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Nachhaltig bauen: Tipps, Materialien und Konzepte

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Paar baut Wohnhaus mit nachhaltiger Bauweise und energieeffizienter Gebäudehülle.

Nachhaltig bauen bedeutet bauen für die Zukunft. Mit umweltfreundlichen Materialien und für einen Energiesparenden Betrieb. Zahlreiche Aspekte müssen berücksichtigt werden, wenn man dieses Ziel erreichen möchte. Es gilt, diese gegeneinander abzuwägen. Dieser Artikel befasst sich schwerpunktmässig mit der nachhaltigen Baustruktur und der Wärmedämmung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nachhaltig bauen bedeutet, ein Gebäude über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg ressourcenschonend, energieeffizient und klimaangepasst zu planen. Dabei spielen Komfort, Sicherheit, Wohnqualität und Umweltverträglichkeit eine gleich wichtige Rolle.
  • Auch mit einem kleinen Budget lässt sich nachhaltig bauen. Entscheidend sind eine sorgfältige Planung, langlebige Baustoffe, die Nutzung bestehender Bausubstanz sowie eine Architektur, die passive Energiegewinne durch Sonnenlicht ermöglicht.
  • Die Wiederverwendung von Bauteilen und die Reduktion von grauer Energie gewinnen in der Schweiz zunehmend an Bedeutung. Bauteilbörsen, zirkuläre Bauweisen und ökologische Materialien helfen, Ressourcen zu schonen und die Umweltbelastung zu reduzieren.
  • Die Wahl der richtigen Dämmstoffe beeinflusst die Nachhaltigkeitsbilanz eines Gebäudes wesentlich. Naturbasierte und recycelte Materialien weisen oft eine geringere graue Energie auf, während gleichzeitig die Dämmwirkung und die langfristige Nutzbarkeit berücksichtigt werden müssen.
  • Der Klimawandel stellt neue Anforderungen an den Hausbau. Naturgefahrengerechte Planung, gute natürliche Belüftung, Hitzeschutz und die Anpassung an veränderte Niederschlagsmuster tragen dazu bei, Gebäude langfristig widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten.

Wie sich nachhaltiges Bauen entwickelt hat

Das deutsche Eigenschaftswort «nachhaltig» stammt aus der Forstwirtschaft. Es deutet darauf hin, dass bestimmte Massnahmen in Hinsicht auf eine Langzeitwirkung getroffen werden. Bei einem Forst ist das leicht nachvollziehbar; dieser soll regelmässig und zuverlässig Holz abwerfen, ohne dabei zugrunde zu gehen. Beim Haus ist es etwas anders; nachhaltige Massnahmen sollen hier auf Dauer für Komfort und Sicherheit sorgen.

Der Begriff der Sicherheit, der mit der Nachhaltigkeit verbunden ist, wird mittlerweile auf den ganzen Baubestand des Landes ausgedehnt. Dieser Baubestand soll ressourcenschonend unterhalten oder ersetzt werden und auf Dauer einen sparsamen und ökologisch einwandfreien Betrieb garantieren. Und er soll auch die mit dem Klimawandel drohenden Gefahren, etwas Starkregen und Trockenheit, bewältigen.

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Nachhaltig bauen mit kleinem Budget

Wer mit kleinem Budget ein Bauvorhaben realisiert, darf die Nachhaltigkeit deswegen keineswegs vernachlässigen. Kostengünstig bauen heisst meistens, dass für ein Vorhaben nur ein relativ kleines Budget zur Verfügung steht. Das führt sich bislang zum Entscheid für Bauteile, die aufgrund ihrer Qualität oder wegen Skaleneffekten durch Massenfertigung einen vergleichsweise tiefen Preis haben.

Das bedeutet natürlich nicht automatisch, dass ein Haus deswegen nicht nachhaltig ist. Dennoch besteht ein Risiko, dass die entsprechenden Elemente wegen qualitativer Mängel, möglicherweise auch wegen ihrer hastigen Verarbeitung vor Ort, nach relativ kurzer Zeit ihren Dienst versagen. Deshalb muss das kleine Budget mit besonders viel Sorgfalt aufgewogen werden. Schon bei der Wahl und der Untersuchung des Grundstücks gilt es, zu überlegen, wie sich Bestandsbauten ganz oder auch teilweise in das Projekt integrieren lassen und ob sich dadurch Kosten sparen lassen.

