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Kräuter im Garten pflanzen: Anbau, Pflege und beliebte Kräuter

Im Überblick
Holzkiste voller Gartenkräuter

Die meisten uns heute bekannten Gewürzarten stammen aus dem Mittelmeerraum und aus Asien. Von dort wurden sie ins übrige Europa importiert und eroberten sich einen festen Platz in der Küche und in der Heilkunde. In unserem Kräuter A-Z erfährst du Wissenswertes über das Pflanzen von Kräutern und die besten Pflegetipps zu den beliebtesten Kräutern.

Kräutermischungen selber herstellen

Getrocknete Kräuter aus dem eigenen Garten wirken nachhaltig: Beim Genuss als Teeaufguss oder als Duftbad beleben sie unsere Sinne und sorgen für Wohlbefinden. So gelingt die richtige Kräutermischung.

1. Kräuter für Mischungen ernten und trocknen

Geerntet wird an sonnigen Vormittagen zwischen 10 und 12 Uhr, denn dann enthalten die Kräuter am meisten ätherische Öle. Die Pflanze sollte trocken sein. Die Triebspitzen und die geöffneten Blüten abschneiden, bündeln und draussen oder in einem gut belüfteten Raum kopfüber aufhängen. Gut geeignet sind auch grossflächige Siebe, auf denen die Blätter und Blüten ausgelegt werden. Nach zwei bis drei Tagen, oder sobald das Dörrgut beim Berühren knistert, kann das Teekraut in gut verschliessbare Behälter gefüllt werden. Ein gehäufter Teelöffel der zerkleinerten Mischung pro Tasse reicht für ein wunderbares Aromabouquet aus. Dazu die Kräuter mit kochendem Wasser übergiessen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen und nach Belieben mit Honig süssen. Wem gesüsste Aufgüsse munden, sollte auch eine Steviapflanze im Topf ziehen. Ob frisch oder getrocknet – die natürliche Süsse des Honigblatts erinnert ein wenig an Lakritze.

2. Die beliebtesten Kräutermischungen

Kräutermischungen für Dufttees setzen sich zusammen aus einer geschmacksintensiven Hauptpflanze, aromatischen Füll- und farbreichen Schmuckkräutern. Unsere Mischung beinhaltet:

  • Lemon-Ysop (Agastache mexicana): Blüten und Blätter, frisch oder getrocknet für Salate, Salsas oder Tee.
  • Echter Lavendel (Lavandula angustifolia): stark geöffnete Blüten oder junge Blattspitzen, getrocknet als Duftessenz, für Tee oder Schaumbad.
  • Pfefferminze (Mentha x piperita): Blüten, Blätter und Triebspitzen, frisch für Tee, Sirup, Dessert oder Fleisch.
  • Orangen-Thymian (Thymus vulgaris ssp. fragrantissimus): Blüten, Blätter und Triebe, frisch oder getrocknet.
  • Zitronen-Thymian (Thymus x citriodorus): Blüten, Blätter und Triebe als Teeaufguss, in Desserts, Braten, Salate; Rückschnitt nach der Blüte.
  • Römische Kamille (Chamaemelum nobile): Blütenköpfchen frisch oder getrocknet als Tee; Heilpflanze, kann äusserlich zur Wundspülung verwendet werden.

3. Kräutermischungen mit Minze

Kräuteraromen, die nicht nur im Topf, sondern auch in der Teekanne harmonieren, sind für eine getrocknete Mischung gefragt. Natürlich kommt es dabei auf persönliche Vorlieben und das eigene Geschmacksempfinden an. Möchte man das Kraut jedoch verschenken, so eignen sich dafür leichte, erfrischende Aromen. Zum Beispiel Minze. Minze-Arten gibt es mehr als ein Dutzend, angereichert mit verschiedenen Geschmacksnoten wie Ananas, Zitrone oder Schokolade. Doch gleichgültig, welche man wählt: Auf jeden Fall sollten Minzen, da starkwüchsig und vermehrungsfreudig, separat in grosse Gefässe gepflanzt werden.

