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Fassadensanierung: Hausfassade renovieren und richtig dämmen

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Fachperson saniert die Fassade eines Wohnhauses auf einem Gerüst und bringt eine neue Dämmung an.

Der Zustand einer Gebäudehülle hat einen wesentlichen Einfluss auf die Energieeffizienz. Gerade bei älteren Liegenschaften gibt es ein grosses Optimierungspotenzial. Die Sanierung der Fassade sollte immer zu einer verbesserten Dämmung führen. So lassen sich je nach Ausgangszustand spürbare Heizenergieeinsparungen erzielen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Fassaden-Sanierung verbessert nicht nur das Erscheinungsbild, sondern erhöht auch die Energieeffizienz. Mit einer zusätzlichen Dämmung lassen sich je nach Ausgangszustand 10 bis 20 Prozent Heizenergie einsparen.
  • Die Fassadendämmung sollte immer gemeinsam mit der Gebäudehülle geplant werden. Eine vorgängige Analyse von Dämmung, Fenstern, Wärmebrücken und Anschlüssen verhindert teure Nachbesserungen.
  • Die Wahl der Fassadenverkleidung beeinflusst Kosten, Unterhalt, Optik und Lebensdauer. Ob Kompaktfassade oder hinterlüftete Konstruktion, die passende Lösung hängt von Gebäude, Budget und energetischen Zielen ab.
  • Eine sorgfältige Planung umfasst neben Dämmstärke und U Wert auch Bewilligungen, Förderbeiträge und den Vergleich von Offerten. Fördergesuche müssen in der Regel vor Baubeginn eingereicht werden.

Mit der richtigen Fassadendämmung Energie sparen

EnergieSchweiz nennt für eine zusätzliche Fassadenisolation eine Reduktion des Energieverbrauchs um 10 bis 20 Prozent; bessere Wärmedämmung und dichtere Fenster können die Heizkosten insgesamt deutlich stärker senken. Für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer in der Schweiz lohnt sich deshalb eine sorgfältige Planung von Dämmung, Fassadenverkleidung, Kosten, Förderbeiträgen und Gestaltung. 

Wann ist eine Fassadensanierung sinnvoll?

Eine Fassadensanierung wird wichtig, wenn Putz, Farbe, Fugen oder Verkleidung sichtbare Schäden zeigen, Feuchtigkeit eindringt oder die Gebäudehülle energetisch nicht mehr genügt. Besonders bei älteren Wohnhäusern sollte die Fassade nicht nur optisch erneuert, sondern auch energetisch geprüft werden.  
Wer Hausfassaden renovieren will, sollte deshalb zuerst den Zustand von Mauerwerk, Dämmung, Fenstern, Anschlüssen und Wärmebrücken analysieren lassen. So lässt sich vermeiden, dass eine neue Oberfläche später wieder geöffnet werden muss, weil die Dämmung oder die Unterkonstruktion nicht mitgeplant wurde.  

Warum sich eine Fassadendämmung lohnt

Für die Sanierung der Fassade gibt verschiedene Methoden. Sie sind abhängig von der bestehenden Konstruktion, Fachleute kennen die Optionen. Generell lässt sich sagen: Die günstigsten Varianten sind Wärmedämmverbundsysteme mit Aussenputz. Die Kosten bewegen sich dabei zwischen 200 und 300 Franken pro Quadratmeter; eine grössere Dämmstärke zu wählen - zum Beispiel 18 cm gemäss der Empfehlung für Das Gebäudeprogramm respektive mit 24 cm für den Gebäude-Standard Minergie - kann sinnvoll sein, sollte aber über U-Wert, Dämmstoff, Konstruktion und Förderbedingungen beurteilt werden. Das Gebäudeprogramm knüpft Förderbeiträge nicht an eine fixe Zentimeterzahl, sondern unter anderem an U-Wert-Grenzen und die Verbesserung des Bauteils. Der Zusatzaufwand für eine höhere Dämmqualität ist häufig kleiner als die Gesamtkosten der Baustelle vermuten lassen, weil Gerüst, Planung und Oberflächenarbeiten ohnehin anfallen.  

Vorgehängte Fassaden sind generell teurer und kosten 300 bis 400 Franken pro Quadratmeter. Der Zusatzaufwand für eine höhere Dämmqualität ist auch in diesem Fall relativ gering, da Gerüstkosten und Verkleidungsmaterial als Fixkosten zu betrachten sind. 

Warum der U-Wert wichtiger ist als die Dämmstärke

10 cm Fassadendämmung können den Wärmeverlust deutlich reduzieren, die genaue Wirkung hängt aber von Ausgangszustand, Dämmstoff, Wärmebrücken und Ausführung ab. Für Förderbeiträge und langfristige Energieeffizienz reicht die Zentimeterangabe allein nicht aus: Entscheidend ist der erreichte U-Wert der sanierten Fassade.  