Die Lage und die Architektur sollten dem Bauplatz so entsprechen, dass nach Möglichkeit auch eine passive Energieausbeute in Betracht gezogen werden kann, beispielsweise über das Sonnenlicht, das Räume in den Wintermonaten Speichermassen passiv aufwärmen kann. In anderen Worten: Der Nachhaltigkeit muss eine hohe Priorität eingeräumt werden. Vielleicht braucht es bei der Ausstattung auch zugunsten der Qualität einen gewissen Willen zum Verzicht. 

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Gesundheit und Wohnqualität beim Bauen

Manchmal mag es erscheinen, als ob das Wort Nachhaltigkeit bloss ein Posten in einer langen Wunschliste für ein Haus ist, einer Liste, welche von Bauwilligen und gleichzeitig von den Behörden und der Politik stetig verlängert wird. So kommt es, dass die Betrachtung der Bedürfnisse an ein Gebäude ein breites Spektrum von sozialen, ökologischen und ökonomischen Faktoren umfasst. Gesundheitliche und baubiologische Anforderungen sind bei der Planung eines nachhaltigen Gebäudes ebenso wichtig wie Termine und Kosten.

Weite Verbindungswege im Haus sind für alltägliche Erledigungen physiologisch ebenso nachteilig wie steile oder verwinkelte Treppen. Auch Räume und Möbel sollen nicht nur funktional, sondern auch ergonomisch konzipiert und gestaltet werden. Auch die Lufthygiene ist ein wichtiges Gesundheitsthema: Feuchtigkeitshaushalt, Luftgeschwindigkeit, Frischluftzufuhr und die Atmungsaktivität von Oberflächen müssen passend ausgelegt werden und die betreffenden ökologischen und wohnhygienischen Anforderungen auf jeden Fall erfüllen. Mit Gebäudestandards wie Minergie-ECO oder Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz werden soziale und gesundheitsfördernde Aspekte beim Bauen berücksichtigt. 

So funktioniert ökologisches Bauen in der Schweiz

Das Planen von ökologischen Gebäuden berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus der Immobilie: von den Produktelinien und Lieferketten über die Verarbeitung bis hin zum Rückbau und zur Entsorgung. Die Nachteile bestehender Bautechniken lassen sich mit einer zirkulären Bauweise, die vermehrt auf nachwachsende Baustoffe oder wiederverwendbarer Bauteile setzt, teilweise heute schon vermeiden.

Mit Hilfe von Ökobilanzen lassen sich Gebäudekonzepte und Materialien bestimmen, die in Bezug auf eine geringe Umweltbelastung oder einen verbesserten Klimaschutz optimiert sind. Fachleuten aus Architektur und Fachplanung bieten sich dazu etablierte Planungsinstrumente an. Damit können, parallel zu einer Projektierung, jeweils die Menge an nicht erneuerbarer Primärenergie oder der indirekte CO2-Ausstoss einzelner Bauteile erfasst und bezüglich eines geplanten Gebäudes bewertet werden. 

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Baustoffe wiederverwenden und Ressourcen sparen

Ein wichtiger Teil des nachhaltigen Bauens ist der sparsame Umgang mit Ressourcen. Immer häufiger wird deshalb die Zweitverwendung von Baumaterial ein Thema. In der Schweiz ist die Wiederverwendung von Bauteilen ein eigenes Geschäftsmodell: Acht Bauteilbörsen in der Deutsch- und Westschweiz sammeln gebrauchte Bauteile, haustechnische Komponenten und Mobiliar und bieten sie interessierten Bauherrschaften an. Die Nachfrage ist derart gross, dass gesuchte Ware fast nur auf Vorbestellung über die Bauteilbörse erhältlich ist. Am meisten gefragt sind Küchen- und Badeinrichtungen, aber auch gebrauchte Parkettböden, Türen und Fenster wechseln mit dem Nutzungszyklus häufig auch den Besitzer. Ansonsten besteht das Angebot aus Parkettböden, Fenstern, Türen, Aufzügen oder Heizkörpern. Angeboten wird nur, was qualitativ in einwandfreiem Zustand ist; Occasions-Haushaltsgeräte werden bisweilen mit Garantie verkauft. Je nach Beschaffenheit ist für weiterverwendbare Bauteile zwischen 25 und 50 Prozent des Neupreises zu bezahlen.

