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Garten vor Hitze schützen: Tipps für Pflanzen, Bäume und Bewässerung

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Welke Gartenpflanze nach Hitze und Trockenheit. Symbolbild für Hitzeschutz im Garten und klimaresistente Gartengestaltung.

Ein trockener Sommer mit hohen Temperaturen und nur wenig Niederschlag macht dem Garten zu schaffen. Mit einer gut durchdachen Wahl der Pflanzen, einem Sonnenschutz für Bäume und der richtigen Bewässerung wird der Garten wieder fit gemacht. Mit unseren Tipps lässt sich dabei sogar Wasser sparen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gebäudeplanung und gezielte Beschattung mit Bäumen, Fassadenbegrünungen oder Wasserflächen helfen, Hitzeinseln im Garten zu vermeiden und angenehme Aufenthaltsorte zu schaffen.
  • Trockenheitsresistente Pflanzenwahl reduziert den Wasserbedarf deutlich. Tiefwurzler, Bodendecker und hitzetolerante Kräuter kommen mit längeren Trockenperioden besser zurecht.
  • Ein guter Sonnenschutz für Bäume schützt empfindliche Stämme vor Sonnenbrand, Rindenschäden und langfristigen Folgeschäden durch Pilzbefall.
  • Mit Mulchen sowie regelmässigem Hacken und Lockern des Bodens bleibt die Feuchtigkeit länger im Boden, gleichzeitig verbessert sich die Pflanzengesundheit.
  • Die richtige Bewässerung spart Wasser und stärkt die Pflanzen. Am besten wird früh morgens durchdringend gegossen und möglichst Regenwasser oder eine wassersparende Tropfbewässerung genutzt.

So kommt dein Garten gut durch den Sommer

Die Sommer sind heisser geworden, und die Trockenheit führt im Garten zu beachtlichen Schäden. Die Pflanzen leiden unter dem Wassermangel, ihr Wachstum stockt oder sie vertrocknen sogar. Dadurch sind sie geschwächt und anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Hier erfährst du, wie wertvoll ein Sonnenschutz für Bäume sein kann und wie du deine Gartenpflanzen gut auf heisse Tage vorbereitest. Dabei ist das richtige Wässern das A und O, damit die Pflanzen der Hitze trotzen können. Doch zunächst steht die Gebäudeplanung im Fokus. Eine clevere Gebäudeplanung schafft kühle Oasen für Menschen und Gartenpflanzen.

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Schattenspendende Bäume und Wasserstellen sorgen für Kühle

Ein wahres Wundermittel gegen die Hitze sind schattenspendende Bäume. Das spüren wir spätestens bei einem Spaziergang durch den Wald. Laubbäume im Garten haben den Vorteil, dass sie im Sommer vor Sonneneinstrahlung schützen und die Sonne im Winter dennoch ins Haus scheinen kann. Laubbäume spenden aber nicht nur Schatten, sondern kühlen auch die Umgebung, indem sie Wasser verdunsten und der Luft Wärmeenergie entziehen. Diese «Verdunstungskälte» tritt auch bei Fassadenbegrünungen auf. Durch das dichte Grün von Kletter- und Schlingpflanzen oder rankenden Pflanzen heizen sich die Fassaden zudem weniger auf. Auch Büsche und Sträucher gehören zu einem an das wärmere Klima angepassten Garten. Sie spenden Schatten und in ihrem Windschatten ist die Taubildung höher und der Boden feuchter.

Das Anlegen eines Teiches im Garten ist zwar aufwändig, hat aber ebenfalls einen kühlenden Effekt. Denn das Wasser auf der Oberfläche verdunstet ständig und kühlt. Wie bei den Blättern wird bei der Verdunstung der Umgebung Wärmeenergie entzogen und die Temperatur in der Nähe des Teiches sinkt.

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Sonnenschutz für Obstbäume und Co.

