Wohnträume zerplatzen oft an der Wirklichkeit
Tatsache ist: Wohnrealität und Wohntraum liegen teilsweise weit auseinander. Auf dem Land ist die Übereinstimmung von aktueller und bevorzugter Wohnlage mit 86% der Befragten am höchsten. In der Agglomeration (76%) und insbesondere in der Stadt (63%) liegt sie deutlich tiefer. Das spiegelt sich auch in der Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnsituation: Diese ist auf dem Land höher (58% sind sehr zufrieden) als in der Agglomeration (50%) und in der Stadt (41%).
Zudem lässt sich erkennen, dass bei Eigentümerinnen und Eigentümern die Übereinstimmung rund 10 Prozentpunkte höher liegt als bei Mieterinnen und Mietern. Der grösste Wunsch nach Veränderung der Wohnumgebung liegt entsprechend bei Mietenden, welche heute in der Stadt leben. Dort offenbart ein vertiefter Blick in die Befragung, dass es insbesondere die 25- bis 40-Jährigen sind, die heute in einer Stadtwohnung leben. Sie sind mit ihrer Wohnsituation am unzufriedensten und gehören gleichzeitig zu den Kaufwilligsten, wenn es um die Absicht geht, Wohneigentum zu erwerben.
Mangelndes Angebot, hohe Preise
Die «Missverteilung» bei der Wohnumgebung ist deutlich geringer als beim Immobilientypen. Während der Entscheid für die Umgebung eher pragmatische Hintergründe hat, sind beim Immobilientypen primär das mangelnde Angebot und die hohen Preise Gründe dafür, dass viele nicht in dem Zuhause wohnen, das sie sich eigentlich wünschen. Das zeigt sich nicht zuletzt auch daran, dass die Mehrheit der sehr unzufriedenen Eigentümerinnen und Eigentümer in Reihen-Einfamilienhäusern oder Doppelhäusern wohnen, die sich in den letzten Jahren zu einem noch bezahlbaren Ersatz für ein Einfamilienhaus entwickelt haben.