Revitalsiert: Bauteilnetz Schweiz

Das Beispiel Bauteilnetz Schweiz zeigt, wie der Trend zur Wiederverwertung laufend an Aktualität gewinnt. Der Verein Bauteilnetz Schweiz wurde 1995 als Dachverband der Bauteilbörsen in der Schweiz gegründet. Nach einer Periode der Passivität wurde der Verein auf Initiative des Baubüros in situ wiederbelebt: an der GV 2020 wurde einerseits ein neuer Vorstand mit Vertretern von Bauteilbörsen, Architekturbüros, Bildungseinrichtungen und anderen Wiederverwendungsdienstleistern gewählt, und andererseits die Statuten so angepasst, dass der Dachverband in Zukunft alle Akteure der Wiederverwendung vertritt. Heute vertreten die Interessierten und Verantwortlichen unter dem Namen Cirkla einen einheitlichen Ansatz um die Wiederverwendung von Bauteilen und -materialien im Schweizerischen Bausektor zu fördern.

Noch kein Earthship in der Schweiz

Die Nachhaltigkeit, wie sie heute verstanden wird hat gemeinsam mit der ökologischen Bewegung auch leicht utopische Projekte hervorgebracht. Eine davon ist die Earthship-Bewegung, die schon in den 1970er-Jahren in den USA entwickelt wurde. Die Häuser, oder Erdschiffe, bestehen fast komplett aus Recycling- und Naturmaterialien. Die einzigen grösseren, neuwertigen Bauteile, sind in der Regel die Solaranlagen auf dem Dach. Die Häuser brauchen auch nicht an Versorgungssysteme angeschlossen werden und können sich selbst versorgen.

Earthships bestehen an drei Seiten aus dicken Wänden mit beispielsweise Reifen und Erde. Darüber hinaus wird ein Teil des Hauses ins Erdreich gesetzt. Der Fussboden des Erdgeschosses liegt also etwas unterhalb der Erdoberfläche. Die vierte Seite des Erdschiffs ist eine Glasfront. Sie wird immer nach Süden ausgerichtet und soll möglichst viel Sonnenlicht einfangen. Das bringt genug Wärme und Licht, um den Stromverbrauch sowie die benötigte Heizenergie auf ein Minimum zu reduzieren. In der Schweiz wurde noch kein Earthship gebaut. Das ist nicht weiter verwunderlich; der Mangel an Bauland würde ein solches Projekt unter normalen Marktbedingungen nur als Liebhaberei ermöglichen. 

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Umweltfreundlich bauen reduziert graue Energie

Umweltfreundliche Gebäude werden im Lebenszyklus bilanziert. So lässt sich beziffern, wie umweltfreundlich die Gebäude während ihres Bestehens tatsächlich sind. Wenn diese Bilanzierung vorgenommen wird, lässt sich ein Zusammenhang zwischen dem Aufwand zur Steigerung der Energieeffizienz respektive dem Ausbau der lokalen Energieerzeugung und der grauen Energie feststellen. Die graue Energie ist jene, die für das Erstellen des Gebäudes verwendet wurde. Sie gehört in die Bilanz wie die Energie beim Betrieb, beispielsweise für die Beheizung. Die verschiedenen Posten sind voneinander abhängig. 

