100 verschiedene Protea Arten
Die erste südafrikanische Pflanze, die in einem europäischen botanischen Werk von Charles de l’Escluse (flämisch-niederländischer Arzt und Botaniker) im Jahr 1605 abgebildet wurde, war ein Proteagewächs. In England wurden Ende des 18. Jahrhunderts die ersten Proteapflanzen kultiviert. Protea lassen sich durch Samen oder Stecklinge vermehren. Die Zuckerbüsche (Protea) bilden eine Pflanzengattung, die etwa 100 Arten umfasst. Protea gehören zur Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae). Ihre Heimat liegt in den trockenen Gebieten der südlichen Halbkugel. Die wohl bekannteste Protea, die Königsprotea (Protea cynaroides), findet sich in den bergigen Regionen Südafrikas. Der immergrüne Kleinstrauch erreicht eine Wuchshöhe von 100 bis 200 cm. Die glänzenden Blätter der Protea sind spatelförmig mit einem rötlichen Saum. Faszinierend sind die prächtigen Blütenköpfe der Königsprotea. Die körbchenförmigen Blumen sind rosa bis rötlich gefärbt und erinnern an eine Artischocke.
Dank ihres aussergewöhnlichen Aussehens werden die Blüten gerne in der Floristik verwendet. Wenn in Mitteleuropa der Herbst Einzug hält, beginnt in Südafrika der Frühling – die Blütezeit der Protea. Sie sind bei uns von September bis Januar begehrte Schnittblumen. Über 50 000 Stück werden aus Produktionsfarmen der Region Kapstadt und aus Simbabwe eingeflogen. Als Schnittblume hält sie im Wasser gut drei Wochen. Kopfüber aufgehängt lassen sie sich sogar trocknen und in Dauergestecken verwenden.