Wo macht Lehmputz Sinn?
Grundsätzlich macht Lehmputz überall dort Sinn, wo er keinem direkten Spritzwasser ausgesetzt ist – also in Innenräumen. Denn Lehm ist wasserlöslich und kann bei zu viel Wasser erweichen. Das heisst aber nicht, dass Lehmputz sich auf keinen Fall für dein Badezimmer eignet – ganz im Gegenteil, Barbara Jehle, Baubiologin und Geschäftsführerin der JUH ecoconsulting, stellt fest: «Lehm nimmt überschüssige Feuchtigkeit aus der Raumluft auf, speichert sie und gibt sie dann wieder ab, wenn die Luft selber wieder Feuchtigkeit aufnehmen kann.»
Einzig an Stellen, an denen Wasser hinkommt, sollte der Lehmputz versiegelt werden. Beispiele hierfür sind spezielle Leinöle oder Lehmfarben. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass Lehmputz ausserdem oft auch mit zusätzlichen Fasern für eine höhere Bindungsfähigkeit versehen wird. Denn: Je nach Art der Oberfläche hält Lehmputz nicht immer gleich gut an Oberflächen. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das Anbringen eines Lehmputzes die Aufgabe von Malerinnen und Malern, die sich damit auskennen.