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Gartenarbeiten im Juli: Das ist jetzt zu tun

ca. 3 Leseminuten
Salat
Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»

Monat für Monat versorgen wir dich mit aktuellen Tipps und Inspirationen für dein Gemüsebeet, Obstgarten, Ziergarten und Balkon.

Das Wichtigste in Kürze

  • Salat schiesst bei Hitze schnell in die Höhe und wird bitter. Regelmässiges Giessen und ein schattiger Standort im Hochsommer verhindern das vorzeitige Blühen.
  • Gegen den Apfelwickler helfen Wellpappringe am Stamm, die Raupen zur Verpuppung anziehen und regelmässig entfernt werden müssen. Nützlinge wie Vögel oder Hühner im Garten unterstützen die natürliche Schädlingsbekämpfung.
  • Hohe Stauden im Ziergarten brauchen bei starkem Regen oder Wind eine Stütze. Natürliche Materialien wie Bambus, Hasel oder Naturbast sind stabil und nachhaltig.
  • Wenn Tomaten platzen, liegt das meist an Temperaturschwankungen, zu viel Sonne, unregelmässigem Giessen oder Überdüngung. Gleichmässige Wasser- und Nährstoffgaben sowie Beschattung an Hitzetagen beugen Rissen vor.

Gemüsegarten im Juli

Salat im Aufstieg

So wenig anspruchsvoll der Anbau von Salaten auch ist, eines verträgt das beliebte Blattgemüse nicht: Hitzetage, wie wir sie in unseren Breitengraden oft im Hochsommer haben, lösen bei Kopf- und Pflücksalaten eine Art Panikreaktion aus. Innerhalb kürzester Zeit schiessen aus den Blattrosetten die Stängel empor und die Pflanzen beginnen mit der Blütenbildung. Bei hohen Temperaturen und Trockenheit bangt die Pflanze um ihr Überleben und versucht deshalb, noch schnell Samen auszubilden. Die Salatblätter werden ab diesem Moment zäh und etwas bitter. Um das Aufschiessen des Salats zu verhindern, giesst man ihn regelmässig und gönnt den in der Mitte des Sommers gesetzten Sorten ein schattiges Plätzchen im Gemüsegarten.

Gemüsetabelle

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Gemüsetabelle

Unsere praktische Gemüsetabelle (PDF) gibt eine Übersicht über Standort, Aussaat, Pflege und Kombination der bekanntesten Gemüsesorten.

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Obstgarten im Juli

Mit Wellpappe gegen den Apfelwickler

Ein unscheinbarer Nachtfalter ist für die wurmstichigen Äpfel verantwortlich, die im Juni vorzeitig abfallen. Es handelt sich hier um den Apfelwickler (Cydia pomonella), dessen Raupe sich ins Kerngehäuse bohrt, die Frucht später verlässt und sich in Ritzen und Spalten des Stammes in einem weissen Kokon einspinnt, um zum Falter zu werden. Typisch sind die mit Kotkrümeln gefüllten Einstichstellen, von denen ein Gang bis in das zerfressene Kerngehäuse führt. Um die zweite Apfelwickler-Generation zu dezimieren, können jetzt Wellpappringe um den Stamm der Apfelbäume gebunden werden. Die Raupen verpuppen sich gerne in deren Zwischenräumen. Die Ringe müssen regelmässig kontrolliert und spätestens 3 Wochen nach Erscheinen der ersten Puppen entfernt und vernichtet werden. Übrigens, Vögel wie Kohlmeisen und Gartenbaumläufer ernähren sich zeitweise bis zu 80 % von den Raupen des Apfelwicklers. Es lohnt sich daher, sie mit Altholz und Wildobsthecken im Garten zu fördern. Weidetiere und Hühner, die unter den Apfelbäumen fressen, führen ebenfalls zu einer Dezimierung des Schädlings.

Schafe ruhen zwischen Obstbäumen auf einer extensiven Streuobstwiese
Bäume schützen (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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Ziergarten im Juli

Hohe Pflanzen stützen

Manche wollen ganz hoch hinaus, Patagonisches Eisenkraut (Verbena bonariensis) beispielsweise, Zierlauch, Hohe Astern, Herbst-Anemonen oder Phlox. Idealerweise behalten diese Stauden von selbst ihre Form und recken ihre schönen Blüten ohne zusätzliche Hilfsmittel in den Himmel. Doch hat sie ein heftiger Niederschlag niedergedrückt oder fallen sie wegen Windböen auseinander, muss man nachhelfen. Natürliche Pflanzenstützen aus Bambus, von Haselsträuchern oder Weiden eignen sich am besten. Sie haben den Vorteil, dass man sie beim Frühjahrsrückschnitt gleich mitkompostieren kann. Da bietet es sich an, fürs Befestigen ebenfalls auf Naturprodukte zurückzugreifen: Reissfester und dehnbarer Naturbast oder Kordeln aus Sisal und Jute sind ideal, aber auch abgestorbene Triebe von Kletterpflanzen eignen sich dafür, beispielsweise jene der Waldrebe.

Hohe Stauden mit roten und violetten Blüten im sommerlichen Ziergarten
Hohe Pflanzen (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

Urban Gardening im Juli

Warum Tomaten platzen

Aufgeplatzte Tomaten sind problemlos essbar, jedoch hat das Platzen der Haut auch eine Ursache, die je nach Form der Risse ausfindig gemacht werden kann. So sind tiefe, gerade Risse auf Temperaturschwankungen zurückzuführen. Hier hilft ein Abdecken der Pflanzen mit Vlies. Von Verkorkungen spricht man, wenn sich flache, kreisförmige Risse an der Haut der Früchte bilden. Diese sind auf eine zu starke Sonneneinstrahlung zurückzuführen, wenn zu viele Blätter entfernt wurden. Abhilfe schafft eine Beschattung, indem man an sehr heissen Tagen die Sonnenstore ausrollt. Zeigen sich sternförmige Risse, weist dies auf zu starkes Düngen oder unregelmässige Wassergaben hin. Daher sind regelmässige Wasser- und Düngergaben wichtig. Zeigen sich hingegen viele kleine Risse, so ist dies ein Hinweis, dass nach einem Zuviel an Wassergaben auch eine zu intensive Sonneneinstrahlung folgte. Deshalb die Tomaten an heissen Tagen nur frühmorgens oder am Abend giessen.

Reife und unreife Tomaten an der Pflanze
Tomaten (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

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Schweizer Garten Juli 2025
Ausgabe Juli 2025  

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