Wie kannst du Wärmebrücken beheben?
Mit blossem Auge und von Laien sind die meisten Wärmebrücken nicht zu erkennen. Am besten ziehst du dazu eine Energieberaterin oder einen Energieberater mit bauphysikalischem Fachwissen hinzu. Spezialistinnen und Spezialisten können Wärmebrücken vor Ort mit einer Wärmebildkamera oder einem Infrarot-Thermometer gezielt aufspüren. Wichtig: Eine solche Untersuchung funktioniert im Winter am besten.
Wärmebrücken lassen sich – mit professioneller Hilfe – durch eine Verbesserung der lückenlosen, bauteilübergreifenden Dämmschicht beheben. Dabei kannst du darauf achten, dass auch die Fugen überlappend gedämmt werden. Verwinkelte Aussenbauteile lassen sich derweil über die Flanken hinaus dämmen, um das Risiko von Wärmebrücken oder Feuchteschäden zu verringern.
Spezialfall Fenster: aufgepasst vor Wärmebrücken
Selbst neue, dreifachverglaste Fenster dämmen schlechter als die angrenzende Aussenwand. Umso mehr gilt es, die vertikale Nahtstelle zwischen diesen beiden Bauteilen, die Fensterlaibung, zu beachten. Um beim Fensterersatz oder einer Fassadendämmung den Wärmeschutz nicht zu schwächen, empfehlen Fachleute folgendes Vorgehen: Die Aussenwärmedämmung ist über den Fensteranschlag zu ziehen, obwohl die Öffnung dadurch verkleinert wird. Alternativ dazu lässt sich ein neues Fenster nach aussen versetzen. Dadurch verschiebt sich die Laibung in die Dämmebene, sodass der Fenstersims dem beheizten Innenraum zugeordnet ist.
Oft wird auch die Dämmung des Sonnenschutzsystems übersehen. Rollladen, Storen oder Lamellen, die in einem Hohlkasten in der Aussenwand untergebracht sind, sind dementsprechend zu dämmen. Elektrisch steuerbare Fenster- und Balkonstoren bieten sich als Alternative zur herkömmlichen Kurbel an, mit dem Vorteil, dass die Gebäudehülle nirgends durchbohrt werden muss.