Dämmstoffe im Nachhaltigkeitsvergleich

Ein Beispiel für die Abhängigkeiten bei der Bilanzierung: Je grösser der Aufwand, die Gebäudehülle abzudichten, umso mehr graue Energie wird in ein Gebäude hineingesteckt. Kunststoffbasierte Materialien verschlechtern diese Bilanz, denn Polystyrolplatten oder Polyurethan-Dämmstoffe werden aus Rohöl hergestellt und besitzen daher einen höheren Anteil an grauer, nicht erneuerbarer Energie als mineralische Dämmprodukte wie Stein- und Glaswolle. Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen – aus Zellulose, Schafwolle oder Stroh – weisen im Gegensatz dazu sehr niedrige Anteile an grauer Energie bezogen auf die Masse auf. Doch bei einer Gegenüberstellung ist weniger die Masse als eine funktionale Einheit zu beachten: Eine identische Dämmwirkung können Produkte mit unterschiedlicher Masse und variabler Dicke erreichen, jeweils abhängig von der Materialherkunft. Baustoffe dürfen einander nur funktionsbezogen gegenübergestellt werden.  

Dämmung lohnt sich fast immer

Dass sich das Dämmen – unabhängig der Produkte –fast immer lohnt, hat sich mittlerweile herumgesprochen: Für einen Wärmeschutz, der das Optimum zwischen Energieeffizienz, Dämmwirkung und grauer Energie für den Materialaufwand austariert, dürfen die Aussenwände bis zu 26 cm dick gedämmt werden.

Ökologische Dämmstoffe: Vor und Nachteile 

Auch beim Dämmen sind vermehrt Recyclingmaterialien gefragt: Glaswolle wird grösstenteils aus Altglas hergestellt. Steinwolle-Bahnen sind zu einem gewissen Anteil aus wieder eingesammelten Restprodukten hergestellt. Fast vollständig aus Altpapier sind dagegen Zelluloseflocken, die üblicherweise in den Hohlraum einer Holzwand eingeblasen werden. Die Vorteile dieser Dämmstoffe ist ihre Unbedenklichkeit bezüglich der Weiterverwertung oder Entsorgung. Viele dieser organischen Materialien können aber auch unter Schädlingsbefall leiden. Gelegentlich kann auch ihre Brennbarkeit eine Herausforderung sein.

Isoliermaterialien im Vergleich  

Die Vor- und Nachteile von Isoliermaterialien, also von Dämmstoffen, lassen sich wie folgt zusammenfassen: 

  • Stein- und Mineralwolle zeichnen sich aus durch eine sehr gute Dampfdiffusion und die Widerstandsfähigkeit gegen Fäulnis, die Aufnahme von Gerüchen und Feuchtigkeit, sowie gegen Bakterien- oder Schimmelbefall. Die Materialien sind unbrennbar, beständig, umweltverträglich und recycelbar. Nachteile sind der hohe Anteil an grauer Energie und der relative hohe Preis.
  • Glaswolle/ Glasschaumstoffe trumpfen auf mit einer sehr guten Dampfdiffusion und zeigen dieselbe Widerstandsfähigkeit wie Stein- und Mineralwolle. Nachteil ist wiederum der hohe Anteil an grauer Energie.
  • Polystyrol ist völlig wasserresistent, nicht brennbar, kostengünstig, haltbar. Putz lässt sich direkt auftragen. Nachteilig sind die Hitzeempfindlichkeit und ökologische Bedenken. Ausgangsmaterial ist nämlich Erdöl.
  • Zelluloseflocken besitzen einen guten Dampfdiffusionswert und eine hohe Wärmespeicherkapazität. Das Material gilt als sehr umweltverträglich es basiert auf klimafreundlichen Ressourcen. Kritik gibt es wegen teilweise problematischen Inhaltsstoffe, etwa die notwendigen Brandhemmer.
  • Holzfasern haben dieselben Qualitäten wie Zelluloseflocken. Sie gelten ausserdem als druckfest und formstabil und als sehr umweltverträglich. Der Dämmwert ist allerdings unterdurchschnittlich. 
  • Hochleistungs-Wärmedämmung (Vakuum-Paneele, Aerogel-Putz) zeichnet sich aus durch 5- bis 10-fach geringere Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu konventionellen Dämmungen. Man wendet sie an, wenn eine möglichst dünne Dämmschicht erstellt werden soll. Dies ist hauptsächlich bei Renovationen der Fall, bei denen die Denkmalpflege ein Wort oder zwei mitreden möchte. Es handelt sich um teure Spezialanwendungen, für die es bezüglich Nachhaltigkeit noch keine Langzeittests gibt. 
     

