Adrian Wenger, welche Hypothekarmodelle gibt es? Und für wen eignen sie sich?
Bei Festhypotheken steht der Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit fest, zum Beispiel für fünf oder zehn Jahre. Je länger die Laufzeit, desto höher ist in der Regel der Zins. Sie eignen sich vor allem für Kreditnehmende, für die die Budgetsicherheit höchste Priorität hat. Oder wenn man damit rechnet, dass die Zinsen bald deutlich steigen werden. Dann kann man mit einer Festhypothek den Zins für einige Jahre fest anbinden und sich so in diesem Zeitraum vor steigenden Zinskosten schützen.
Alle anderen sollten den Abschluss einer Geldmarkthypothek (Saron) prüfen. Der Zinssatz einer Saron-Hypothek wird in der Regel alle drei Monate angepasst. Bei Saron-Hypotheken kann der Zinssatz also auch mal stark sinken oder steigen. Ein langfristiger Vergleich zeigt aber: Hausbesitzer fuhren mit Saron-Hypotheken in den letzten 30 Jahren fast immer deutlich günstiger als mit Festhypotheken. Zudem bieten sie den Vorteil, dass man sie in der Regel flexibel auflösen kann, ohne hohe Kosten zu bezahlen. Das ist zum Beispiel wichtig, wenn man nach einer Scheidung oder dem Tod der Partnerin beziehungsweise des Partners die Liegenschaft verkaufen und die Hypothek auflösen muss. Bei Festhypotheken kann eine vorzeitige Auflösung hingegen schnell Tausende von Franken kosten.