Im Garten sind Bäume willkommene Schattenspender. Doch bei lang anhaltender Hitze können auch Bäume einen «Sonnenbrand» bekommen. Wird ihre dünne Rinde über längere Zeit auf mehr als 40 °C erhitzt, können Schäden entstehen. Die Rinde stirbt ab und platzt auf. Bei grossflächigen Rindenschäden, sogenannten Rindennekrosen, können Infektionen durch holzzerstörende Pilze auftreten. Diese verursachen eine Holzfäule im Stamm. Bäume mit Sonnenschäden sind daher in späteren Jahren bruchgefährdet und können ihre volle Vitalität nicht mehr entfalten. Vorsichtshalber solltest du empfindliche Jungbäume an sonnenexponierten Standorten mit einem Kalkanstrich versehen. Der schützende Kalkanstrich besteht aus Tonmineralien, Kalk, Gesteinsmehl, einem natürlichen Haftmittel und verschiedenen Spurenelementen. Dank des Kalkanstrichs entstehen bei Hitze und Kälte weniger Risse am Stamm.

So trägst du den Stammschutz auf: Jungbäume werden vom Stammfuss bis zum Kronenansatz rundum mit dem schützenden Kalkanstrich versehen. Bei älteren, freistehenden Bäumen reicht ein Anstrich auf der Südwestseite. Die Wuchs- und Schutzfunktion der Borke wird durch den Anstrich nicht beeinträchtigt. Der Anstrich sollte während der Pflanzung erfolgen – bei Tagestemperaturen von über 10 °C und Nachttemperaturen von mindestens 5 °C. Achte darauf, dass der Stamm trocken ist. Die Haltbarkeit lässt sich verbessern, indem du die Rinde vor dem Auftragen mit einer Bürste von Flechten, Moosen und losen Partikeln befreist. Eine Grundierung optimiert zudem die Haftung und senkt den Farbverbrauch.

Als Alternative zum Kalkanstrich dienen bei Obstbäumen und vielen weiteren Baumarten Schilfrohr- und Bambusmatten oder Jutebandagen als Sonnenschutz. Der bestmögliche Schutz vor Erwärmung wird erreicht, wenn die Matte locker um den Stamm angebracht wird. Die verwendeten Bindemittel müssen wegen der Gefahr des Einwachsens regelmässig gelockert werden. Lehm-Jute-Bandagen sind optisch unauffällig. Sie führen jedoch zu höherer Feuchtigkeit und Kondensation und sind nicht so dauerhaft wie Schutzanstriche.

Die perfekte Pflanzenwahl gegen die Hitze

Trockenheitsverträgliche Pflanzen bringen von Natur aus optimale Eigenschaften mit. Eine warme Wetterperiode können sie im Garten unbeschadet überstehen. Die Tiefwurzler unter ihnen erreichen das Wasser selbst in tiefen Erdschichten. In ihren Blättern speichern Sukkulenten das Wasser. Gartenpflanzen für trockene Standorte haben eher kleine Blätter und somit eine geringere Verdunstung. Zudem beugen behaarte Blätter das Austrocknen vor. Der Teppich-Wollziest mit seinem samtigen Laub ist wintergrün. Im Staudenbeet bildet er sogar einen Teppich. Die Vertreter der Bodendecker, zu denen der Wollziest zählt, sind für den Boden wahre Schattenspender. Die Bodendecker schützen die Erde gekonnt vor zu heissen Temperaturen und bewahren sie vor dem Austrocknen. Sie sind die Sonnenanbeter unter den trockenheitsresistenten Pflanzen: Die Prärie- und Steingartenpflanzen wie das Eisenkraut, die Steppenkerze und viele Kräuterarten wie Rosmarin, Thymian oder Salbei.

Unser Tipp: Wähle für den jeweiligen Standort die passende Pflanze. Schattenliebende Pflanzen wie Hortensien erleiden an einem zu heissen Standort einen Hitzestress. Die Blätter welken und das Wachstum stellt sich nahezu ein. Eine gute Pflanzenwahl sorgt nicht nur für ein gesundes und üppiges Wachstum. Das häufige Giessen bei Trockenheit im Sommer wird erheblich eingeschränkt.

