Gute Gründe für einen Makler
Schief gehen kann beim Verkauf des Eigenheims auf eigene Faust nämlich einiges: Die Festlegung des Verkaufspreises, das Aufsetzen des Vertrags, vor allem aber der Verkaufsprozess. Bereits die Preisfindung erfordert viel Erfahrung und ein feines Gespür für Marktentwicklungen sowie Vergleichsobjekte. Setzt man den Preis zu hoch an, bleibt die Liegenschaft womöglich monatelang unverkauft und sammelt im Markt einen schlechten Ruf an. Ist der Preis hingegen zu tief, verschenkt man Geld.
Maklerinnen und Makler verfügen über umfangreiche Datenbanken und Netzwerke sowie Marktkenntnis und schlagen dir einen realistischen Preis vor, der deine Chancen auf einen erfolgreichen Verkauf maximiert. Auch die Gestaltung des Kaufvertrages muss sorgfältig erfolgen: Baurechtliche Auflagen, Weg- und Dienstbarkeiten oder Altlasten sind zu prüfen, und der Vertrag muss den rechtlichen Rahmen der jeweiligen Kantone einhalten. Ohne juristische Expertise entstehen hier schnell teure Fehler oder Verzögerungen, die den Verkauf gefährden können.
Makler mit der nötigen Distanz zum Objekt
Und stell dir vor, die potenzielle Käuferschaft ist dir unsympathisch und dann äussert sie sich auch noch negativ über dein Haus! Auch wenn du nicht empfindlich bist, nimmst du es möglicherweise persönlich, wenn jemand die liebevoll ausgesuchten Badezimmerfliesen oder die aufwendig renovierte Küche kritisiert. Ein Makler besitzt in solchen Fällen die nötige Distanz zum Objekt und kann besser mit Kritik umgehen. Er nimmt Einwände sachlich auf und lenkt den Fokus auf die Stärke des Objekts.
Es gibt auch die verunsicherten Interessenten, wenn ihnen der Eigentümer das Objekt zeigt. Sie trauen sich nicht, genau hinzusehen, die Schubladen zu öffnen und die wichtigen Fragen zu stellen. Ein erfahrener Makler erledigt das als Teil seines Jobs. Er leitet die Besichtigungen, beantwortet alle Fragen kompetent und sortiert nicht ernsthafte Kaufinteressenten bereits vorab aus. So läuft der Prozess strukturiert und effizient ab.
Aber beachte: Kommen Makler erst zum Zug, nachdem der Eigentümer oder die Eigentümerin vergeblich versucht haben, die Liegenschaft zu verkaufen, hat das Objekt unter Umständen einen schlechten Ruf auf dem Markt und ist darum schwieriger zu verkaufen.
Makler übernehmen die Administration
Parallel dazu kennt ein guter Makler die kantonalen Vorschriften für Eigentumsübertragungen, Grundbucheinträge und die öffentliche Beurkundung. Er organisiert die Gänge zu Notariat, Ämtern sowie Behörden und du kannst sicher sein, dass der administrative Teil des Verkaufs sicher abgewickelt wird.
Darüber kann er dich in steuerlichen Fragen beraten, zum Beispiel hinsichtlich der Grundstückgewinnsteuer, arbeitet er doch häufig mit Treuhändern oder Steuerberatern zusammen. Grundsätzlich gilt: Die Grundstückgewinnsteuer hängt von der Besitzdauer und vom Kanton ab. Je kürzer die Zeitspanne zwischen Kauf und Verkauf der Liegenschaft und je höher der Gewinn, desto höher ist die Steuer im Verhältnis zum Gewinn. Die Sätze unterscheiden sich teilweise deutlich. Gerade in solchen Fragen ist professionelle Begleitung Gold wert.
Ein Hausverkauf ist auch Marketing
Du kannst deine Immobilie selbst auf Plattformen wie Homegate oder Immoscout24 ausschreiben. Aber ein Makler weiss besser, was und in welcher Form in ein professionelles Inserat gehört. Jeder Makler erstellt ein ansprechendes Dossier mit Grundrisszeichnungen, Lageplänen und emotional ansprechenden Texten. Makler können für einen realistischen Eindruck 360°-Touren produzieren und über Social-Media-Kanäle gezielte Zielgruppenkampagnen schalten.