4. Kräutermischungen Duft und Farbe beifügen

Frische Zitrusdüfte sind sehr beliebt. Man erhält sie von Thymian-Arten wie Thymus vulgaris ssp. fragrantissimus oder T. x citriodorus. Wird die Mischung versetzt mit Echtem Lavendel und etwas Römischer Kamille, so wird das Gemisch nicht nur um weitere Aromen, sondern auch um attraktive Farbakzente bereichert. Lemon-Ysop (Agastache mexicana) ist eine würzige Teepflanze, die erst noch mit einer hübschen pinkfarbenen Lippenblüte aufwartet. Im Balkongarten ist das Kraut eine optische Bereicherung, dem Tee verleiht es eine angenehm pikante Note.

Interview zu Kräutern und deren Pflege

Welche Kräuter passen gut zusammen, wann ist der beste Zeitpunkt zum Pflanzen und worauf kommt es beim biologischen Anbau an? David Herrmann von Bio Suisse erklärt im Interview, wie Kräuter im Garten, Hochbeet oder auf dem Balkon erfolgreich gedeihen, welche Kräuter winterhart sind und welche Kombinationen sinnvoll sind.
Tipps zum Kräuteranbau vom Profi.

Kräuterspirale anlegen und bepflanzen

Mit einer Kräuterspirale, oftmals auch als Kräuterschnecke bezeichnet, können auf kleinem Raum viele Kräuter angebaut und verschiedene «Klimazonen» geschaffen werden, die den Standortansprüchen der verschiedenen Kräuter möglichst genau entsprechen.

1. So wird eine Kräuterspirale bepflanzt

Die Kräuterspirale ist ein dreidimensionales Beet, das sich spiralförmig nach oben erhebt. Am unteren Ende der Kräuterspirale befindet sich idealerweise ein kleiner Teich. Eingegrenzt wird das Beet durch eine Mauer aus Natur- oder Ziegelsteinen. Eine Kräuterspirale benötigt nur wenige Quadratmeter, selbst in einem kleinen Vorgarten ist sie gut unterzubringen.

Angelegt wird diese mit Vorteil im Frühjahr oder im Herbst. Am besten geeignet ist ein windgeschützter Standort an der Sonne, idealerweise in der Nähe der Küche. Die Grundfläche einer Kräuterspirale ist kreisförmig mit einem Durchmesser von mindestens 3 m, damit sich die Kräuter auch gut entfalten können. Sie wird etwa einen Meter hoch. Die Masse können natürlich auch variieren. Als Seitenwände werden Steine verwendet. Sie speichern die Sonnenwärme und geben diese an den Boden ab.

2. Pflege und Unterhalt einer Kräuterspirale

Da Pfefferminze und Wermut wuchern, solltest Du in der Kräuterspirale auf diese Pflanzen verzichten. Zudem sollten Schnittlauch und Petersilie nicht direkt nebeneinander gepflanzt werden. Am wenigsten Arbeit verursachen Kräuterspiralen, wenn sie mit mehrjährigen Kräutern bepflanzt werden. Mehrjährige Kräuter überwintern und treiben im Frühling von neuem aus. Eine Kräuterspirale braucht wenig Pflege. Wichtig sind regelmässiges Jäten und ab und zu ein Rückschnitt der Kräuter.

Unser Tipp: Es lohnt sich, das Gestalten einer Kräuterspirale gründlich zu planen und vor Anlage-Beginn eine entsprechende Skizze anzufertigen. Am wenigsten Arbeit verursachen Kräuterspiralen, wenn sie mit mehrjährigen Kräutern bepflanzen werden.

Beliebte Kräuter von A-Z

Anis

Anis ist eine einjährige Pflanze, die ein sonniges Plätzchen braucht. Verwendet werden hauptsächlich die getrockneten Früchte, die als Würze für Backwerk, Süssigkeiten und Spirituosen dienen.
Anis im Garten erfolgreich pflanzen.

Blühende Anispflanze

Bärlauch

Im Frühling zeigt der Bärlauch in Wäldern und entlang von Bachläufen seine zarten, hellgrünen und charakteristisch nach Knoblauch duftenden Blätter. Im eigenen Garten lässt sich der pflegeleichte Bärlauch ganz einfach selbst pflanzen.
Bärlauch richtig pflanzen und pflegen.

Blühender Bärlauch

Basilikum

Sattgrüne bis purpurfarbene Blätter, die mit spritzigen Aromen unseren Geschmackssinn betören, kennzeichnen das allseits beliebte Basilikum. Das Liebeskraut besticht durch eine Vielfalt an attraktiven Sorten.