Gartenboden auf Hitze vorbereiten

Hacken, lockern und mulchen

Um den Garten optimal auf warme Sommertage und Trockenperioden vorzubereiten, ist ein regelmässiges Hacken und Lockern des Bodens ratsam. Nach einem sommerlichen Regenschauer kann das Wasser in den lockeren Boden gut einsickern und dort gespeichert werden. Durch das Hacken wird dem Erdreich Sauerstoff zugeführt. Die Nährstoffe können von den Pflanzen besser aufgenommen werden. Dadurch verbessert sich die Pflanzengesundheit, und die Pflanzen wachsen kräftiger. Das Mulchen der Gartenbeete – Rindenmulch sorgt dabei für eine ansprechende Optik – erspart nicht nur das Jäten von Unkraut und verbessert die Bodenqualität. Es schützt den Boden vor Trockenheit und reduziert die Verdunstung. Dadurch werden die Pflanzen länger mit Wasser versorgt. Ein weiterer Vorteil: Du kannst Wasser sparen, da an warmen Sommertagen dank der isolierenden Mulchschicht seltener gegossen werden muss.

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Richtig giessen und Wasser sparen

An einem warmen Sommertag empfiehlt es sich, die Pflanzen am frühen Morgen zu wässern. Dann sind die Temperaturen noch verhältnismässig kühl. Der taufeuchte Boden nimmt das Wasser optimal auf. Da der Boden noch kühl ist, verursacht das Wasser keinen Temperaturschock, und die Pflanzen können es bestmöglich aufnehmen. Die Blätter haben genügend Zeit, um vollständig abzutrocknen. Bei nassen Blättern erhöht sich nicht nur die Gefahr von Pilzkrankheiten. Die Wassertropfen können bei intensiver Sonneneinstrahlung auch schwere Verbrennungen verursachen. Deshalb solltest du das Giessen in der prallen Mittagssonne unbedingt vermeiden. Generell gilt: Lieber einmal gründlich und durchdringend giessen als mehrmals nur wenig Wasser geben. Andernfalls bilden die Pflanzen ihre Wurzeln vor allem in der obersten Bodenschicht aus. Mit einem kräftigen Wurzelwerk, das auch tiefere Bodenschichten erreicht, können sie Trockenperioden besser überstehen.

Wasser sparen – Regenwasser sammeln

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, um die kostbare Ressource Wasser einzusparen. Eine davon ist das Sammeln von Regenwasser durch das Aufstellen von Regentonnen. Idealerweise stehen die Tonnen neben einer Regenrinne mit Sammelöffnung. Auch neben einem Garten- oder Gewächshaus können Regentonnen aufgestellt werden. Nutze für die Regentonne eine Abdeckung. So verhinderst du das Verdunsten des gesammelten Wassers. Ein weiterer grosser Vorteil der Regenwassernutzung: Pflanzen bevorzugen das weiche Regenwasser und gedeihen prächtiger. Das herkömmliche Leitungswasser ist meist kalkreich und gechlort.

Unser Tipp: Ein automatisches Bewässerungssystem bietet nicht nur Komfort bei der Bewässerung von Pflanzen sondern spart zudem den Wasserverbrauch erheblich. Die sogenannten Tropfbewässerungssystem sind wassersparend, denn sie geben das Wasser wirkungsvoll und effizient ab, wo es gebraucht wird. Automatische Bewässerungssysteme lassen sich mittels Zeitschaltuhr, einem Smart-Home-System über das Smartphone und Feuchtesensoren automatisch regeln.

