Welches Dämmmaterial ist das beste?
Barbara Jehle, Baubiologin und Geschäftsführerin der JUH ecoconsulting GmbH, stellt fest: «Den idealen Dämmstoff, der jedwede Aufgabe erfüllt, preiswert, ressourcenschonend, nachwachsend ist und gleichzeitig technische sowie gesetzliche Anforderungen erfüllt, gibt es nicht.» Laut der Expertin zeichnen sich Naturdämmstoffe wie z. B. Holzfaserplatten durch eine hohe Speicherfähigkeit aus. Die positiven Eigenschaften zeigen sich auch in Form eines Feuchteschutzes. «Naturdämmstoffe sind in der Lage, kurzzeitige Feuchteschwankungen während der Bauphase oder im Gebrauch auszugleichen, ohne dass sich die Materialfeuchte merklich erhöht», so die Baubiologin.
Welchen Dämmstoff du nun für die Sanierung deines Eigenheims verwenden solltest, hängt aber nicht nur von dessen Zusammensetzung ab. Barbara Jehle stellt fest: «Die Auswahl des Dämmstoffes umfasst den ganzen Weg.» Dazu gehören gemäss der Expertin auch die Menge an Energie, die für die Herstellung bis zur Entsorgung gebraucht wird, und wie sich der Dämmstoff in den ökologischen Kreislauf einfügt. «Bau- und Dämmstoffe berücksichtigen möglichst Ökologie, Ökonomie und Soziales, gemäss den Kriterien der SDGs», bekräftigt die Expertin.
Der Dämmwert und die Kosten für das Material – auch diejenigen für dessen Einsatz – spielen eine grosse Rolle. Ebenso wichtig ist die Frage, wie nachhaltig der Dämmstoff in der Produktion sein soll. Ein Beispiel: Polyurethan (PIR) eignet sich zwar sehr gut für die Dämmung des Dachs im Vergleich zu Holz, jedoch ist es weniger umweltfreundlich in der Herstellung. Die Wahl von Holz könnte damit bei einer guten Verarbeitung ebenfalls eine gute Option als Isolationsmaterial darstellen.