Basilikum aussäen und pflanzen

Kaum ein Kraut lässt sich einfacher aussäen als Basilikum. Basilikum ist ein Lichtkeimer, man braucht also die Samen nicht mit Erde zuzudecken und kann der Keimung zusehen. Direkt in den Topf gesät und an einen hellen Fensterplatz gestellt, entwickeln sich die Sämlinge binnen zwei bis drei Wochen.

Ab Mitte Mai kann man das wärmeliebende Gewürzkraut auch direkt in den Garten an einem sonnigen, windgeschützten Standort aussäen. Allerdings sollte diese Saat mit Vlies abgedeckt werden, damit die Samen nicht vom Wind fortgeweht oder von Vögeln weggepickt werden. Übrigens, nicht nur im Salat paart sich Basilikum gern mit Tomaten: Diese beiden Pflanzen fördern sich auch als Beetnachbarn in ihrem gesunden Wachstum.

Basilikum pflegen

Im Sommer gehört das Küchenkraut in beinahe jedes Tomatengericht und verleiht diesem ein würziges Aroma. Basilikum gehört zu den Labiaten (Lamiacea), einer Unterfamilie der Lippenblütler, welcher auch Pfefferminze, Melisse, Salbei, Thymian, Majoran und Rosmarin angehören.

Die meisten Basilikumarten sind einjährig, wachsen buschig und können bis 50 cm hoch werden. Zur Blüte trägt die Pflanze weisse, rosa oder purpurfarbene Trugdolden. Am bekanntesten ist der Genoveser Basilikum mit seinen sattgrünen und relativ grossen Blättern. Zur vollen Entfaltung seines Aromas sollten die Blätter nicht geschnitten, sondern nur abgezupft werden.

Zur besseren Verzweigung der Sprossen hingegen muss man Basilikum regelmässig schneiden. Es gibt zahlreiche Sorten und Arten mit speziellen Duftnoten, erhältlich in Gärtnereien und Gartencentern mit breitem Kräuterangebot.

So erntest du Basilikum

Der königliche Wohlgeruch lässt sich in Öl und Essig oder als Pesto konservieren. Am besten erntet man die Blätter morgens zwischen 10 und 11 Uhr, dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Zudem duftet das Kraut aromatischer, wenn die Sonne die Blätter erwärmt hat.

Unser Tipp: Basilikumblätter verlieren ihr Aroma und ihre Wirkung beim Trocknen. Deshalb lohnt es sich, immer wieder frisches Basilikum zu ziehen oder das Kraut als Paste einzufrieren. Die Blüten lassen sich gut dörren und verleihen hausgemachten Teemischungen eine spezielle Duftnote.

basilikum

Estragon

Estragon, das Drachen- oder Schlangenkraut, ist eine mehrjährige Pflanze von 50 bis 80 cm Höhe, die aufgrund des berühmten Estragonhühnchens in der französischen Küche gut bekannt ist. So lässt sich Estragon im Garten pflanzen.

Estragon vermehren und pflanzen

Estragon kann nur über Triebe oder eine Teilung des Wurzelstocks vermehrt werden. Sie bildet praktisch keine Samen. Die Vermehrung sollte möglichst zu Beginn des Frühjahrs durchgeführt werden, wobei die entnommenen Stücke sofort wieder eingepflanzt werden müssen, da die Wurzeln nicht austrocknen dürfen. Im Sommer kann man leicht Stecklinge ziehen, indem man die stärksten Stängel in Teile schneidet. Diese Stecklinge werden in Blumentöpfe gesteckt, die man in den Schatten stellt und regelmässig giesst. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, kann man die neuen Setzlinge einpflanzen.

Pflanze deinen Estragon in einen humusreichen, frischen und gut durchlüfteten Boden, an einem vollsonnigen Standort. Ein wenig Schatten schadet der Pflanze nicht, allerdings sollte der Boden nicht zu kalkhaltig sein.

Estragon pflegen

Im ersten Jahr sollten nicht allzu viele Blätter oder junge Triebe geerntet werden. Sobald die ersten Fröste auftreten, wird die Pflanze über dem Erdboden abgeschnitten und mit trockenen Blättern abgedeckt.

