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Gartenarbeiten im Januar: Das ist jetzt zu tun

ca. 4 Leseminuten
Ingwer
Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»

Monat für Monat versorgen wir dich mit aktuellen Tipps und Inspirationen für dein Gemüsebeet, Obstgarten, Ziergarten und Balkon.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ingwergewächse wie Ingwer, Kurkuma und Galgant gedeihen im Sommer draussen, brauchen im Winter jedoch einen warmen Standort im Haus sowie regelmässige Nährstoffgaben, etwa mit dem Dünger «Aurin» im Verhältnis 1:10 zum Giesswasser.
  • Eingelagerte Äpfel und Birnen bleiben länger frisch, wenn du sie einlagig, gut belüftet und bei hoher Luftfeuchtigkeit (80–95 %) lagerst, regelmässig kontrollierst und getrennt von Gemüse aufbewahrst, da das Pflanzenhormon Ethylen den Verderb beschleunigt.
  • Mit Steckhölzern kannst du viele Sträucher einfach vermehren: Schneide kräftige Einjahrestriebe, stecke sie zu drei Vierteln in humose Erde und achte auf die richtige Wuchsrichtung sowie gleichmässige Feuchtigkeit.
  • Der Indooranbau ermöglicht dir auch im Winter frische Salate, Kräuter und Gemüse; ziehe Jungpflanzen in schädlingsfreiem Substrat vor und nutze keimfreie Erde oder Hydroponik-Systeme, um Krankheiten vorzubeugen.

Gemüsegarten im Januar

Ingwer & Co. – fit mit Aurindüngung

Ingwer, Kurkuma (Bild), Galgant – bei diesen würzig-scharfen Gewächsen denkt man sofort an die aromatische Küche Asiens. Bei uns vertragen diese tropischen Topfpflanzen zwar in warmen Sommern die Aussentemperaturen, müssen aber für die kalte Saison in beheizte Räum­lichkeiten umziehen. Mit ihren dekorativen Blättern und – bei guter Pflege – spektakulären Blüten zaubern sie im Winter asiatisches Flair in unsere Wohnstuben. Vor allem die Ingwergewächse haben, neben ausreichender Feuchtigkeit, einen hohen Bedarf an Nährstoffen. Bewährt zur Düngung der Topfpflanzen während der Wachstumsphase hat sich das Produkt «Aurin», das quasi als Neben­produkt aus einem Forschungsprojekt der ETH entstand. Dabei wird der in Trenntoiletten gesammelte, unverdünnte Urin nach einem speziellen Verfahren aufbereitet. Dadurch verliert er seinen schlechten Geruch. Die im Urin enthaltenen Nährstoffe können so rückgewonnen werden. Aurin wird im Verhältnis 1 : 10 dem Giesswasser beigegeben und kann ein- bis zweimal im Monat angewendet werden. Dieser Dünger ist vom Bundesamt für Landwirtschaft zur Anwendung bei essbaren Pflanzen in der Schweiz, Liechtenstein und Österreich zugelassen.

Ingwer

Gemüsetabelle

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Gemüsetabelle

Unsere praktische Gemüsetabelle (PDF) gibt eine Übersicht über Standort, Aussaat, Pflege und Kombination der bekanntesten Gemüsesorten.

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Obstgarten im Januar

Eingelagerte Äpfel und Birnen

Die Obsternte lässt sich nur optimal nutzen, wenn eingelagerte Äpfel und Birnen sorgfältig umhegt werden. Für die Langzeitlagerung eignen sich Lagerregale mit Schubladen im Keller.

Damit das eingelagerte Obst noch möglichst lange frisch bleibt, sollten die Bedingungen im Keller von Zeit zu Zeit überprüft werden. Ausserdem ist es wichtig, das Obst getrennt vom Gemüse zu lagern. Das vom Streuobst wie eingelagerten Äpfel und Birnen verströmte Pflanzenhormon Ethylen beschleunigt den Verderb von Lagergemüse und kann beispielsweise die Kartoffeln zu einem frühzeitigen Austreiben bringen.

Hohe Luftfeuchtigkeit

Eingelagerte Äpfel und Birnen bleiben länger frisch, wenn ihr Lager regelmässig kontrolliert wird und man faule Früchte umgehend aussortiert. Beide werden am besten mit dem Stiel nach oben einlagig und gut belüftet gelagert, wofür sich Lagerregale mit Schubladen bestens eignen. In Kellern mit versiegelten Böden sollte auf eine hohe Luftfeuchtigkeit geachtet werden, die optimalerweise zwischen 80 und 95 % liegt. Gegen das Austrocknen der Früchte können mit Wasser gefüllte Schalen aufgestellt werden. Bei tiefen Temperaturen gilt es, Frost im Keller zu vermeiden, da durch Frostschäden die Früchte schneller faulen.

Lagerobst
Lagerobst (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

Ziergarten im Januar

Mehr Sträucher durch Steckhölzer

Noch bis Februar kann die wundersame Vermehrung des liebsten Strauchs erfolgen: Heimische Sträucher, aber auch Roter Hartriegel, Weigelien, Falscher Jasmin (Philadelphus coronarius), Stachel- und Johannisbeeren und viele mehr eignen sich dafür. Von ihnen nimmt man Steckhölzer, also ausgereifte, kräftige Einjahrestriebe. Die Länge hängt von der Gehölzart ab, in der Regel sind es 20 cm. Das Steckholz sollte mindestens zwei Nodien haben, also Knoten, aus denen die Blätter entspringen. Die oben und unten auf Knospen bzw. Knospenpaare gekappten Steckhölzer werden gleich nach dem Schnitt zu etwa 3 ⁄ 4 bis 4 ⁄ 5 ihrer Länge in Humus gesteckt. Wichtig ist, die Steckhölzer in der ursprünglichen Wuchsrichtung zu platzieren. Ist der Winter mild, kann man die Hölzer direkt in ein humoses Garten­beet stecken; aber auch die Topfanzucht ist möglich. Anschliessend sollte man für gleichbleibende Feuchtigkeit sorgen.

Steckhölzer
Steckhölzer (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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Urban Gardening im Janaur

Indooranbau ohne Schädlinge

Dank Indooranbau kann man auch im Winter knackige Salate, würzige Kräuter und zartes Gemüse ernten. Dazu eignen sich schnellwachsende Schnitt- oder Pflücksalate, Radieschen, Spinat, Rucola und Kräuter, insbesondere Basilikum, Petersilie und Schnittlauch. Damit sich keine Schädlinge und Pilzkrankheiten ausbreiten, sollte man die Jungpflanzen in Hydroponik-Substrat selbst anziehen. Dazu eignet sich etwa «Eazy Plugs»: Anzuchtwürfel aus organischem Material aus dem Fachhandel, die garantiert keine Schädlinge aufweisen. Umgetopft wird dann in keimfreie Gemüseerde oder in spezielle Gefässe für DWC-­Hydroponik-Systeme. Dabei hängen die Wurzeln im Wasser, das mit einem Bio-Flüssigdünger angereichert wird. Keimfreie Erde kann man übrigens auch selber herstellen: Dazu wird leicht angefeuchtetes Substrat auf ­einem flachen Backblech verteilt und im Backofen bei 200 °C rund 30 Minuten sterilisiert oder in einem geeigneten Gefäss in der Mikrowelle 10 Minuten auf höchster Stufe erhitzt.

Salat
Salat (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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Ausgabe Januar 2026

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