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Lauchmotte bekämpfen: Befall erkennen und vorbeugen

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Lauchmotte auf einer Lauchpflanze.

Im Gemüsegarten schädigen die gefrässigen Raupen der Lauchmotte die Lauch- und Zwiebelpflanzen. Vorbeugen statt Heilen lautet die Devise – wir geben dir hilfreiche Tipps, wie du den Schädling erfolgreich von deinen Gemüsepflanzen fernhältst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Lauchmotte legt im Mai und August ihre Eier auf Lauch und Zwiebeln ab, die schlüpfenden Raupen fressen sich durch Blätter und Schaft und können bis ins Herz der Pflanze vordringen.
  • Typische Anzeichen für einen Befall sind fensterartige Frassstellen, vergilbte Blattspitzen und Fäulnis im Inneren der Pflanze, vor allem im Frühsommer.
  • Mit vorbeugenden Massnahmen wie Mischkultur mit Karotten oder Sellerie, windoffener Lage und Gemüsefliegennetz kannst du deine Pflanzen wirksam schützen.
  • Bei einem Befall hilft eine naturnahe Bekämpfung, zum Beispiel befallene Blätter entfernen, Raupen frühzeitig zerdrücken oder mit Rainfarn- oder Rhabarbertee spritzen.
  • Nur bei starkem Befall durch Lauchmotten sind biologische Pflanzenschutzmittel aus dem Fachhandel sinnvoll.

Lauchmotten früh erkennen und vorbeugen

Fensterartige Frassstellen an den Blättern von Lauch- und Zwiebelpflanzen sind ein sicheres Anzeichen für einen Befall durch Lauchmotten. Die gefrässigen Raupen des Schädlings richten am Gemüse durch ihre Frasstätigkeit immense Schäden an. Im Herzen der Pflanze kann es zu Fäulnis kommen. Vorbeugende Massnahmen wie beispielsweise der Anbau in Mischkultur mit Karotten oder Sellerie helfen einem Befall durch Lauchmotten entgegenzuwirken. Bei einem Befall lässt sich der Schädling sehr naturnah bekämpfen.

Die Lauchmotte im Überblick

Die Lauchmotte (Acrolepiopsis assectella) ist ein braun-grauer Falter aus der Familie der Motten (Acrolepiidae). Ein typisches Erkennungsmerkmal des Schädlings sind die hellbraunen Vorderflügel mit mittigem, keilförmigem Fleck. Der Falter hat eine Flügelspannbreite von etwa 2 Zentimetern. In einem Jahr treten zwei Generationen des Schädlings auf – im Mai und im August. Dann legt die Lauchmotte ihre cremeweissen Eier an die Blätter oder Wurzelhälse der jungen Lauch- und Zwiebelpflanzen. Nach 5 bis 12 Tagen schlüpft der Nachwuchs. Die Raupen der Lauchmotte sind hellgelb mit hellbrauner Kopfkapsel. Sie sind etwa 8 bis 13 Millimeter lang. Sie fressen sich an den Blättern und bis tief in den Schaft der Pflanzen hinein. Dort verpuppen sich die Raupen in lockeren Seidenkokons.

Raupen der Lauchmotte auf einem Lauchblatt.
Die Raupen der Lauchmotte sind hellgelb mit hellbrauner Kopfkapsel.
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Einen Befall durch Lauchmotten erkennen

Im Frühsommer zeigen sich an den befallenen Lauch- und Zwiebelpflanzen die ersten Schäden der Raupen der Lauchmotten. An den Blättern erkennt man die fensterartigen Frassstellen der Raupen. Die Blattspitzen der Gemüsepflanzen vergilben. Im späteren Verlauf fressen sich die Tiere bis zum Herz der Pflanze vor. Dort begünstigt der Schadfrass das Auftreten von Fäulnis.

Einem Befall durch Lauchmotten vorbeugen

  • Die Mischkultur mit Karotten und Sellerie wirkt einem Befall durch die Lauchmotte entgegen. Ein weiterer Vorteil dieser Mischkultur: Bei den Karotten wird dadurch die Möhrenfliege abgehalten.
  • Ein Anbau in einer windoffenen Lage hält die Lauchmotten von deinem Gemüse fern. Die freie, luftige und gut besonnte Lage meidet die Motte.
  • Lege nach der Pflanzung und bis kurz vor der Ernte ein Gemüsefliegennetz über dem Lauch oder den Zwiebeln aus.
  • Kontrolliere die gefährdeten Pflanzen ab Anfang Mai regelmässig auf einen Befall durch den Schädling. Die Schmetterlinge legen ihre cremeweissen Eier an die Blätter oder Wurzelhälse der jungen Lauch- oder Zwiebelpflanze.

Lauchmotten wirksam bekämpfen

Die Lauchmotte verursacht mit ihrer Frasstätigkeit an den Lauch- und Zwiebelpflanzen erhebliche Schäden. So bekämpfst du den Schädling ganz ohne den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln.

  • Entferne die befallenen Blätter und entsorge diese im Hausmüll. So verhinderst du eine stärkere Ausbreitung des Schädlings.
  • Zerdrücke die hellgelben Raupen mit den Fingern, sobald sie noch nicht zu weit nach unten gewandert sind.
  • Zur Bekämpfung des Schädlings haben sich zudem Spritzungen mit einem Tee aus Rainfarnblättern oder Rhabarberblättern bewährt.
  • Bei einem starken Befall durch Lauchmotten empfehlen wir biologische Pflanzenschutzmittel aus dem Fachhandel.
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