Estragon ernten

Ernte je nach Bedarf die frischen Blätter des Estragons. Die getrockneten Blätter sind geschmacklos und auch beim Einfrieren geht ein Grossteil des Aromas verloren. Estragonöl oder -essig stellt eine gute Möglichkeit dar, die Würze des Estragons zu erhalten. Estragonbutter, die im Kühlschrank aufbewahrt werden kann, eignet sich zur Konservierung des Krautes.

estragon

Goldmelisse 

Die Goldmelisse stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie blüht und gedeiht an sonnigen Lagen auf humosen, tiefgründigen Böden auch in hiesigen Gefilden. Im Oktober lässt sich die Goldmelisse durch Teilen vermehren und pflanzen.
Tipps für die Goldmelisse im Garten.

 Blühende Goldmelisse

Koriander

Koriander ist eine einjährige Pflanze, deren Früchte gerne in Gebäck oder Gewürzmischungen verwendet werden. Im Garten wächst das Kraut am besten an der Sonne und windgeschützt.
Koriander erfolgreich anbauen.

Frischer, geschnittener Koriander

Kresse 

Die Gartenkresse wird wegen ihrem Vitaminreichtum und dem würzigen Geschmack sehr geschätzt. Zudem braucht sie von der Aussaat bis zur Ernte nur rund 10 Tage und wächst auch in Schalen auf dem Fensterbrett.
Kresse einfach selbst pflanzen.

 Frisch gewachsene Gartenkresse in einer Anzuchtschale auf dem Fensterbrett kurz vor der Ernte.

Kümmel

Kümmel ist eine zweijährige Pflanze, die in leichten Böden wächst und im Herbst oder zeitig im Frühjahr ausgesät wird. So pflanzt du Kümmel in deinem Garten.

Kümmel aussäen und pflanzen

Kümmel vermehrt sich am besten durch Aussaat. Säe die Samen im Frühjahr oder Spätsommer in vorbereitete Reihen mit gut durchlässigem Boden. Halte den Boden gleichmässig feucht und vereinzle die Pflanzen nach dem Keimen auf einen Abstand von 15 bis 20 Zentimetern.

Kümmel ist eine zweijährige Pflanze und gedeiht in voller Sonne in leichten Böden. Im Garten wird er am besten im Herbst oder zeitig im Frühjahr in Reihen ausgesät. Sobald die Sämlinge rund 5 cm gross sind, werden die schwachen Pflanzen entfernt. Kräftige Pflanzen bleiben in einem Abstand von 20–30 cm stehen.

Kümmel pflegen

Kümmel ist pflegeleicht. Das regelmässige Giessen ist entscheidend, um gleichmässige Feuchtigkeit sicherzustellen. Staunässe sollte vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Dünge die Kümmelpflanze im Herbst mit Kompost und während der Wachstumsperiode monatlich mit einem ausgewogenen Dünger. Hacken verbessert die Bodenqualität und entfernt Unkraut.

So erntest du Kümmel

Da die Samen nicht gleichzeitig reifen und zum Teil schnell ausfallen, sollte Kümmel vorsichtig geerntet werden. Einfach geht diese Ernte, wenn das Kraut geschnitten wird, bevor die Samen vollständig gereift sind. Auf einer Unterlage ausgebreitet kann das Kraut nachreifen und die Samen lassen sich gut einsammeln.

kuemmel

Majoran

Der Majoran ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Er findet sowohl in der Küche als Gewürz wie auch als vielfältige Heilpflanze Verwendung. Für die Aussaat werden die Samen im Mai direkt ins Freiland gesät. 
Majoran im Garten pflanzen.

Majoranpflanzen mit dichtem, grünem Laub an einem sonnigen Standort im Garten.

Minze

Apfelminze, Orangenminze, Ananasminze, Pfefferminze, Krauseminze – gross ist die Vielfalt dieser Gewürz- und Heilkräuter, die in jedem Garten und sich auch auf dem Balkon ziehen lassen.
Minze richtig pflanzen und vermehren.

Dicht wachsende Minzpflanzen mit frischen grünen Blättern im Garten.

Oregano

Das mehrjährige Oregano ist auch unter dem Namen Dost bekannt. Seine zarten Triebspitzen sind besonders pikant zu Fleisch, Käse, Pizza oder Tomaten. Auch getrocknet hält das Aroma von Oregano ausgezeichnet.

