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Gartenarbeiten im Dezember: Das ist jetzt zu tun

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Gartenschere schneidet Ast beim Winterschnitt im Obstgarten

Monat für Monat versorgen wir dich mit aktuellen Tipps und Inspirationen für dein Gemüsebeet, Obstgarten, Ziergarten und Balkon.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Gemüsegarten lohnt es sich im Dezember, Werkzeuge wie die Gartenschere zu pflegen und zu schärfen, damit saubere Schnitte und gesundes Pflanzenwachstum gewährleistet sind.
  • Im Obstgarten kannst du durch gezielte Unterpflanzung Platz optimal nutzen und gleichzeitig von positiven Effekten wie Schädlingsabwehr und besserem Wachstum profitieren.
  • Der Ziergarten profitiert von robusten Pflanzen wie dem Sichelfarn, der auch im Winter Struktur bietet und schattige Standorte bevorzugt.
  • Die Pflanzenvermehrung gelingt auch zu Hause, zum Beispiel mit einer Ananas, die mit etwas Geduld neue Wurzeln bildet und später Früchte tragen kann.

Gemüsegarten im Dezember

Scheren schleifen

Eines der Werkzeuge, die das ganze Gartenjahr über sehr oft zum Einsatz kommen, ist die Gartenschere. Bei häufigem Gebrauch werden die Klingen schnell einmal stumpf und alle Gartenliebhaberinnen und Gartenliebhaber wissen, wie mühsam es ist, mit einem Werkzeug zu arbeiten, das nicht so richtig schneidet. Zur Wartung wird die Schere komplett zerlegt, mit einer Bürste von anhaftendem Schmutz gereinigt und die grosse Klinge mit einem Schleifstein neu geschärft. Der Schleifstein sollte vorher mindestens 1 Stunde lang gewässert und auch während der Prozedur immer wieder angefeuchtet werden. Zunächst wird die angeschrägte Schnittfläche der Klinge auf der groben Seite des Schleifsteins geschärft, anschliessend wird die flache Klingenseite mit sanften kreisförmigen Bewegungen auf der feinen Schleifsteinfläche bearbeitet. Beim Zusammensetzen der Gartenschere werden die Klingenverschraubungen geölt, dazu nimmt man am besten Werkzeug-, Universal- oder Nähmaschinenöl. Auf keinen Fall Speiseöl verwenden, denn dieses verklebt die beweglichen Teile.

Obstgarten im Dezember

Hilfreiche Unterpflanzung

Eine Bepflanzung der Baumscheiben ermöglicht eine optimale Platzausnutzung im Obstgarten und gleichzeitig kann man von positiven Wechselwirkungen profitieren. Junge Bäume sollten aufgrund der Nährstoffkonkurrenz eine unbewachsene, gemulchte Baumscheibe haben. Bei älteren Bäumen darf durchaus experimentiert werden: Eine Unterpflanzung mit Knoblauch hat eine positive Wirkung auf Pfirsich und Nektarine. Auch Kräuter können auf der Baumscheibe angebaut werden: Kapuzinerkresse bereichert Salate und wirkt vorbeugend gegen Blattläuse. Ringelblumen sind ebenfalls essbar und wertvoll für die Insekten im Garten. Einige enthusiastische Personen, die Baumscheiben bepflanzen, setzen sogar Rhabarber unter ihre Bäume und säen Rettich. Es gilt: Ausprobieren, was gefällt!

Unterpflanzung unter Obstbaum mit Frühlingsblumen und Traubenhyazinthen
Unterpflanzung (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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Ziergarten im Dezember

Liebling des Monats: Sichelfarn

Wer Farne mag, der weiss: Sie kommen eigentlich aus einer anderen Welt. Urtümlich, archaisch; irgendwann in ihrer Geschichte marschierten Dinosaurier an ihnen vorbei, Weltengemeinschaften entstanden und verschwanden wieder im Dunst der Zeit. Der Sichelfarn (Cyrtomium fortunei) hat davon eigentlich nichts mitbekommen, zumindest nicht derjenige, den wir in unseren Garten pflanzen. Ihn im Beet zu haben, lohnt sich, denn wintergrüne Gewächse sehen wir gerne in diesen Monaten. Der Sichelfarn stiehlt sich mit Wedeln aus etwa 60 cm langen, dunkelgrün-sichelförmigen, fast paarweise angeordneten und ledern wirkenden Blättchen in unser Herz. Wie fast alle Farnpflanzen liebt er den lichten Schatten, humusreiche und gut durchlässige, nicht zu alkalische Böden. Wahrscheinlich ist er ein Gewinner der Klimaerwärmung, denn in unseren Breiten ist er eigentlich nur bedingt winterhart und kommt schlecht mit Winternässe zurecht. Doch steht er auf gut durchlässigem Grund und ist gegen zu strenge Kälte mit einer Abdeckung aus Laub und Reisig geschützt, entwickelt er sich prächtig.

Sichelfarn mit hellgrünen Wedeln an schattigem Standort im Garten
Sichelfarn (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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Urban Gardening im Dezember

Ananas selbst vermehren

Wer gerne Pflanzen vermehrt, sollte vor der Ananas nicht Halt machen. Wähle dazu eine Frucht mit schönem Blattschopf und entferne diesen mit einem scharfen Messer genau oberhalb der Frucht. Nun noch die unteren Blätter abzupfen und den Schopf in ein mit Wasser gefülltes Glas «hängen», sodass das untere Ende die Wasseroberfläche nur berührt. Ausgetauscht wird das Wasser nicht, aber stets nachgefüllt. An einem hellen, warmen, aber nicht sonnigen Standort bilden sich in den folgenden 3 Wochen Wurzeln und der Schopf wird in einen Topf mit Palmenerde aus dem Fachhandel verpflanzt. Achte darauf, dass der unterste Blattkranz nicht mit Erde bedeckt ist. Damit eine Ananas blüht, kann es bis zu 3 Jahre dauern. Dazu benötigt sie einen hellen Standort ohne pralle Sonne, eine hohe Luftfeuchtigkeit, warme Füsse und Temperaturen über 20 ºC. Da die Ananas selbstfruchtend ist, braucht sie zur Fruchtbildung keinen Bestäuber, es dauert jedoch einige Monate, bis sich eine Frucht entwickelt.

Ananas-Blattschopf bildet Wurzeln im Wasserglas auf der Fensterbank
Ananas (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

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 Ausgabe Dezember 2025

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