Vögel und Insekten bei Sonne und Hitze unterstützen

Ein schattiges Plätzchen, ein kühles Lüftchen und ein erfrischendes Bad. So lässt sich ein warmer Sommertag gut aushalten. Die Hitze macht nicht nur uns Menschen zu schaffen. So freuen sich Vögel und Insekten über eine willkommene Abkühlung und ein Bad in der Vogeltränke. Schattige Plätzchen sind nun sehr willkommen. Einen lauschigen Platz für Vögel und Insekten bieten in der brütend heissen Mittagssonne schattenspendende Bäume und Sträucher. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, um Vögel und Insekten bei Hitze zu unterstützen. So kommen die Gartentiere gut durch einen heissen Sommertag.

Wann wird es Vögeln und Insekten zu heiss?

Es ist ein heisser Sommertag, und die hohen Temperaturen haben die Schweiz fest im Griff. Doch wie kommen Vögel und Insekten mit der Hitze zurecht?

Vögel haben eine Körpertemperatur von 41 °C und können der Hitze deutlich besser trotzen als wir Menschen. Sie verkraften sogar einen Anstieg ihrer Körpertemperatur auf bis zu 46 °C. Dabei verlieren sie nur wenig Körperflüssigkeit. Ihr Kot enthält nur wenig Wasser. Wusstest du, dass Vögel nicht schwitzen können? Diese Besonderheit verhindert zwar einen hohen Flüssigkeitsverlust, erschwert aber gleichzeitig die Abkühlung der Tiere. Deshalb hecheln Vögel ähnlich wie Hunde. Beim Ein- und Ausatmen durch den geöffneten Schnabel verdunstet Wasser, wodurch Wärme abgegeben wird. Ab einer Körpertemperatur von 40 °C wird es den Insekten zu heiss. Die Tiere können nicht mehr richtig fliegen, da ihre Muskelkraft rasch abnimmt. Eine willkommene Abkühlung bieten Teiche und Vogeltränken. Honigbienen benetzen sich dabei selbst mit Wasser. Der Wasserfilm verdunstet auf ihrem Körper und sorgt für Kühlung.

Unser Tipp: Sorge in deinem Garten oder auf deiner Terrasse für ausreichend Trinkmöglichkeiten. Ein Teich oder eine Vogeltränke im Garten bieten eine willkommene Erfrischung für die Tiere. Dabei solltest du auf einen geeigneten Standort für die Vogeltränke achten.

Vogeltränken im Garten aufstellen

  • Die Vogeltränke sollte 25 bis 40 cm gross sein. Am Rand sollte sie flach und etwa 2,5 cm tief sein, in der Mitte hingegen rund 10 cm tief. So können sich auch grössere Vögel erfrischen. Die Tränke sollte zudem immer einen Bereich ohne Wasser aufweisen, damit Vögel und Insekten leicht landen und wieder abfliegen können.
  • Wähle für die Vogeltränke einen sicheren und erhöhten Standort. Stelle sie mit einem Abstand von rund 3 m zu Sträuchern auf. Die Tiere möchten beim Trinken nicht von einer heranschleichenden Katze überrascht werden oder zumindest bei Gefahr rechtzeitig davonfliegen können. Ein halbschattiger Platz im Garten ist ideal.
  • Reinige die Vogeltränke regelmässig. Bei grosser Hitze sollte sie täglich gereinigt werden. In der Wärme vermehren sich schädliche Keime besonders schnell.

Gut zu wissen: Im Garten bieten Vogeltränken den Vögeln eine willkommene Erfrischung. Doch sollten die gefiederten Gartenbewohner im Sommer auch gefüttert werden? Die Sommerfütterung von Vögeln ist selbst unter Fachleuten der Ornithologie umstritten. Futterstellen erfreuen sich bei vielen Vogelarten jedoch auch im Sommer grosser Beliebtheit, denn dann ist Brutzeit. Gerade flügge Jungvögel profitieren vom zusätzlichen Nahrungsangebot. Dank der Fütterung haben sie in dieser kritischen Lebensphase höhere Überlebenschancen. Zudem kann eine Sommerfütterung die Nahrungssuche der Altvögel erleichtern.

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