Oregano pflanzen

Im Garten wächst Origanum am besten an einem sonnigen Standort in einem leichten, gut durchlässigen Boden. Das Gewürz kann im Mai direkt ins Freiland ausgesät werden. Einfacher ist das Pflanzen von vorgezogenen Jungpflanzen aus der Gärtnerei. Gesetzt wird in einem Abstand von rund 25 cm. Ansonsten stellt Origanum im Garten keine grossen Ansprüche.

Oregano lässt sich von März bis April ebenso durch Teilen vermehren. Dazu werden die Pflanzen vorsichtig ausgegraben. Geteilt werden die Wurzelballen von oben nach unten. Diese Arbeit lässt sich am besten mit einer Grabgabel erledigen. Nach dem Teilen müssen die einzelnen Teilstücke so rasch wie möglich wieder eingepflanzt werden. Damit die Wurzelbildung angeregt wird, die Wurzeln vor dem Pflanzen um rund die Hälfte einkürzen. Nach dem Setzen die Teilstücke gut angiessen.

Oregano pflegen

Oregano sollte stets schön feucht gehalten werden. Giesse die Pflanzen einmal wöchentlich. Grundsätzlich kommt die Pflanze jedoch auch gut mit Hitze und kurzen Trockenperioden klar. Im Winter abgestorbene Pflanzenteile werden im zeitigen Frühjahr direkt über dem Boden weggeschnitten.

Oregano ernten

Origanum ist in der italienischen Küche kaum wegzudenken. Dort wird das Gewürzkraut für Tomatensaucen, gegrilltes Fleisch oder zum Würzen von Gemüse und Pizzen verwendet. In der Küche werden vorab die Blätter frisch verwendet. Die Blätter schmecken aromatisch, warm und ein klein wenig bitter. Die Blätter lassen sich auch bestens trocknen; getrocknetes Kraut ist oft noch aromatischer als frische Blätter. Zum Trocknen werden die Stängel eine Handbreite über dem Boden abgeschnitten und in einem dunklen Raum aufgehängt. Für den Wintervorrat werden junge Blätter und Triebspitzen von Juli bis August geerntet.

oregano

Petersilie

Petersilie ist eines der bekanntesten Küchenkräuter überhaupt und weist einen hohen Anteil an Vitamin A, B und C auf. Im Garten bevorzugt das Gewürzkraut lockere Böden und keine Staunässe.

Petersilie aussäen und pflanzen

Im Garten gedeiht Peterli am besten in der vollen Sonne, verträgt aber ebenso leichten Schatten und bevorzugt einen lockeren Boden. Staunässe verträgt dieses Gewürz nicht. Ausgesät wird meist im zeitigen Frühjahr. Die Samen werden dabei in Rillen gesät und mit etwas Erde abgedeckt. Sobald die Pflanzen etwa 5 cm gross sind, werden die schwachen Sämlinge ausgedünnt. Eine Aussaat ist auch im Herbst, vor dem ersten Frost, möglich.

Einfacher ist es, wenn Petersiliensetzlinge gepflanzt werden. Solche vorgezogenen Jungpflanzen sind im Frühjahr in jeder Gärtnerei oder im Gartencenter erhältlich. Gepflanzt wird im Abstand von rund 30 cm.

Petersilie pflegen

Peterli benötigt viel Feuchtigkeit, verträgt jedoch keine Staunässe. Das regelmässige Lockern des Bodens mit der Hacke fördert einen erneuten Austrieb nach der ersten Ernte. Es ist zudem wichtig, um das Unkraut in Schach zu halten.

Petersilie ernten

Frische Petersilienblätter lassen sich das ganze Jahr über ernten. Während der Gartensaison wachsen sie laufend nach. Zum Ernten werden die Blätter mit dem Stiel abgezupft. Vor dem Einsatz in der Küche die Blätter gut abspülen und frisch verwenden. Blätter erst kurz vor dem Anrichten beigeben und nicht mitkochen, damit Aroma und Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Wer Petersilie nicht frisch verwendet, kann die Blätter für den Wintervorrat auch einfrieren oder trocknen. Das Aroma geht dadurch allerdings etwas verloren.

petersile

Rosmarin

Rosmarin ist sehr aromatisch. Blatt und Stängel dieser immergrünen Pflanzen sollten deshalb sparsam angewendet werden. Das frostempfindliche Gewürzkraut wächst im Garten wie auch auf dem Balkon.
Rosmarin richtig pflegen und überwintern.

