Mycrobez entwickelt Dämmstoffe aus Pilzen
Ortswechsel: Weiter nördlich in Basel befindet sich das Startup Mycrobez. Hier tüfteln die drei Gründer Mosas Pilscheur, Jonas Staub und Moritz Schiller,unterstützt von ihrem 15-köpfigen Team, an Dämmplatten und Verpackungen aus Pilzen. Der natürliche Schaumstoff besteht aus dem Myzel, also dem Wurzelgeflecht aus fadenförmigen Zellen, das in der Erde wächst. Genährt wird dieses Myzel mit biologischen Abfällen. Der organische Abfall wird mit Pilzsporen versetzt, die dann innerhalb weniger Tage das Wurzelgeflecht bilden. Es entsteht das sogenannte Myzelkomposit, das in die gewünschte Form gegossen und anschliessend im Ofen gebrannt wird. «Unser Ziel ist es, einen Dämmstoff herzustellen, der den höchsten Anforderungen gerecht wird, sei es beim Brandschutz oder dem Dämmwert, dabei jedoch zu 100 Prozent plastikfrei ist», sagt Moritz Schiller. Verläuft alles nach Plan, wird ein erstes Pilotprojekt, eine öffentliche Halle, Ende 2023 mit den Mycrobez-Platten gedämmt. Anfang 2026 ist der Markteintritt geplant.
Pilzdämmstoff lässt sich kompostieren
In Sachen Nachhaltigkeit hat der Mycrobez-Dämmstoff gegenüber den erdölbasierten Dämmmaterialien einen weiteren wichtigen Vorteil: Das natürliche Material lässt sich einfach kompostieren.