die Zahlungsbereitschaft für Wohneigentum gemäss dem «IAZI Private Real Estate Price Index» im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 0,4% gestiegen. Die Entwicklung unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach Eigenheimen. Innerhalb des Wohneigentumsmarktes haben die Transaktionspreise sowohl von Einfamilienhäusern wie auch von Eigentumswohnungen um jeweils 0,4% zugenommen. Über die letzten zwölf Monate verzeichnen Häuser (+3,5%) wie Eigentumswohnungen (+3,7%) eine stabile Wertsteigerung. Insgesamt zeigt sich im Eigenheimmarkt über alle Segmente und Regionen hinweg eine robuste Aufwärtsbewegung.

Einfamilienhäuser

EFH

Leerstandquote (Juni 2026)

Angebotspreis

Transaktionspreis

Schweiz

0,7 Prozent

1'301'640 Franken

1'280'000 Franken

Basel

0,3 Prozent

1'889'950 Franken

2'992'000 Franken

Bern

0,0 Prozent

1'695'910 Franken

2'251'000 Franken

Genf

0,7 Prozent

2'235'880 Franken

3'187'000 Franken

Lausanne

0,2 Prozent

2'298'140 Franken

3'097'000 Franken

Zürich

0,1 Prozent

3'102'170 Franken

4'507'000 Franken

Quelle: BFS, Infopro Digital Schweiz, Wüest Partner

Eigentumswohnungen

ETW

Leerstandquote (Juni 2026)

Angebotspreise pro m2

Transaktionspreise pro m2

Schweiz

0,5 Prozent

8'020 Franken/m2

9'200 Franken/m2

Basel

0,1 Prozent

11'230 Franken/m2

14'080 Franken/m2

Bern

0,0 Prozent

7'970 Franken/m2

10'750 Franken/m2

Genf

0,3 Prozent

16'500 Franken/m2

21'640 Franken/m2

Lausanne

0,2 Prozent

13'450 Franken/m2

17'150 Franken/m2

Zürich

0,1 Prozent

19'740 Franken/m2

23'350 Franken/m2

Quelle: BFS, Infopro Digital Schweiz, Wüest Partner

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Wann sinken die Immobilienpreise in der Schweiz?

Wahrscheinlich noch eine Weile nicht. Gerade in einem Krisenumfeld bleiben Immobilien gefragt. Die Kombination aus vorerst stabiler Nachfrage, begrenztem Angebot und tiefen Zinsen sorgt dafür, dass die Zahlungsbereitschaft für Immobilien sowohl für Eigenheime wie auch für Renditeobjekte hoch bleibt, wie IAZI in seiner Bilanz zum 1. Quartal 2026 schreibt.

Prognose

Das Preiswachstum dürfte in den kommenden Quartalen andauern. Die Wohnbautätigkeit bleibt laut der Raiffeisen-Studie «Immobilien Schweiz 2Q 2026» trotz deutlicher Knappheitssignale auf tiefem Niveau. Die Zahl der Baubewilligungen und fertiggestellten Wohnungen hinkt der Nachfrage weiterhin hinterher.

Dennoch: Für die nächsten Quartale zeichnet sich laut UBS trotz attraktiver Finanzierungsbedingungen eine Verlangsamung der Preisanstiege bei Eigenheimen ab. Das Wirtschaftswachstum in der Schweiz droht weiter an Dynamik zu verlieren. Die steigende Unsicherheit in Bezug auf Arbeitsplätze und Einkommen dürfte sich negativ auf die Nachfrage nach Eigenheimen auswirken.

Für die Jahre 2026 und 2027 gehen die UBS-Experten als Folge der angespannten Tragbarkeit von Wohneigentum von einer leichten Abschwächung der Preisanstiege aus – allerdings betragen diese immer noch rund 3 Prozent. Nicht in allen Regionen dürften Eigentümer aber gleich stark von Wertgewinnen profitieren.

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Droht die Gefahr einer Immobilienblase in der Schweiz?

Kaum. Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index stieg zwar im 1. Quartal 2026 von 0,46 auf 0,69 Indexpunkte, was der zweite – im historischen Vergleich starke – Quartalsanstieg in Folge war. Das Risiko einer Immobilienblase wird aber unverändert als moderat eingestuft. Einzig in den Tourismusregionen Graubündens sowie in Einsiedeln, der Stadt Zürich und Nidwalden weist die Analyse auf ein Blasenrisiko hin.

Was passiert mit den Hypothekarzinsen in der Schweiz?

Die durchschnittlichen Richtsätze für Festhypotheken zeigten sich im 1. Halbjahr 2026 nur gerade rund 10 Basispunkte höher als im zweiten Halbjahr 2025. Der starke Franken schirme die Schweiz weiterhin von bedeutenden Preisanstiegen und hohen Inflationserwartungen ab, schreibt MoneyPark in der Einschätzung der Hypothekarzinsen 2026. Auch der jüngste Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom 18. Juni signalisiert vorerst Stabilität. Der Leitzins bleibt bei 0,00 Prozent.

Wüest Partner geht davon aus, dass die SNB den Leitzins während des gesamten Jahres 2026 bei null Prozent belassen wird. Auch an den Finanzmärkten ist für 2026 keine Erhöhung der Schweizer Leitzinsen eingepreist.

Ein starker Anstieg der langfristigen Zinsen in der Schweiz wird dadurch gebremst, dass internationale Investorinnen und Investoren in Krisenzeiten den Schweizer Franken als «sicheren Hafen» suchen, was Kapital in Schweizer Anlagen lenkt und die Renditen künstlich tief hält. Die weltweit hohen Energiepreise gehen aber auch hierzulande nicht spurlos vorbei, sondern stellen einen konjunkturellen Bremsklotz dar.

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