Nachhaltige Boden- und Wandbeläge

Nachhaltige Bodenbeläge sind dauerhaft. Und sie lassen sich entweder wiederverwenden oder der Natur überantworten, ohne dass sie dort Schäden anrichten. Die Lebensdauer ist abhängig von der Qualität in der Herstellung und Verlegung sowie vom allgemeinen Alterungsverhalten. Letzteres ist bei reinen Naturmaterialien meistens besser als bei Belägen aus verarbeiteten Stoffen, die als ein «Sandwich» aus mehreren, unterschiedlichen Schichtelementen aufgebaut sind. Bei neueren Materialien kann es sein, dass noch keine gesicherten Kenntnisse über das Alterungsverhalten bestehen. Bodenbeläge sind für Bauteilbörsen ein Gut, das einen potenziellen Wert hat und sich möglicherweise sogar wiederverkaufen lässt. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn die Formate der Belagselemente nicht zu gross sind und so verlegt wurden, dass sie sich möglichst einfach und ohne aufwendige Nachbearbeitung entfernen lassen. 

Die Nachhaltigkeit von Wandverkleidungen zeigt sich in ihrer Herstellung, ihrer Dauerhaftigkeit und an ihrem Beitrag zur Schaffung eines angenehmen Raumklimas. Nachhaltige Wandverkleidungen können auch den Energieaufwand positiv beeinflussen.  So lassen sich Wände beispielsweise mit Naturstein verkleiden, welcher die Wärme der Sonnenstrahlen speichert und diese verzögert wieder abgeben kann. Im Winter kann dies den Heizaufwand reduzieren. Textile Wandverkleidungen, etwa Filz oder auch teppichartige Wandbehänge, werden je nach Stärke eine wärmedämmende Wirkung haben, wodurch unter Umständen ebenfalls weniger geheizt werden muss. 

Nachhaltig bauen im Klimawandel

Der Klimawandel in der Schweiz und die dadurch verstärkten Unwetter bergen Risiken – auch für den Hausbau und das Wohneigentum. Mit Umsicht und einer bedachten Wahl von baulichen Massnahmen lässt sich das Risiko von Schäden, Unfällen und Notlagen aufgrund des Klimawandels reduzieren. Das Haus wird dadurch nachhaltiger.  

Der Klimawandel führt hierzulande allgemein zu höheren Temperaturen. Ausserdem gibt es deutliche Anzeichen, dass sich der ganze Wasserhaushalt der Erde verändert: Es regnet seltener, dafür heftiger. Für den nachhaltigen Hausbau in der Schweiz ergeben sich dadurch zahlreiche Herausforderungen. Eine Reaktion darauf ist das naturgefahrengerechte Bauen, die in der Norm SIA 261 und SIA 261/1 abgebildet ist. Es berücksichtigt alle Eigenschaften und Risiken des Standorts der betreffenden Liegenschaft. Und das nachhaltige Bauen nutzt die Qualitäten des Standorts: Sind die vorherrschenden Luftströmungen bekannt, empfiehlt es sich, durch die Anordnung und die «aerodynamische» Ausformung des Hauses die Möglichkeit einer guten natürlichen Durchlüftung zu schaffen. Diese sollte auch eine Nachtauskühlung zulassen. Auch bei der Frage, ob und wie eine Liegenschaft unterkellert werden soll, ist es sinnvoll, den Klimawandel in die Überlegungen mit einzubeziehen. In Kellerräumen ist es in der heissen Jahreszeit kühler als in den oberirdischen Geschossen, an Hitzetagen kann das Untergeschoss unter Umständen in einen temporären Aufenthaltsraum verwandelt werden, wie es traditionell in bestimmten heissen Weltregionen, etwa Indien, der Fall ist. 

Häufige Fragen

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