Äussere Veränderungen durch die Fassadenverkleidung

Zwar gibt es auch Innendämmungskonzepte, welche die Raumvolumen etwas reduzieren und die Fassade nicht verändern. Die meisten Dämmsysteme werden aber aussen angebracht. Eine Sanierung der Fassade mit einer neuen Dämmschicht führt daher immer zu einer äusseren Veränderung eines Hauses. Umso sorgfältiger sollte man die ästhetischen Folgen einer solchen Massnahme bedenken und sich zu Beginn der Planung gründlich informieren lassen.  

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von neu aufgebrachter Dämmung und Verkleidung ist die Konstruktion. Es gibt ein- oder mehrschichtige Varianten; und es gibt aneinander geklebte oder geschraubte Verfahren. Zwischen der Verkleidung und der Dämmung kann ein Abstand eingeplant werden, durch den die Luft zirkulieren und die Feuchtigkeit abtransportieren kann. Die häufigste Variante bei einer Sanierung der Fassade mit neuer Dämmung ist derweil die sogenannte Kompaktfassade: Die gemauerte Aussenwand wird mit einem Dämmsystem ergänzt und danach verputzt. Dieses System verzichtet somit auf eine Hinterlüftung. Die Komponenten der Kompaktfassade lassen diesen Verzicht zu.  

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Fassadenverkleidung: Welche Varianten gibt es?

Die Fassadenverkleidung prägt Schutz, Pflegeaufwand, Erscheinungsbild und Lebensdauer der Gebäudehülle. Für Wohnhäuser in der Schweiz kommen vor allem verputzte Kompaktfassaden, hinterlüftete Fassaden mit Holz, Faserzement, Metall oder Keramik sowie massive Bekleidungen infrage. Welche Lösung passt, hängt von Bauweise, Ortsbild, Budget, Brandschutz, Unterhalt und energetischem Ziel ab. 

Fassadenverkleidungen im Vergleich

Variante   Typischer Vorteil   Zu beachten Hinweis
Kompaktfassade / WDVS mit Putz   Meist günstigste Lösung bei Fassadendämmung Nicht hinterlüftet; Systemaufbau muss sauber geplant werden   Häufig passend, wenn eine Hausfassade renoviert und gedämmt werden soll 
Hinterlüftete Holzfassade   Natürliche Optik, gute Feuchteabfuhr Regelmässiger Unterhalt je nach Holzart und Witterung   Attraktiv für sichtbare Fassadenverkleidung mit warmem Charakter  
Faserzement   Robust, vielfältige Formate und Farben   Unterkonstruktion und Details beeinflussen Kosten   Geeignet für langlebige, pflegearme Fassadenverkleidung 
Metall / Blech   Wetterbeständig, moderne Optik   Preis und Schallschutz je nach System beachten   Option für klare Architektur und stark beanspruchte Flächen  

Materialwahl muss projektbezogen mit Fachpersonen geprüft werden.  

Planung: Kosten, Bewilligung, Förderung und Etappierung prüfen

Vor der Fassadensanierung sollten Eigentümerinnen und Eigentümer die wichtigsten Rahmenbedingungen klären: Ist die Fassade nur optisch zu erneuern oder energetisch zu verbessern? Sind Fenster, Storen, Balkone, Sockel, Dachrand und Anschlüsse betroffen? Gibt es Vorgaben aus Ortsbildschutz, Denkmalpflege, Baureglement oder Stockwerkeigentum?  

Auch Förderbeiträge sollten früh geprüft werden. In vielen Kantonen werden Massnahmen an der Gebäudehülle unterstützt, wenn technische Mindestanforderungen erfüllt sind. Das Fördergesuch ist in der Regel vor Baubeginn einzureichen. Wer zuerst baut und danach Gesuche stellt, riskiert, Beiträge zu verlieren. 

Empfohlene Reihenfolge:

  1. Zustand der Fassade und Feuchtigkeitsschäden prüfen lassen
  2. Energetisches Ziel definieren, zum Beispiel mit GEAK oder Energieberatung
  3. Dämmstärke, U-Wert, Fassadenverkleidung und Details planen
  4. Bewilligungen, Ortsbildschutz und Nachbarschaftsfragen klären
  5. Offerten mit identischem Leistungsumfang vergleichen
  6. Fördergesuch vor Baubeginn einreichen
  7. Ausführung und Qualitätssicherung durch Fachpersonen begleiten lassen
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Fazit: Fassadensanierung als Chance für Komfort und Werterhalt

Eine Fassadensanierung ist mehr als ein neuer Anstrich. Wer Hausfassaden renovieren und gleichzeitig dämmen lässt, verbessert Witterungsschutz, Energieeffizienz, Wohnkomfort und Wert der Liegenschaft. Entscheidend ist eine Planung, die Konstruktion, Dämmung, Fassadenverkleidung, Kosten, Förderbeiträge und Gestaltung gemeinsam betrachtet.  

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