Hypothek ist nicht gleich Hypothek – dir stehen dabei verschiedene Optionen zur Auswahl. Zu Recht fragst du dich jetzt: Welche Hypothek ist die richtige für mich? Um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig, die gängigsten Arten von Hypotheken zu kennen. Im Folgenden stellen wir dir darum die drei häufigsten Hypothekenarten vor.
Festhypothek
Die Festhypothek zeichnet sich dadurch aus, dass der Zinssatz während der vereinbarten Zinsbindungsfrist unverändert bleibt. Dies bedeutet, dass du von Beginn an weisst, wie hoch deine monatlichen Raten ausfallen, was dir eine hohe Planungssicherheit bietet. Diese Art der Hypothek ist besonders attraktiv für Personen, die sich gegen mögliche Zinssteigerungen absichern möchten und langfristig mit stabilen Kosten rechnen wollen.
Wie geht es nach Ablauf der Zinsbindungsfrist weiter?
Angenommen, du schliesst eine Festhypothek mit einer Zinsbindung von 10 Jahren ab. Während dieser 10 Jahre bleibt der Zinssatz unverändert, was dir eine klare Vorstellung von deinen monatlichen Zahlungen gibt und dir hilft, deine Finanzen gut zu planen.
Nach Ablauf der vereinbarten Zinsbindungsfrist musst du jedoch eine neue Hypothek mit den dann aktuellen Konditionen abschliessen. Du kannst dabei zum Beispiel entweder die Hypothek bei deiner jetzigen Bank verlängern oder aber eine neue Hypothek mit einer anderen Bank abschliessen.
Das bedeutet, dass die Festhypothek nur während der vereinbarten Zinsbindungsfrist den festen Zinssatz bietet. Danach gelten die Zinssätze, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Markt verfügbar sind – und diese können sowohl höher als auch niedriger ausfallen als zu Beginn deiner Hypothek.
Tipp: Setze dich rechtzeitig vor Ablauf der Zinsbindungsfrist mit dem Thema auseinander. Hole frühzeitig verschiedene Offerten ein und vergleiche die Konditionen, um dir die besten Bedingungen für deine Anschlussfinanzierung zu sichern.
Variable Hypothek
Die variable Hypothek hat einen Zinssatz, der sich regelmässig am aktuellen Marktzins orientiert. Dies ermöglicht es dir, von sinkenden Zinsen zu profitieren, was deine monatlichen Raten vorteilhaft senken kann. Allerdings besteht auch das Risiko, dass die Zinsen steigen und somit die Raten ebenfalls ansteigen. Diese Hypothek spricht Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer an, die eine flexible und potenziell günstigere Lösung suchen und bereit sind, ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen.
Ein weiterer Vorteil dieser Hypothekenart ist die Möglichkeit, Sonderzahlungen zu leisten, was bei einer klassischen Zinsbindung oft nicht möglich ist. Dies bietet den Kreditnehmerinnen und Kreditnehmern zusätzliche Flexibilität, um ihre Schulden schneller abzubauen oder auf Zinsänderungen zu reagieren.
SARON-Hypothek
Die SARON-Hypothek orientiert sich am Schweizer Referenzzinssatz; auch bekannt als Swiss Average Rate Overnight – kurz SARON. Der Zinssatz wird in regelmässigen Abständen angepasst, was den Kreditnehmerinnen und Kreditnehmern eine gewisse Flexibilität bietet. Diese Hypothek kann vorteilhaft sein, wenn die Zinsen in der Zukunft sinken. Sie birgt jedoch auch die Unsicherheit, dass die Raten steigen könnten, wenn sich die Marktbedingungen ändern. Ideal ist diese Option für jene, die sich mit einem variablen Zinssatz wohlfühlen und bereit sind, die Entwicklungen am Markt zu beobachten.
Die Höhe des aktuellen SARONs und wie er sich im Verlauf der Zeit entwickelt beziehungsweise entwickelt hat, kannst du auf der Webseite der Schweizerischen Nationalbank (SNB) einsehen.
Grüne Hypothek
Viele Schweizer Banken bieten heute Hypotheken für nachhaltiges Bauen oder Hypotheken die Förderung erneuerbarer Energien an, deren Bezeichnung und Konditionen je nach Anbieter variieren. Diese Hypotheken richten sich an Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer, die umweltfreundliche oder energieeffiziente Immobilien bauen oder renovieren möchten. Sie basieren meist auf den drei klassischen Hypothekenmodellen – Fest-, SARON- oder variable Hypothek – und zeichnen sich durch vergünstigte Zinssätze oder besondere Vorteile für nachhaltige Bauvorhaben aus.