GU-Vertrag beim Hausbau: Vorteile, Risiken und worauf du unbedingt achten solltest
An einem Hausbau sind viele beteiligt: Fachpersonen für Architektur, Holzbau, Maurerarbeiten, Sanitärinstallation, Gipserarbeiten, Bodenbeläge, Energietechnik, Schreinerarbeiten und Zimmerei. Jemand muss alle Offerten einholen, Handwerksbetriebe auswählen, das Bauprojekt planen, Arbeiten koordinieren, Kosten kontrollieren und den Bau leiten. Wenn du ein General- oder Totalunternehmen (GU/TU) beauftragst, profitierst du von einem entscheidenden Vorteil: Du hast nur eine zentrale Ansprechstelle und weisst jederzeit, wie viel du wann bezahlen musst und welche Leistungen du dafür erhältst. Das Unternehmen koordiniert sämtliche Arbeiten, übergibt dir das Haus schlüsselfertig und steht für die Qualität sowie die Vollständigkeit des Bauwerks ein.
Nachteil: Du hast keine Kontrolle über das gesamte Bauwerk, da du keine Verträge mit Subunternehmen abschliesst. Das bringt Risiken mit sich, etwa eine ungenügende Absicherung gegen Mängel, Schäden, Folgeschäden oder Bauhandwerkerpfandrechte. Deshalb solltest du den Generalunternehmervertrag aufmerksam lesen und allenfalls von einer Fachperson prüfen lassen. Das ist mitunter schwierig, denn oft besteht ein gewisser Druck, den Vertrag abzuschliessen – beispielsweise, wenn das Unternehmen wegen mehrerer Interessentinnen und Interessenten zur Unterschrift drängt.