Die passende Wohnform im Immobilienmarkt finden
Im Angebotsdschungel des Immobilienmarktes stehen angehende Wohneigentümer vor der Qual der Wahl. Nicht nur die Lage, auch die Wohnform verlangt nach einer Entscheidung: Würde ich mich in einer Eigentumswohnung im Stockwerkeigentum wohlfühlen, wo ich zwar Mitinhaber bin, aber relativ wenig allein entscheiden kann? Wäre ich mit dem Unterhalt eines Einfamilienhauses, bei dem ich nicht nur den Umschwung pflegen, sondern auch alle Entscheidungen treffen muss, überlastet? Solche und ähnliche Fragen sollten sich potenzielle Käuferinnen und Käufer und Bauherrinnen und Bauherren stellen, bevor sie sich für Wohneigentum entscheiden.
Wohnsituation hängt von den Bedürfnissen ab
Welche Wohnsituation am besten passt, hängt in erster Linie von den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner ab. Wer eine Familie gründen will setzt andere Prioritäten als jemand, dessen Kinder ausgeflogen sind und den Ruhestand geniessen will. Eine Rolle spiele auch der Charakter. Gesellige und unkomplizierte Menschen schätzen den Kontakt zu Nachbarn, wie er sich im Stockwerkeigentum schnell ergibt. Und wer gerne ungestört lebt, fühlt sich in einem Einfamilienhaus wohler.
Bedürfnisse vorausplanen
Angehenden Eigentümerinnen und Eigentümern oder Bauherrinnen und Bauherren sollten nicht nur die derzeitige Situation berücksichtigen, sondern vielmehr in die Zukunft zu planen. Dies zum Beispiel mit Blick auf die Wohnsituation im Alter, wo ein barrierefreier Zugang zu allen Räumen wichtig ist. Auch ein möglicher Wiederverkauf sollte berücksichtigt werden. So empfiehlt es sich zum Beispiel, auch dann einen Parkplatz zu kaufen, wenn man selbst kein Auto besitzt.
Lage bleibt entscheidendes Kriterium
Wichtiger noch als der Gebäudetyp sei die Lage. Wesentliche Faktoren sind die Infrastruktur des Ortes: Schulen, Ärzte, die Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die Freizeitmöglichkeiten. Je nach Budget ergibt sich die Wahl des Wohneigentums dann von selbst. Kein Kriterium sollte hingegen der Steuerfuss der Gemeinde sein. Wer nicht über ein sehr hohes Einkommen verfügt, kann den Aufpreis für eine Liegenschaft in einer steuergünstigen Gemeinde meistens nicht kompensieren.