 Rosmarinpflanze mit grünen Nadeln und violett-blauen Blüten im Garten an einem sonnigen Standort.

Salbei

In der Küche wird Salbei wegen seines bitteraromatischen Geschmacks sehr geschätzt. Die Blätter können sowohl frisch wie auch getrocknet verwendet werden. Im Garten ist diese Gewürzpflanze einfach zu kultivieren.

Salbei aussäen und pflanzen

Salbei wächst im Garten am besten an einem warmen, sonnigen und windgeschützten Standort in einem leichten, gut durchlässigen Boden. Auch an trockenen Lagen hat diese Gewürzpflanze keine Mühe. Die Aussaat erfolgt im Mai direkt an Ort und Stelle. Vorgezogene Jungpflanzen können bereits im April ins Gartenbeet gepflanzt werden. Salbei wächst auch in Gefässen auf dem Balkon oder der Terrasse. Als Pflanzerde eignet sich gewöhnliche Blumenerde.

Salbei pflegen

Giesse den Echten Salbei regelmässig, jedoch nur mässig, sodass das Wasser sich nicht staut. Mit den Jahren verholzt der breitbuschig wachsende Salbei unten. Ein jährlicher Rückschnitt im Frühjahr nach den letzten Frösten kann dies verzögern.

Salbei ist mehrjährig und kommt in der Regel gut durch den Winter. Das Überwintern lohnt sich, denn ab dem zweiten Jahr sind die Blätter noch würziger und intensiver im Geschmack.

Salbei ernten

Salbei wird am besten kurz vor der Blüte geerntet. Dann sind die Blätter besonders aromatisch.

salbei

Schnittlauch 

Schnittlauch ist eines der meistgebrauchten Gewürzkräuter. Er regt die Verdauung an und ist reich an Vitamin C. Das Küchenkraut gedeiht sowohl im Garten wie auch auf dem Fensterbrett.
Salbei erfolgreich pflanzen.

Blühender Schnittlauch mit violetten Blüten im Gartenbeet – vielseitiges Küchenkraut für Garten und Balkon.

Stevia

Desserts geniessen ohne schlechtes Gewissen: Eine Pflanze aus Südamerika macht's möglich. Stevia enthält Stoffe, die bis zu 300 Mal süsser sind als Zucker und praktisch null Kalorien haben. Mit Stevia lässt sich das Leben aus dem eigenen Kräuterbeet heraus versüssen.

Stevia aussäen und pflanzen

Steviasamen werden ab April in Anzuchtschalen auf einer hellen Fensterbank oder im Frühbeetkasten ausgesät. Verwende hierfür nährstoffarme Anzuchterde. Stevia sind Lichtkeimer und dürfen nur leicht angedrückt und kaum mit Erde bedeckt werden. Halte die Erde stets gleichmässig feucht.

Die Stevia Jungpflanzen werden mit einem grosszügigen Pflanzabstand von 30 bis 50 Zentimetern ins Gartenbeet gepflanzt. Denn bei richtiger Pflege und regelmässigem Zurückschneiden wird das Honigblatt sehr buschig und kann je nach Sorte bis zu einem Meter Höhe erreichen.

Stevia pflegen

Stevia stammt aus subtropischen Gefilden und ist dementsprechend frostempfindlich. Bei uns wird sie vorwiegend als einjährige Pflanze kultiviert. Ihre Ansprüche gleichen jenen von Basilikum, dessen Überwinterung heikel ist und einen grünen Daumen sowie ein geeignetes Winterquartier voraussetzt. Stevia steht gerne geschützt und mag es weder zu trocken noch zu heiss. Die 50 bis 100 cm hohe Staude eignet sich für die Anzucht im Topf, kann aber auch in eine Kräuterspirale oder ins Gartenbeet integriert werden.

Stevia ernten

Vor der ersten Ernte des Laubs die Pflanze gut anwachsen lassen. Geerntet werden nicht einzelne Blätter, sondern die jungen Triebspitzen, die sich mit dem Finger abknipsen lassen. Auf diese Weise wächst die Pflanze zu einem recht verzweigten, kompakten Busch heran.

