Der Dämmwert zeigt, wie gut sich ein Material als Dämmstoff eignet. Er wird auch U-Wert genannt und ist ein Mass für die Wärmedurchlässigkeit eines Materials. Denn Wärme fliesst immer vom wärmsten Punkt in Richtung des kältesten Punkts. Der U-Wert zeigt jeweils an, wie stark sowohl Bauelemente als auch Dämmmaterialien der Wärmeleitung zu widerstehen vermögen.
Der U-Wert wird in Watt pro Quadratmeter und Kelvin [U=W/(m2×K)] angegeben. Je kleiner dieser Wert ist, umso besser ist der Wärmeschutz des entsprechenden Materials. Für eine effiziente Dämmung sollte der U-Wert unter 0,2 liegen. Bei Hanfkalk liegt der U-Wert bei 0,07 W/m²×K, womit Hanfkalk eine optimale Dämmeigenschaft aufweist.
Hanfkalk wärmt im Winter und kühlt im Sommer
Hanfkalk zeichnet sich weiterhin dadurch aus, Wärme sowohl zu speichern als auch zu reflektieren. Während eine Dämmung aus Hanfkalk das Eigenheim im Winter wohlig warm hält und keine Kälte eindringen lässt, ist im Sommer das Gegenteil der Fall: Hier kommt Hanfkalk als Hitzeschutz zum Zug. So sorgt die Dämmung gleichzeitig dafür, dass die Hitze draussen bleibt und dass es drinnen angenehm kühlt bleibt.
Hanfkalk als Schallschutz
Aufgrund seiner unterschiedlichen Komponenten Hanf und Kalk weist Hanfkalk auch verschiedene Dichten auf. Diese sorgen dafür, dass Schallwellen effektvoll unterbrochen werden. Die Schallübertragung von aussen reduziert sich somit. Auch Raumschall wird aufgrund der groben Oberfläche sehr gut geschluckt, was für eine angenehme Raumakustik sorgt.
Wichtig: Beim Bauen mit Hanfkalk auch an die Tragwerksgestaltung denken
Hanfkalk besitzt als Dämmstoff nur eine sehr geringe Belastbarkeit. Entsprechend muss beim Bau ein Tragwerk errichtet werden. Ob Holz oder Beton: Die Tragwerksgestaltung ist sowohl von der Planung als auch dem Baustil sowie der Verarbeitungsmethode des Hanfkalks abhängig. Eine fundierte Beratung vor Baubeginn mit Expertinnen oder Experten ist unerlässlich.
Für ein angenehmes Raumklima auf Hanfkalk setzen
Während Hanfkalk Schallwellen unterbricht, hat der Dämmstoff gleichzeitig die Eigenschaft, dampfdurchlässig zu sein. Hanfkalk reguliert im Zuge dessen die Luftfeuchtigkeit: Der Dämmstoff nimmt Feuchtigkeit schadensfrei auf und gibt sie bei Bedarf wieder an die Raumluft ab. Ein gesundes und behagliches Raumklima ist die Folge.
Hanfkalk bietet Brandschutz
Bei Hanfkalk handelt es sich um einen mineralischen Dämmstoff. Mineralische Dämmstoffe zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie nicht brennbar sind. Auch bei Hanfkalk ist dies der Fall: Die organischen Hanfschäben werden vom mineralischen Kalk ummantelt. Dies hat zur Folge, dass Hanfkalk als Ganzes nicht entflammbar ist und einen sehr guten Brandschutz mit sich bringt.