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Gartenarbeiten im Februar: Das ist jetzt zu tun

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Weisse Frühlingsblumen zwischen frischen Gräsern als Symbol für Gartenarbeiten im Februar
Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»

Monat für Monat versorgen wir dich mit aktuellen Tipps und Inspirationen für dein Gemüsebeet, Obstgarten, Ziergarten und Balkon.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Gemüsegarten kannst du Vogelmiere gezielt nutzen statt bekämpfen. Das nährstoffreiche Beikraut schmeckt gut und eignet sich für Salate, Smoothies oder warme Gerichte.
  • Ein Asthaufen aus Schnittgut fördert die Biodiversität im Obstgarten und bietet Nützlingen wertvollen Lebensraum. Bestehende Asthaufen können jetzt gepflegt und von aufkommenden Gehölzen befreit werden.
  • Die Elfenblume sollte im Februar zurückgeschnitten werden, damit ihre Blüte besser zur Geltung kommt. Gleichzeitig bleibt sie ein robuster Bodendecker für schattige Gartenbereiche.
  • Mit Regrowing lassen sich Salatstrünke, Lauch oder Rüebli einfach weiterziehen. So entstehen aus Küchenresten neue Pflanzen für Fensterbank oder Beet.
  • Frühblüher wie Schneeglöckchen, Christrosen oder Zaubernuss liefern bereits im Februar Nahrung für Zitronenfalter und Hummeln und unterstützen die Artenvielfalt im Garten und auf dem Balkon.

Gemüsegarten im Februar

Nahrhaftes Beikraut

Der botanische Name der Vogelmiere lautet Stellaria media, was übersetzt so viel bedeutet wie «Sternenkraut». In unseren Aussaatbeeten breitet sich das Kräutlein, das gerade mal 10 cm hoch wird, beinahe teppichartig aus. Zudem ist die Pflanze, die zur Familie der Nelkengewächse gehört, sehr vital: Nicht nur, dass sie pro Jahr bis zu fünf Nachfolgegenerationen hervorbringt – diese Pflanzen verteilen auch rund 20 000 Sämlein in ihrer Umgebung. Die Samen der Vogelmiere können dabei bis zu 60 Jahre lang keimfähig bleiben. Deshalb ist die einfachste Bekämpfung, die Vogelmiere einfach zu verspeisen. Denn sie hat einen sehr angenehmen Geschmack und kann ausserdem das ganze Jahr über geerntet werden. Stängel, Blätter und Blüten können gekocht oder roh, etwa als Smoothie oder Salat, verzehrt werden.

Gemüsetabelle

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Gemüsetabelle

Unsere praktische Gemüsetabelle (PDF) gibt eine Übersicht über Standort, Aussaat, Pflege und Kombination der bekanntesten Gemüsesorten.

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Obstgarten im Februar

Asthaufen im Obstgarten 

Obstbaumwiesen haben mit ihren unterschiedlichen Strukturen einen hohen ökologischen Wert. Es gilt deshalb, Nützlinge zusätzlich zu fördern, etwa mit Asthaufen im Obstgarten.

Beim Winterschnitt kann ganz schön viel Material anfallen. Geschnittene oder abgebrochene Äste und Zweige der Bäume und Sträucher leisten einen wertvollen Beitrag für die Biodiversität, wenn sie zu einem Asthaufen im Obstgarten aufgeschichtet werden. Asthaufen sind ideal in ruhigeren Gartenecken in der Nähe von Hecken und Bäumen, wo sie vor Wind und Wetter geschützt sind.

Regelmässig jäten

Zu beachten ist aber auch, dass sie nicht an artenreichen Trockenstandorten aufgeschichtet werden sollten, da durch die allmähliche Verrottung Nährstoffe freigesetzt werden. Wer bereits einen Asthaufen hat, kann von Zeit zu Zeit einfach wieder neues Material drauflegen. Bestehende Asthaufen können jetzt auch gemäht und von aufkommenden Gehölzen befreit werden.

Asthaufen
Asthaufen (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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Ziergarten im Februar

Elfenblumen zurückschneiden

Die herzförmigen Blätter der Elfenblume sind bei Insekten und kleinen Tieren als Winterquartier beliebt. Jetzt darf man das Laub jedoch zurückschneiden: Wenn man zu lange damit wartet, verläuft die Blüte sonst fast unbemerkt unter dem alten Blattwerk. Dabei wird das letztjährige Laub – auch jenes der wintergrünen Arten – in 5 bis 10 cm Höhe zurückgeschnitten. Elfenblumen sind sehr robuste, anpassungsfähige Bodendecker, die auch karge Ecken dauerhaft begrünen. Nur zu trocken und sonnig darf es nicht sein.

Elfenblume
Elfenblume (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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Urban Gardening im Februar

Strünke nicht wegwerfen

Rüstabfälle von Rüebli, Kohl und Sellerie sind kostbar: Nach einem Jahr auf dem Kompost entsteht daraus neuer Humus. Doch mit den Pflanzenüberresten lässt sich noch viel mehr anstellen, man kann auf der Fensterbank oder im Beet ganz einfach neue Pflanzen züchten. Wirft man Strünke von Kopf- oder Eisbergsalat nicht weg, sondern stellt diese in ein mit etwas Wasser gefülltes Glas auf die sonnige Fensterbank, bilden sich bald fleissig Triebe. Laufend geerntet, wachsen immer wieder neue nach. Dasselbe klappt auch gut mit Zwiebeln, Lauch, Radieschen, Rüebli oder Broccoli. Ein Stück Holzkohle im Wasser hemmt die Fäulnisbildung. Hinter dem «Regrowing» steckt ein ganz natürlicher Prozess, der sich «vegetative Vermehrung» nennt. Viele Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner werden dies vermutlich von der Stecklingsvermehrung kennen – das Prinzip des Regrowing ist praktisch das gleiche wie bei der Vermehrung von Geranien.

Strünke
Strünke von Pflanzenresten (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

Futter für Frühaufsteher

Der Zitronenfalter, aber auch die Erdhummel sind an sonnigen Tagen mit Temperaturen ab 4 °C bereits im Februar auf Futtersuche. Daher ist es wichtig, dass sich auch frühblühende Sträucher oder Stauden im Garten befinden – vor allem in Städten, wo das Grün rarer ist. Dazu gehören nebst Christrose, Schneeglöckchen, Schneeheide, Winterling und Primel auch Gehölze wie Zaubernuss (Hamamelis), Winterschneeball (Viburnum x bodnantense ‘Dawn’) und Haselnuss. Da die Zaubernuss eher langsam wächst und die anderen Ziergehölze sehr schnittverträglich sind, eignen sie sich auch gut für grosse Gefässe.

urban gardening
Zitronenfalter (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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