Ein einziges frisches Blatt genügt, um eine ganze Tasse Tee zu süssen. Lässt man die geernteten Blätter über Nacht trocknen, sind sie am nächsten Morgen noch süsser. Es gilt: Je trockener, desto süsser. Wer Stevia lieber in flüssiger Form bevorzugt, kann auf einfache Weise einen Extrakt herstellen. Dazu 2 dl Wasser aufkochen, eine Tasse frische Blätter zugeben und das Ganze zwei Minuten köcheln lassen. Anschliessend den Aufguss durch ein Sieb giessen und heiss in eine Bügelflasche abfüllen. Im Kühlschrank ist der Auszug bis zu sechs Monaten haltbar. Er lässt sich ideal zum Backen und Kochen verwenden. Die Dosierung ist Sache des persönlichen Geschmacks und muss ausprobiert werden.

Neigt sich die Stevia-Saison mit den ersten Frösten ihrem Ende zu, können die Blätter abgezupft und bei guter Belüftung an einem schattigen Ort getrocknet werden.

stevia

Thymian

Thymian gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern und überzeugt mit seinem intensiven Aroma sowie seiner unkomplizierten Pflege. Erfahre, welcher Standort ideal ist, wie du Thymian im Garten erfolgreich anbauen und worauf du beim Düngen achten solltest. Zudem entdeckst du, wie sich das vielseitige Kraut in der Küche und als bewährte Heilpflanze verwenden lässt.
Tipps für Thymian im Garten.

Blühender Thymian im Gartenbeet an einem sonnigen Standort mit dichtem, aromatischem Laub.

Gemüsetabelle

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Gemüsetabelle

Unsere praktische Gemüsetabelle (PDF) gibt eine Übersicht über Standort, Aussaat, Pflege und Kombination der bekanntesten Gemüsesorten.

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Kräuter richtig überwintern

Die meisten mehrjährigen Kräuter kommen in der Regel gut über den Winter. Weil einige Arten ursprünglich aus warmen Regionen stammen, schützen Laub, Rückschnitt oder Tannenreisig vor Kälte. 

Gewürzsalbei, Thymian, Rosmarin, Currykraut, Weinraute, Ysop und Co. stammen ursprünglich aus warmen Regionen. Obwohl die meisten mehrjährigen Kräuter im Garten in der Regel gut über den Winter kommen, sollten sie mit Vorteil vor der Kälte geschützt werden. Vor allem während Frostperioden ohne Schneedecke kann ihnen die Kälte zusetzen. Zudem gilt es die Kräuter auch im Winter schön feucht zu halten und regelmässig zu giessen. 

Unsere besten Tipps für das Überwintern von Kräutern: 

  • Schützend wirkt dabei ein Kragen rund um die Pflanze aus trockenem Laub oder Stroh. Auch ein Abdecken mit Tannenreisig wirkt ähnlich. 
  • Bei Salbei schützt gar ein Rückschnitt vor der Winterkälte. Um die Hälfte zurückgeschnittene Triebe des Salbeis überstehen den Winter besser, als ungekürzte. 
  • In sehr rauen Lagen lohnt es sich, die Kräuter im Herbst aus dem Kräutergarten zu nehmen. Insbesondere Rosmarin und Lorbeer. Dabei werden die Pflanzen eingetopft und im Haus an einem hellen Standort bei 6-10 °C überwintert. 
  • Kräuter, welche auf dem Balkon oder der Terrasse im Topf oder Kübel stehen, werden mit einer Noppenfolie oder einem Flies geschützt. Damit werden die Töpfe umwickelt. 
  • Ideal um Kräuter über den Winter zu bringen ist ein temperierter Wintergarten mit höchstens 20 °C. Auch optimale Bedingungen gewähren keine Garantie, eingeschränkte Lichtverhältnisse und trockene Zimmerluft vertragen die meisten Kräuter über einen längeren Zeitraum schlecht. 
  • Petersilie, Schnittlauch und Sauerampfer überstehen den Winter ohne jeden Schutz. 
  • Einjährige Kräuter wie zum Beispiel Basilikum, Majoran, Bohnenkraut oder Dill lassen sich nicht überwintern. Sie werden im Frühjahr neu ausgesät oder neu gepflanzt. 
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