Neue Raumhöhen sorgen für Wohlbefinden
Als Glücksfall erwies sich, dass das Bauernhaus von Renovationen bislang «verschont» geblieben war. «Die ursprüngliche Bausubstanz war weitgehend erhalten. Einzig das Dach war ersetzt worden», sagt Urs Ewald. «Wo nötig, nahmen wir Ausbesserungen und vereinzelt einen Einsatz vor.» Der Grundriss wurde ebenfalls angepasst. So wurde ein neues Bad eingerichtet, dessen Fläche dem alten Ökonomieteil entnommen wurde. Ins Obergeschoss gelang die Bauherrschaft nun über eine Innentreppe und eine Brücke. Letztere verläuft durch die Küche, deren Höhe als einziger Raum im Gebäude zwei Geschosse umfasst. Alle anderen Räume hingegen waren wegen der tiefen Decken niedrig. Aus diesem Grund wurde im Erdgeschoss der Boden abgesenkt und im Obergeschoss die Decke erhöht, sodass sich überall eine Mindestraumhöhe von 2.05 Metern ergab. Diese ist zwar immer noch nicht luxuriös, doch im Unterschied zu früher erlaubt sie es erwachsenen Personen, im Obergeschoss aufrecht stehen zu können. Wenige, aber gezielte Öffnungen in der Gebäudehülle bringen mehr Tageslicht ins Innere. Weiter wurde das Haus teilweise begradigt. Eine bessere Dämmung der Aussenhülle und die Installation einer Heizung – der alte Trittofen im Wohnzimmer war einst die einzige Heizmöglichkeit – brachten das Gebäude auch energetisch in die Gegenwart.